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Suuns

Felt

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Psychedelic
Label: Secretly Canadian
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ben Shemie
Liam O'Neill
Max Henry
Joseph Yarmush

Tracklist

Disc 1
1. Look No Further 3.56
2. X-Alt 3.21
3. Watch You, Watch Me 5.56
4. Baseline 4.23
5. After The Fall 4.30
6. Control 3.29
7. Make It Real 4.40
8. Daydream 4.43
9. Peace And Love 3.45
10. Moonbeams 2.17
11. Materials 4.59
Gesamtlaufzeit45:59


Rezensionen


Von: Marc Colling @


Seit dem Vorgänger „Hold/Still“ ist es erst ein Jahr her, dass mir diese kanadische Band mit ihrem elektronisch-düsteren Elektro-Psychoprog die Ohren mal so richtig durchgespült hat. Jetzt also der Nachfolger, der auf dem Cover einen Luftballon zeigt welcher von einem Finger leicht eingedrückt wird. Will die Band uns auf den bevorstehenden Knall vorbereiten der uns in Politik, Wirtschaft oder vielleicht auch nur der Musik bevorsteht?

Nun, mit ihrem recht eigenwilligen Stil, der mitunter an Radiohead oder die Flaming Lips erinnert, schaffen sie es auch diesmal wieder den Hörer zu verunsichern. Tatsächlich knüpft die Musik an den Vorgänger „Hold/Still“ an, doch irgendwie ist alles anders. Das elektronische Element ist noch vorhanden, die skurrilen Ideen auch. Ben Shemie singt weiterhin nicht, er säuselt und haucht nur. Die Drums schimmern aber öfters durch, geben den Tracks eine noch rhytmisch-monotonere Ausrichtung. Das gab es zwar auf dem Vorgänger auch schon, wird hier aber noch gesteigert.

Die ausgebildeten Jazzmusiker entfernen sich meilenweit von ihrem einstudierten Stil, sind aber in ihren zwar eintönigen, aber immer wieder mit Überraschungen gespickten Songs, trotzdem irgendwie nah dran. Irgendwie. So „FreeProg“. Ohne Klavier, ohne Blech, (fast) ohne Holz, nur mit Elektronik, Drum und einer zurück genommenen Gitarre. Das klingt mal repetitiv-monoton wie in CONTROL und MAKE IT REAL, mal vollkommen verstörend wie in MOONBEAMS.

Einiges dieser Musik erinnert mich dann auch prompt an Can. Krautrockig, ja das schimmert immer wieder durch. BASELINE ist so ein Track. Der Geist des Krautrocks ist schon vorhanden, er erscheint an den unerwartetsten Stellen.

X-ALT besitzt (mit Wohlwollen) noch am meisten Jazz, ist hektisch und nervös. Insgesamt ist das aber eher die Ausnahme, denn trotz aller Störrigkeit durch die ungewohnten Sounds ist das Album leichter zu verdauen als der Vorgänger. Bei Suuns dürfte die Akzeptanz der Proggies sowieso eher gespalten sein. Es ist eine der Bands die man entweder liebt oder hasst. Man braucht schon einiges an Neugier, um sich intensiv mit ihnen zu beschäftigen. Sie dann auch noch zu mögen ist aber eine ganz andere Geschichte.

NB: Die Band verzichtet auf der LP auf die Angabe der gespielten Instrumente.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 4.4.2018
Letzte Änderung: 4.4.2018
Wertung: 11/15
für neugierige Proggies die immer auf der Suche sind

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Suuns

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Hold/Still 12.00 1

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