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Roberto Musci & Giovanni Venosta

A Noise, A Sound

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1992
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: ReR Megacorp
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Giovanni Venosta Keyboards, Sampler, Harmonium, Spinet, Voice, Electric Percussion
Roberto Musci Guitars, Sampler, Kalimba, Musical Tube

Gastmusiker

Marco Vecchi Voice, Sampler
Roberto Zanesi Bouzuki, Steel Drums, Harmonica, Darbouka, Bodhran, Guitar, Voice
Luciano Margorani Guitars
Saverio Angiolini Bass
Sandro Cerino Sax, Clarinet
David Moss Voice (Track 5)
Momi D'Averi Cello
Ciaccio De Rossi Violin
Olivia Bignardi Clarinet

Tracklist

Disc 1
1. Keep tree funeral march 2:52
2. Dusty Zebra 3:41
3. Tu ce l'hai gia 2:52
4. When a dolphin saves a baby 3:28
5. Ramexico 4:04
6. Other lullabies 4:09
7. Breathless melody 5:22
8. The snout in the dark 4:02
9. Mean-men-song 3:51
10. A Larian Symphony - From Perry Como to Edgar Varese

1. My spinet beyond 1:53
2. The well tempered Inuit 4:08
3. Dancing galore 1:26

11. Two freaks in Rawalpindi 4:09
12. The umbrella's angle, 2nd variation 2:32
13. Extreme fringes of the World Music Trade Union 5:56
14. A tale for C 3:27
Gesamtlaufzeit57:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Ihr drittes und für lange Zeit letztes Duo-Album nahmen Giovanni Venosta und Roberto Musci im Zeitraum 1991-92 auf. Veröffentlicht wurde "A Noise, A Sound" 1992, wie die Twofer-Kompilation "Messages & Portraits" von ReR Megacorp, also Chris Cutlers Recommended Records.

Große stilistische bzw. kompositorische Unterschiede zu den beiden Vorgängern sind eigentlich nicht auszumachen. Auch "A Noise, A Sound" bietet ein recht eigenes Gemenge aus Elektronischem, diversen Einlagen akustischer bzw. elektrisch verstärkter Instrumente und weltmusikalischen Fragmenten (Tonbandmitschnitten), eher angeschrägt und experimentell verwoben, also eine Art von Ethno-RIO bzw. World-Kammerprog. "A Noise, A Sound" ist vielleicht eine Spur akustischer ausgefallen als die Vorgänger, will heißen, dass die instrumentalen Einlagen der Gäste über die elektronischen Grundmuster dominieren, bzw. letztere bisweilen gar nicht mehr vorhanden sind. Auch kommt die Musik etwas kantiger daher, und bewegt sich deutlicher in Richtung avantgardistischer Gefilde.

Diverse stimmliche bzw. instrumentale Beiträge aus aller Welt, im Beiheft genauer charakterisiert (a la "voice and percussion from Congo", "violin from south India" oder "Qin from China"), ohne aber die Namen der Erzeuger zu nennen, treffen auf diverses elektronisches Rauschen, Fiepen und Wabern, noch öfter aber auf komplexere, avant-rockig-freiformatige Instrumentalgemenge, bestimmt von diversen Gitarren, Tasteninstrumenten, Perkussion und Blaswerk. Das klangliche Ergebnis wechselt zwischen bizarren Tongemälden, komplizierterem Kammergerocke, getragen-melancholischen Soundgeweben, effektverfremdeten Ethno-Klangcollagen und world-jazzig-tanzartigen Nummern, und arbeitet sich dabei sehr farbig, klangvoll und vielschichtig voran.

Freunde von Avantgardistischem in einem Weltmusikkontext sollten das Album, neben den ersten beiden Scheiben des Duos, antesten. "A Noise, A Sound" ist wohl das reifste und klanglich-kompositorisch überzeugendste der drei Alben der beiden aus dem letzten Jahrtausend. Musci und Venosta erzeugen hier eine durchaus eigene Klangwelt, verschmelzen westeuropäische Avantgarde, Kammermusik bzw. Elektronik mit den unterschiedlichsten klanglichen Einwürfen aus aller Welt zu einem überzeugenden homogenen Ganzen. Schön!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.4.2018
Letzte Änderung: 15.4.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roberto Musci & Giovanni Venosta

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1990 Messages & Portraits 11.00 1
2015 Vampyr And Other Stories 12.00 1

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