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Marc Nauseef

Personal Note

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (CD-Reissue 2017, Chickadisc)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: CMP Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marc Nauseef Drums, Percussion, Voice
Joachim Kühn Piano, Keyboards, Sax
Trilok Gurtu Percussion, Voice
George Kochbeck Keyboards

Gastmusiker

Jan Akkerman Guitar (Track 4,6)
Detlev Beier Double Bass (Track 3,5)
Phil Lynott Vocals (Track 1)

Tracklist

Disc 1
1. Chemistry 4:11
2. Talking Drum (for Ariel) 3:28
3. Doctor Marathon part I 4:01
4. Doctor Marathon part II 8:33
5. Corsica 10:57
6. Fillmore 10:46
Gesamtlaufzeit41:56


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Marc Nauseef kennt man vielleicht (eher nicht) als den Schlagzeuger einer der letzten, nur live tätigen 70er-Jahre-Inkarnationen von The Velvet Underground. Oder, als den Drummer der Ian Gillan Band. Auch für Elf (mit Ronnie James Dio) und Thin Lizzy war der 1958 in Cortland (New York) geborene Nauseef tätig. Zudem betätigte er sich als Schlagzeuger für Bandprojekte von Jon Lord (siehe z.B. "Sarabande"), Glen Hughes und Gary Moore. Vorwiegend Hardrock-Krams.

Ende der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts änderten sich Nauseefs musikalische Interessen allerdings, begann er sich für Jazziges, Ethnoperkussives und Gamelan-Klänge zu interessieren. In Los Angeles machte Nauseef zudem die Bekanntschaft von Joachim Kühn, der ihn zu Aufnahmesessions nach Hamburg einlud (das Ergebnis war das einzige, 1981 veröffentlichte Album des Trios Information – Joachim Kühn, Marc Nauseef und George Kochbeck). Anfang der 80er übersiedelte Nauseef ganz nach Hamburg. Dort entstand auch sein erstes Soloalbum. "Personal Note" wurde 1982 von CMP Records veröffentlicht. Nachdem das Album 1994 in Japan auf CD veröffentlicht wurde, erschien dann 2017 auch ein europäisches CD-Resissue bei Chickadisc, als dritte CD dieses Unterlabels der Polen von GAD Records.

Recht illustre Mitstreiter hat sich Nauseef für sein Solodebüt ausgesucht. Neben Kühn ist Trilok Gurtu als zweiter Perkussionist zu hören. In zwei Nummern greift Jan Akkerman in die Saiten einer E-Gitarre, während im einleitenden "Chemistry" kein Geringerer als Phil Lynott seine Stimme erklingen lässt (die restlichen Nummern sind instrumental gehalten). Dazu kommen noch der Information-Kollege George Kochbeck als zweiter (oder eigentlich hauptamtlicher) Keyboarder, und Detlev Bier am Kontrabass (die meisten Basslinien kommen allerdings von Kochbecks Moog).

Jazzrock gibt es auf "Personal Note" zu hören, ein logischerweise recht perkussionlastiger Jazzrock, versehen mit allerlei Ethnogetrommel und -gongen, aber auch funkigen Tastenlinien, vielseitigem Rockschlagwerk, heulenden und jaulenden Synthesizermustern, jazzigem Pianogeklimper, gelegentlichen Saxeinlagen (von Kühn!) mysteriös hallender Perkussion (die bisweilen in Richtung Gamelan schielt), und – zumindest in den beiden Nummern mit Akkermann – virtuos-deftigen E-Gitarrenlinien. Das Ergebnis ist ein sehr farbiger und eigener Jazzrock, bestimmt von Nouseefs und Gurtus ausgesprochen vielseitiger Perkussion, aber auch von Kühns und Kochbecks klangvoll-symphonischer bzw. jazzig-flotter Tastenarbeit. Mal eher akustisch-jazzig (wie z.B. in "Talking Drum"), mal schwebend-klangmalend (man höre z.B. "Doctor Marathon Part II"), mal elektronisch-rockig (vor allem in den beiden abschließenden Langnummern) ist die Band zu Gange, sehr dynamisch, abwechslungsreich und verspielt. Das gilt auch für das einleitende "Chemistry", welches durch Lynotts improvisierten Nichtgesang eine zusätzliche eigene Note erhält.

Eine Art leicht verspäteter Abgesang auf die 70er Jahre ist "Personal Note", kann man klangliche Verwandtschaften doch vor allem zu den Fusion-Größen jenes Jahrzehnts ausmachen (vor denen sich Nauseefs Formation sicher nicht verstecken brauchte). Ein recht eigenes Gemenge hat Nauseef jedenfalls am Start, insbesondere wegen der ethnoperkussiv-gamelanartige Komponente, die oft mit fast aggressiven Jazzrockmustern gepaart wird. Kurzum, "Personal Note" bietet keine abgestandene Standartfusion, und sollte jedem Freund klassischen bzw. progressiven Jazzrocks (der 70er) sehr viel Spaß machen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.4.2018
Letzte Änderung: 9.4.2018
Wertung: 11/15

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