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Boltzmann Brain

Sind die echt

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Oktober)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Psychedelic; RIO / Avant; Spacerock
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

keine Angaben!

Tracklist

Disc 1
1. Janus 8:32
2. Weidentau 11:16
3. Balls Membrane 3:46
4. DRN 8:01
5. Dronella 10:59
6. Weltfremd 10:03
Gesamtlaufzeit52:37


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Der Begriff „Boltzmann-Gehirn“ geht auf den österreichischen Physiker Ludwig Boltzmann zurück (stammt aber nicht von ihm selbst, sondern wurde nach ihm benannt). Grob gesagt geht es darum, dass in einem beliebig großen Universum in einem beliebig langen Zeitraum durch quantenphysikalische Effekte Materie in Form eines Gehirns oder gleich eines menschenähnlichen Beobachters entstehen kann, was dann eben als Boltzmann-Gehirn bezeichnet wird. Diesen Gedanken kann man noch weiter führen: das ganze Universum kann von einem solchen Boltzmann-Gehirn erdacht sein.

Für weitere Ausführungen verweise ich der Einfachheit halber auf einen entsprechenden Artikel. Das Boltzmann-Gehirn diente als Inspiration für den Namen einer deutschen Band, über die nicht sehr viele biographische Informationen aufzutreiben sind. Eigentlich nur, dass sie aus dem thüringischen Ilmenau stammt und ihr erstes Album Sind die echt im Oktober 2017 veröffentlichte. Musikernamen sind Fehlanzeige, der Besuch eines Konzerts der Band brachte immerhin die Erkenntnis, dass es sich um vier Musiker an Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug handelt.

Die Musik ist praktisch komplett instrumental, nur ganz sporadisch hört man textlose Stimmeinsätze. Stilistisch ist das Debüt der Ilmenauer nicht ganz leicht beschreiben; grob gesagt vereint es Elemente von Psychedelic, Avant-Prog und Jazzrock. Im Vordergrund steht jedenfalls die Gitarre, die eine ordentlich Portion Härte reinbringt. Allerdings nicht etwa in Form Stoner-mäßiger Riffs, vielmehr werden kantige, komplex verzwirbelte und dabei häufig dissonante Läufe hingelegt, die die Musik immer wieder in Richtung Avant-Prog treiben. Dazu kommt durchweg eine mehr oder weniger deutliche psychedelisch-spacige Komponente, besonders ausgeprägt in Dronella mit wabernder Orgel, während sich die Tasten ansonsten meist auf E-Piano beschränken. Letzteres bringt hin und wieder eine leicht jazzige Note rein. Manchmal, etwa am Ende von Weidentau, wird’s gar ein wenig zeuhlig.

Das Ganze kommt trotz des überwiegend eher verhaltenen Tempos mit ordentlich Wumms aus den Boxen und bringt dabei deutlich mehr Abwechslung als im psychedelisch-spacigen Genre üblich. Eine zischende, brodelnde Mixtur, die den Liebhaber komplex-kantiger Klänge sofort in ihren Bann zieht. Ein tolles Debüt, dem hoffentlich noch mehr folgt! Reinhören auf Bandcamp, dort kann man die im Vinyl-Look gestaltete CD als "name your price" erwerben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.2.2018
Letzte Änderung: 28.2.2018
Wertung: 12/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Sentences 12.00 1

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