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Karibow

The Unchosen

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog
Label: Rockwerk Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Oliver Rüsing vocals, all instruments

Gastmusiker

Marek Arnold piano

Tracklist

Disc 1
1. Addicted 6:26
2. The Impermanence of Sound 8:14
3. Stratosphere 6:22
4. Through the Eyes of a Ghost

1. Pt. I: Read Me 5:32
2. Pt. II: Spectral Progression 3:20
3. Pt. III: Back to the Ashes 3:41

12:33
5. Plutonian (Acoustic) 3:43
6. Coming Home 5:10
7. White on White 5:55
8. Remember 9:09
9. Pure 7:37
10. Inorganic Talk (Orchestral) 5:55
Gesamtlaufzeit71:04


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Ist das noch Prog? Neoprog gar? Über diese Frage lässt sich ein veritabler Streit vom Zaun brechen. Neoprog mit einem kräftigen Schuss AOR? Ich habe den Unterschied zwischen Neoprog und AOR nie verstanden, da oft die typischen Prog-Ingredienzien gar nicht vorhanden sind. Es gibt Kenner, die dieses Etikett generell für scheinheilig halten. Vielleicht möchte man mit der Einordnung ein paar unentschlossene Progfans einsammeln. Ist ja auch nicht schlimm, werden manche sagen, so lange einen die Musik unterhält.

WOLLEN diese Künstler überhaupt „progressive“ sein?

Karibow hat einen wichtigen Preis abgeräumt. Das Projekt wurde im Dezember 2014 mit dem Deutschen Rock & Pop Preis als „beste Progressive Band“ ausgezeichnet! Also doch: Progressive Rock!? Karibow bekommt auch sonst gute Bewertungen. Von Karibowfreunden. Oder von Neoprogfans. Kollege Harald Schmidt, der Grenzwertigem ansonsten in philantrophischem Ausmaß tolerant gegenübersteht (siehe Cosmograf, Robert Reed, Pallas), fand das bewertete Album „Addicted“ jetzt mal nicht so spannend und schon gar nicht proggig. Er vergab großzügig sieben Punkte. Sieben Punkte für Stealth-Prog: Unter der Tarnkappe verbirgt sich blanker Mainstream.

Zunächst soll festgestellt werden, dass Karibow eigentlich aus einem einzigen Mann besteht, dem Multi-Instrumentalisten Oliver Rüsing. Oliver Rüsing, der unentwegte, IST Karibow. So ähnlich wie: Arjen Lucassen IST Ayreon, die Musiker wechseln, Lucassen bleibt am Pult. Rüsing, schon etwas länger im Geschäft, stellt mal eine Liveband unter dem Bandnamen zusammen, mal umgibt er sich mit illustren Gastmusikern, als da wären: Michael Sadler, Jim Gilmour (Saga) Sean Timms, Mark Trueack (Unitopia) und andere. So klingt denn auch River von „Holophinium“ wie ein neuer Saga-Titel, beeindruckend!

Aber der Kollege Schmidt hat Recht: Vieles flutscht beim ersten Hören einfach so durch, glatt und straight und, ja, irgendwo langweilig, da verhakt nix. Das gilt für „Addicted“, „From Here to the Impossible“ und auch „Man of Rust“, obwohl auf letzterem schon recht schöne Klangflächen auffallen. „Holophinium“ nimmt, eben wegen der Einbindung des bewährten Gastvokalisten, eine Sonderstellung ein, Rezension folgt.

2018 ist nun „The Unchosen“ erschienen, und der unentschlossene Rezensent nähert sich diesem Album mit den etwas durchwachsenen Eindrücken aus mehreren vergangenen Veröffentlichungen. „The Unchosen“ wurde aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums aufgelegt, mit bislang unveröffentlichtem Material aber auch neu arrangierten Songs. Dass die Songs für frühere Releases nicht auserwählt (unchosen) wurden, muss ja nicht heißen, dass sie minderwertig wären.

Tja. Es hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht viel geändert; der Proganteil ist, äh, sehr überschaubar - wenn, hmm, überhaupt vorhanden. Die längeren Stücke werden durch herzhafte Instrumentalteile aufgewertet, gelegentlich symphonisch (Inorganic Talk), aber es bleibt alles hübsch überschaubar in 4/4. Die Instrumentierung spricht für Mainstream Rock. Strukturell wird mit liebevoller Häufigkeit auf das altbekannte Strophe/Refrain/Strophe-Prinzip zurückgegriffen, mit einigen etwas bunteren Bridges, wobei verschiedene Stimmungen verschmelzen. Es gibt die interessanten Momente (Remember, der Mittelteil von The Impermanence of Sound), aber insgesamt fehlen die schlagkräftigen hooklines. Diesbezüglich sehen zum Beispiel die Kollegen von Subsignal weitaus besser aus. IQ auch, IQ ist ungleich komplexer, Arena druckvoller (vgl. Time Runs Out von „The Unquiet Sky“) und Mystery gewinnender (The Willow Tree, „Delusion Rain“).

Fazit: Ambitioniert, glatt und gefällig, klanglich voll in Ordnung, aber für einen echten Burner fehlen ein paar Brennzellen.

Anspieltipp(s): Remember
Vergleichbar mit: It Bites
Veröffentlicht am: 2.6.2018
Letzte Änderung: 2.6.2018
Wertung: 8/15
Arithmetisch gesehen eine glatte Acht. Das ist nicht preiswürdig, aber befriedigend.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Karibow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Addicted 7.00 1
2016 Holophinium 9.00 1

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