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Lithium Dawn

Tearing Back the Veil, Part II: Awakening

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Postrock; Progmetal
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ondrej Tvarozek lead vocals, backing vocals, guitars, synthesizer, programming
Matt Benoit drums, percussion, synthesizer, guitars, programming
Jens Marcelis bass, guitars, soundscapes
Aaron Gage lead vocals, backing vocals, flute, strings, piano

Gastmusiker

Mike Odabashian percussion on "Prominence" and "Repression"
Garrett Gleason guitar solo on "Prominence"
Plini guitar solo on "Sight Before the Sound"

Tracklist

Disc 1
1. Loose Ends 6:49
2. Pantheon 6:57
3. Star Driven Machine 5:33
4. Prominence (featuring Garrett Gleason) 5:58
5. Dreadnough 7:35
6. Waves of White 3:39
7. Inverse 5:06
8. Repression 6:50
9. Sight Before the Sound (featuring Plini) 6:39
10. Entheon 3:37
11. Awakening 6:01
12. Edge of the Sky 5:05
Gesamtlaufzeit69:49


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Ende 2015 brachten Lithium Dawn „Tearing Back the Veil, Teil 1: Ascension“ heraus, ohne dass dieser Aufstieg von einem Großteil der Genrefreunde bemerkt worden wäre, obwohl die Kritiken durchaus gefällig gewesen sind. Jetzt ist der Nachfolger „Teil 2: Awakening“ erhältlich, bislang nur als Download, und die Frage ist, inwiefern sich die beiden Teile als einheitliches Gesamtkunstwerk darstellen. Oder ob es eventuell noch einen dritten Teil geben wird und die Serie fortgesetzt wird.

Musikalisch wird bei „Awakening“ eine ähnliche Mischung aus Postrock und Progmetal mit Ambientanklängen geboten, bei der die Gitarren im Vordergrund stehen; diesmal nimmt man ebenfalls Reggae-Zitate wahr (Waves of White). Es beginnt etwas härter und progmetallisch; Vergleiche mit Devin Townsend, hier wohl besonders „Infinity“ oder „Accelerated Evolution“, erscheinen zunächst gewagt, sind bei genauerem Hinhören aber nachvollziehbar, vor allem bei den orchestral angelegten Arrangements (Loose Ends, Panthenon, Star Driven Machine, Repression), der Gesangsstil weicht natürlich erheblich ab. Townsend ist weniger ambient-mäßig unterwegs und geht, was Tempo und Amplitude angeht, selbstverständlich voll auf´s Ganze. Das Quartett von der Ostküste hat auch einige Instrumentals gelistet (Prominence, Waves of White, Entheon), was ja auch ein Postrock-Merkmal sein soll. Diese nehmen mit eingebauten Ambienceloops dann auch ein wenig Druck aus dem Kessel und die Herzfrequenz stabilisiert sich auf einem gemütlichen Mittelwert.

Handwerklich ist das alles sehr ordentlich vorgetragen, die Songs verbreiten streckenweise eine melancholische Atmosphäre (Sight Before the Sound, Awakening mit einem schönen, groovenden Bass und Gesang wie von Duran Duran) Besonders bei Edge of the Sky erinnern Lithium Dawn an Steven Wilson und Porcupine Tree, und außerdem regnet´s im Hintergrund. Nach einer gewissen Laufzeit wirkt die Musik trotz angestrebter Vielgestaltigkeit in den Songteilen etwas einlullend, so wie bei einigen Stücken von Anathema, man beginnt das eine oder andere Highlight zu vermissen. Es fehlt der kompositorische Mut, am ehesten können diesbezüglich Prominence und Awakening überzeugen. Ondrej Tvarozeks Gesang ist angenehm und zurückhaltend - vielleicht ein wenig zu zurückhaltend (dies ist ein denn auch ein krasser Unterschied zu Mr. Townsend); auffällig ist der Verzicht auf die traditionelle Strophe-Refrain-Struktur.

Es gibt also kaum Unterschiede zum ersten Teil, „Ascension", und wer den bereits kennt, weiß, was ihn bei „Awakening“ erwartet. Neu-Hörer, die die oben genannten Interpreten schätzen und darüberhinaus keine musikalischen oder metrischen Kunststücke oder reinrassigen Prog erwarten, sollten sich Lithium Dawn einmal zu Gemüte führen.

Anspieltipp(s): Awakening, Prominence
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2017
Letzte Änderung: 29.12.2017
Wertung: 10/15
Unverschleiert und solide, aber ohne den Glanz des Besonderen

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lithium Dawn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 Tearing Back The Veil I: Ascension 11.00 1

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