SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
15.7.2018
Ragnar Grippe - Sand
Klaus Schulze - Silhouettes
Malaavia - Frammenti Compiuti
14.7.2018
Pixie Ninja - Ultrasound
Jonathan - Jonathan
12.7.2018
Robert Reed - Sanctuary III
42DE - EP
Manfred Mann's Earth Band - Watch
11.7.2018
Hollowscene - Hollowscene
Seasons Of Time - Welcome To The Unknown
10.7.2018
Robert Reed - Sanctuary III
Space Debris - Mountain Ultimate
9.7.2018
3RDegree - Ones & Zeros : Volume 0
8.7.2018
Teru's Symphonia - Symphonia
Ship Of Fools - Out There Somewhere
7.7.2018
Christian Fiesel - The Dark Orb
Molesome - Dial
Ship Of Fools - Close Your Eyes (Forget The World)
ARCHIV
STATISTIK
24776 Rezensionen zu 16963 Alben von 6608 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Broekhuis, Keller & Schönwälder

Repelen Revisited

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Elektronische Musik; sonstiges
Label: Manikin Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bas Broekhuis Percussion, Electronics
Detlef Keller Electronics, Keyboards
Mario Schönwälder Electronics, Keyboards

Gastmusiker

Raughi Ebert Guitars
Thomas Kagermann Violin

Tracklist

Disc 1
1. Ready For Lounge 11:19
2. Walking Under The Moon 8:36
3. Repelen Groove 10:11
4. The Electric Chess 10:49
5. A New Day 8:31
6. Song Of Live 11:31
7. Rush Hour 6:31
Gesamtlaufzeit67:28


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


In Repelen, heutzutage ein Teil von Rheinkamp, welches selbst ein Stadtteil von Moers ist, steht mit der (heute evangelischen) Dorfkirche eine der ältesten Kirchen des Rheinlandes. Schon um 700 nach Christi Geburt befand sich dort eine Kapelle, vermutlich errichtet vom Kloster Echternach, um das sich dort entwickelnde bäuerliche Zentrum mit Gottesworten zu versorgen. Repelen heißt der Flecken wohl spätestens seit dem 12. Jahrhundert, wird doch in einer Urkunde des Klosters Altenkamp aus dem Jahre 1176 die "ecclesia in Replere" erwähnt. Der heutige Kirchenbau wurde allerdings erst viel später errichtet.

Der berühmteste Sohn des Örtchens, zumindest im Babyblauen Kontext, ist Detlef Keller, der wohl auch heute noch Grundbesitz dort hat, welchen man zum Aufnehmen von Musik benutzen kann (Detlef’s place). Des Weiteren treten Bas Broekhuis, Keller Mario Schönwälder seit gut 15 Jahren regelmäßig in der oben erwähnten Kirche auf, zu Jahresbeginn meist, und in der Regel begleitet von Raughi Ebert (Gitarren) und Thomas Kagermann (Violine). Das dabei (oder bei den Proben in "Detlef’s place") entstandene Material wurde meist mitgeschnitten, und teilweise auf Tonträger veröffentlicht. Schon sechs CDs mit Aufnahmen aus Repelen sind bei Manikin Records seit 2006 erschienen (siehe auch "Live @ Dorfkirche Repelen 2"). Das hier rezensierte Album ist die Nummer sieben.

"Repelen Revisited" nennt sich das Ganze, was vermuten lässt, dass es sich hier um ältere, bisher nicht veröffentlichte Aufnahmen handelt. Teilweise ist das wohl so, wurden die Stücke doch im März 2011, aber auch im selben Monat im Jahre 2016 eingespielt. Die B,K&S-typische elektronische Musik gibt es hier natürlich zu hören, ergänzt allerdings um die akustisch-elektronischen Beiträge der beiden Gäste, Broekhuis’ Perkussion, und die eine oder andere Pianoeinlage (vom Keyboard). Im Vergleich zu den nicht in Repelen entstandenen Aufnahmen des Trios, insbesondere der Musik der Farbenalben, kommen die Nummern von "Repelen Revisited" etwas beschaulicher und runder daher, mäandern eher beschwingt und gutgelaunt voran, bisweilen auch getragener, leicht angedüstert bzw. bedrohlich eingefärbt. Alles in allem gibt es also Musik zu hören, die zu dem sakralen Aufführungsort passt (ohne allerdings selbst allzu sakral daher zu kommen).

Berliner Elektronik, dezente Sequenzerlinien, Flächig-Streicherartiges bzw. Mellotronähnliches werden mit instrumentalen Einlagen, akustischem Gitarrenzupfen, zurückhaltenden E-Gitarrenexkursen, getragenem Gegeige (das bisweilen aber auch etwas expressiver ausfällt – man höre z.B. "Song Of Life"), Tastengeflöte (mit Ethnoflair) bzw. Saximitationen, Synthesizerklangmalen, Etnogesänge vom Sampler, und allerlei Perkussion verziert bzw. vermengt. Bisweilen sind die teilweise programmierten perkussiven Muster bzw. die Basslinien vielleicht eine Spur zu monoton ausgefallen (in "The Electric Chess" z.B.). Ansonsten gibt es hier durchaus farbige und eigene Elektronik auf die Ohren, der es aber (nach dem Geschmack des Rezensenten) ein klein wenig an Ecken und Kanten mangelt, bzw. die etwas zu unaufgeregt, bzw. unexperimentell aus den Boxen kommt.

Wer aber eher beschaulich-melodiöse Berliner Elektronik mit instrumentalen "Verunreinigungen" schätzt, der sollte trotzdem mit "Repelen Revisited" seinen Spaß haben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.4.2018
Letzte Änderung: 7.4.2018
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Broekhuis, Keller & Schönwälder

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Wolfsburg 11.00 1
2007 Orange 11.00 1
2008 Live @ Dorfkirche Repelen 2 11.00 1
2009 Blue 10.00 1
2012 Red 12.00 1
2014 Direction Green 10.00 1
2015 Green 12.00 1
2017 Red Live @ USA 12.00 1
2017 Yellow 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum