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Tomita

Cosmos

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Klassikrock / Adaptionen
Label: RCA
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Isao Tomita Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Space Fantasy (Richard Strauss, Richard Wagner) 9:18
2. Pacific 231 (Arthur Honegger) 6:51
3. The Unanswered Question (Charles Ives) 6:22
4. Star Wars Theme (John Williams) 3:10
5. Aranjuez (Joaquín Rodrigo) 6:26
6. Solvejg's Song (Edvard Grieg) 4:48
7. Hora Staccato (Grigoras Dinicu) 3:35
8. The Sea Named "Solaris" (Johann Sebastian Bach - Isao Tomita) 12:31
Gesamtlaufzeit53:01


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Cosmos" war Isao Tomitas fünftes Soloalbum (wie er selbst in den Linernotes schreibt), und das zweite der mit "The Planets" begonnenen Space-Trilogie. Die LP erschien 1977 unter diesem Titel zumindest in Japan, versehen mit dem blauen Fisch-Cover, und der oben angegeben Titelliste. In Nordamerika hieß die Scheibe "Kosmos", hatte das untere der beiden oben gezeigten Cover, wurde erst Anfang 1978 veröffentlicht, und hatte das Thema von "Star Wars" als ersten Track.

In Europa war das Material dagegen unter dem Titel "Space Fantasy" zu haben, wieder mit anderem Cover, auch mit "Star Wars" am Anfang, aber einer verkürzten Trackliste. Auf der europäischen Version fehlten "Pacific 231" (im Original von Arthur Honegger) und Joaquín Rodrigos "Aranjuez", vermutlich um dort irgendwelche urheberrechtlichen Probleme zu vermeiden. Im Jahr zuvor hat es mit der Veröffentlichung von "The Planets" nämlich solche mit den Holst-Erben gegeben. Von allen drei Versionen gab und gibt es CD-Ausgaben.

Jochen hat in seiner Rezension zu "Space Fantasy" die hier zu findende Musik schon gut charakterisiert. Tomita gibt sich auf "Cosmos" etwas experimentierfreudiger als auf den Vorgängeralben, hält sich nicht mehr so streng an die kompositorischen Vorgaben der Originale, vermengt mitunter mehrere Komposition (wie im Titelstück Werke von Strauss und Wagner), fügt allerlei Eigenes hinzu (wie im abschließenden "The Sea Named "Solaris"), und gibt sich stellenweise erstaunlich sperrig (man höre z.B. "Pacific 231"). Meistenteils herrschen aber, dem Thema entsprechend, ausladend-spacige Klänge vor, wie z.B. im mysteriösen "The Unanswered Question", sicher einer der Höhepunkte des Albums, oder dem etwas unbemerkenswerten "Solveig’s Song".

Die beiden nur hier zu findenden Nummern, insbesondere das schon erwähnte "Pacific 231", eigentlich eine anfahrende Lokomotive klanglich nachzeichnend, gehören zu den gelungensten Vertonungen Tomitas. Maschinell und mächtig, kantig und mysteriös in "Pacific 231", luftig-verträumt, ohne wirklich kitschig zu werden (wenn auch stellenweise knapp), in "Aranjuez", der Vorlage entsprechend mit hispanischem Flair. Das "Star Wars" Thema ist witzig und originell vertont, stört aber ein wenig den ansonsten kosmisch-erhabenen Ablauf. Die Nummer ist wohl am Anfang des Albums wirklich besser aufgehoben. Noch mehr den Ablauf stören tut allerdings "Hora Staccato", ursprünglich ein fröhlich-munteres Soloviolinenstück von Grigoras Dinicu, inspiriert von rumänischen Hora-Tänzen, welches in einer Version mit Jascha Heifetz einstmals sehr populär war. Skip!

"Cosmos" ist alles in allem ein durchaus interessantes Album mit elektronischer Klassik, welches aufgrund seines etwas progressiveren Ansatzes (im Vergleich zu den Vorgängern, die eng an den Orignalwerken gehaltene Neuvertonungen boten) positiv auffällt. Zusammen mit dem noch gelungeneren Nachfolger "The Bermuda Triangle" beinhaltet es meiner Meinung nach mit die beste Musik, die Tomita produziert hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.1.2018
Letzte Änderung: 27.1.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tomita

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Snowflakes Are Dancing 9.00 1
1975 Pictures At An Exhibition 10.00 1
1976 Firebird 11.00 1
1976 The Planets 9.00 1
1977 Space Fantasy 9.00 1
1978 The Bermuda Triangle 11.00 1
1979 The Ravel Album 10.00 1

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