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Paavoharju

Yhä hämärää

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Folk; Postrock; sonstiges
Label: Fonal Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Ikuisuuden maailma 5:04
2. Valo tihkuu kaiken läpi 4:03
3. Kuu lohduttaa huolestuneita 3:49
4. Syvyys 2:55
5. Puhuri 3:15
6. Ilmaa virtaa 2:49
7. Aamuauringon tuntuinen 3:58
8. Vitivalkoinen 1:41
9. Kuljin kauas 4:06
10. On yhä hämärää 3:18
11. Musta katu 3:56
Gesamtlaufzeit38:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Seltsam! Unbeschreiblich seltsam! ... aber, auf einem Album aus Finnland das "Yhä hämärää" (was offenbar "immer noch schwach" bedeutet) heisst, kann eigentlich auch nur seltsame Musik drauf sein. Diese hier ist aber wirklich ausgesprochen seltsam. Seltsam beeindruckend. Seltsam ergreifend. Seltsam ätherisch. Seltsam tiefgründig. Und schwer zu beschreiben.

Paavoharju kommen aus Savonlinna, was im Südosten der Finnischen Seenplatte liegt. Das sind auch schon fast alle biographischen Informationen, die man ohne des Finnischen mächtig zu sein im Weltweiten Netz finden kann. Oder, ein bisschen mehr gibt es. Offenbar ist man Teil eines christlich-asketischen Kollektivs, das um das Jahr 2002 zusammen fand, und Kern der Formation sind die Brüder Lauri und Olli Ainala. Im Jahre 2005 erschien dann das Debütalbum "Yhä hämärää" bei Fonal Records.

Sehr spartanisch ist das ansonsten sehr hübsch aufgemachte Pappfaltteil mit Text versehen. Wer hier was spielt ist nirgends zu finden, und auch das Internet schweigt sich dazu weitestgehend aus. Die beiden Ainalas werden wohl zu hören sein, und waren wohl für Elektronisches und die Tasten zuständig. Dazu kommen (mindestens) eine Sängerin (die vielleicht auf den Namen Jenni Koivistoinen hört - zumindest ist diese auf dem Zweitling der Gruppe für den Gesang zuständig), und vermutlich ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger (stellenweise).

Zur Musik! Nun ... die ist - wie schon eingangs angedeutet - nicht so einfach zu beschreiben. Der Kollege von Pitchfork denkt bei den zu hörenden Klängen an "Sigur Rós locked in an underground cavern with Slowdive" oder an "Syd Barrett jamming with the Incredible String Band beneath a waterfall". Hm ... also Sigur Ros ist schon mal ganz gut, auch Syd Barrett, denn Postrock, Psychedelisches (also à la seltsame Barrett-Songs) und Skandinavisch-Folkiges stecken hier drin. Dazu kommt viel Elektronik, Klangschweben, Geräusche, Field Recordings, Krach, Tonbandfragmente und freiformatige Tonbasteleien. Ein dichtes Gemenge aus diesen bildet die Grundlage der Musik, oder den Hauptkörper, in den seltsame psychedelisch-folkige Songs und Postrockgeschrammel eingewoben sind, vorgetragen von Gitarren, Tasten, Bass und Perkussion. Über all dem schwebt meist der engelsgleich gehauchte Damengesang, in Finnisch natürlich.

Das Ergebnis ist ein sehr dichtes und homogenes Tongewebe, intensiv, schwebend, elektronisch (bisweilen fast retro-elektronisch), folkig, mysteriös und ausgesprochen seltsam. Björk und Sigur Ros sind hier nicht so weit weg, wobei Paavoharju natürlich an keiner Stelle wie Björk oder Sigur Ros klingen. Aber eine gewisse geistige Verwandtschaft kann man wohl ausmachen. Wie auch immer, wer seltsame Verquirlungen von Elektronischem, Folk und Postrock mag, oder finnische Seltsamkeiten im Allgemeinen, der sollte Paavoharju und vor allem "Yhä hämärää" nicht verpassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2018
Letzte Änderung: 9.6.2018
Wertung: 12/15

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