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Arcadea

Arcadea

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Metal; RetroProg; sonstiges
Label: Relapse Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Brann Dailor Drums, Vocals
Core Atoms Keyboards, Synthesizers, Electronics, Samples, Vocals
Raheem Amlani Keyboards, Synthesizers, Electronics, Vocals

Gastmusiker

Susanne Gibboney Vocals (Track 4)

Tracklist

Disc 1
1. Army Of Electrons 3:46
2. Gas Giant 3:21
3. Rings Of Saturn 3:05
4. Neptune Moons 3:38
5. Infinite End 3:28
6. Electromagnetic 3:19
7. Motion Of Planets 2:35
8. The Pull Of Invisible Strings 4:21
9. Through The Eye Of Pisces 4:31
10. Worlds Can Go On 0:41
11. Magnificent Façade 6:37
Gesamtlaufzeit39:22


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Arcadea kommen aus Atlanta und sind Brann Dailor, Core Atoms und Raheem Amlani. Dailor kennt man vielleicht als den auch singenden Schlagzeuger von Mastodon, und auch die anderen beiden (nicht ganz so bekannten) Protagonisten sind (oder, waren vorher) wohl vornehmlich in eher metallischen Gefilden tätig.

Eine Art Metal gibt es auch auf dem im Sommer 2017 bei Relapse Records erschienen selbstbetitelten Arcadea-Erstling zu hören. Oder, eigentlich gibt es überhaupt kein Metal zu hören. Auch wenn Atoms und Amlani eigentlich Gitarristen sind, lassen sie hier nur Tasteninstrumente erklingen. Berge von Tasteninstrumenten. Dazu trommelt Dailor sich die Seele aus dem Leib und singt. Das Ergebnis ist - so das Label - "at once electronic but not electronica, synthetic but not processed, heavy but not metal". Also, Tasten-Metal ohne Metal. Mit Synth-Metal habe ich die Musik noch beschrieben gefunden. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als "synth-laden progressive, heavy psych". Wie wäre es mit Laser Metal?

Die 10 Songs (ja, es wird viel Gesungen – das kurze Elektronikzwischspiel "Worlds Can Go On" ausgenommen) werden von Dailors virtuos-vielseitiger, druckvoll-treibender, vom Metal kommenden Schlagzeugarbeit bestimmt, kombiniert mit Ladungen fetter Keyboardsounds und Synthesizereskapaden, angereichert mit weiteren elektronischen Exzessen, und allerlei kosmisch-deftigem Hupen, Dröhnen, Jaulen, Brummen, Sirren und Zischen. Dazu singt Dailor, bisweilen von den Kollegen unterstützt (in "Neptune Moons" zudem von Susanne Gibboney), expressiv und kraftvoll, bisweilen aggressiv, wieder in Metal-Manier, ohne aber wirklich in Kreischen, Growlen oder Keifen zu verfallen. Zeit zum Atemholen bleibt hier kaum, nimmt das Trio doch nur gelegentlich das Tempo etwas heraus (in "Through The Eye Of Pisces" z.B., oder dem schon erwähnten "Neptune Moons"). Einige Momente mit freiformatigem Elektronikwabern sorgen aber ab und zu für kurze ruhende Klanginseln.

Das Ergebnis ist eine Art von metallischem Zombi-Prog (siehe "Doom Fortress"), ein retro-elektronischer Heavy-Psych-Progrock, der sehr druckvoll, dynamisch, treibend und fett durch die Gehörgänge strömt. Verwandt ist diese Musik – wie schon angedeutet – mit den Hervorbringungen der Labelkollegen von Zombi (oder der Finnen von Nightsatan). Stilistische Vergleiche kann man auch zu "The Fall of Chronopolis" von Hedersleben ziehen, doch kommt "Arcadea" deftiger, expressiver und voluminöser daher, ist mit viel Gesang versehen, und verströmt eben eine gewisse Metal-Atmosphäre. Metal ohne Metal allerdings.

Eine SF-Thematik hat das Ganze (wie bei Hedersleben) auch, geht es doch um die Welt in 5 Millionen Jahren, wo Milchstraße und Andromeda-Galaxie miteinander kollidieren, und eine neu Ordnung von Planeten entsteht (oder so ähnlich). Und wie bei den rezenteren Scheiben von Hederselben wünscht man (der Rezensent) sich, dass die Band etwas länger mit dem Material der jeweiligen Stücke arbeiten würde (wie sie es im abschließenden "Magnificant Facade" tut).

"Arcadea" ist ein starkes Debüt von sehr eigenem Charakter, das ein ausgesprochen gelungenes Gemenge aus spacig-kosmischen Tastensounds, fetter Retroelektronik, modernem Symphoprog, dynamischem Metalgetrommel und expressivem, aber perfekt dazu passendem Gesang bietet. Stark!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2018
Letzte Änderung: 25.2.2018
Wertung: 12/15

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