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Rictus

Christelle ou la decouverte du mal

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981 (Reissue 2012, Strawberry Rain)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Le Kiosque d'Orphée
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Roland Brultey Keyboards
Daniel Azier Guitars
Jean-Marie Wisselmann Drums
Daniel Corbont Bass
Francois Corbont Drums
Jean-Claude Schmitt Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Ouverture 2:21
2. Theme du genie 2:18
3. Theme de la drogue 3:51
4. Theme du policier 4:16
5. Prosper's reggae 2:25
6. Theme de l'aveugle 1:51
7. Theme de la bagarre 3:15
8. Flashes 2:14
9. Depart du genie 3:29
10. Theme de la guerre 15:12
11. Christelle 0:29
12. Vendages   (Bonustrack CD-Reissue) 6:19
13. Mélanger tout ca   (Bonustrack CD-Reissue) 4:39
14. Aujourd'hui tu t'en vas   (Bonustrack CD-Reissue) 3:07
15. Ernesto Massoud   (Bonustrack CD-Reissue) 4:09
Gesamtlaufzeit59:55


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Rictus aus Luxeuil-les Bains fanden um das Jahr 1979 zusammen, als der Tastendrücker Roland Brultey Mitmusiker suchte, um sein Rock-Schauspiel "Christelle ou la decouverte du mal" auf die Bühne zu bringen. Nachdem die Gruppe Mitte 1980 mehrere Konzerte gegeben hatte, spielte man das Material im Dezember 1980 und im Januar 1981 in Eigenregie ein. "Christelle ou la decouverte du mal" erschien noch im selben Jahr mit selbstgebasteltem Cover in einer Auflage von 250 Stück.

Die Formation ist offenbar bis heute aktiv, mit Brultey und der Bassistin Agnes Brice (die sich nach Erscheinen des Debüt der Band angeschlossen hatte) als einzigen Konstanten, und hat auch eine Handvoll weiterer Alben veröffentlicht. Der Erstling war dagegen immer eine ausgesprochene Rarität. Erst im Jahre 2012 nahmen sich die Kanadier von Strawberry Rain des Albums an, und legten es als CD und LP wieder auf. Die CD kommt mir 4 Bonustracks, und steck in einer hübschem Mini-LP-Pappfalthülle.

Klassischen Prog gibt es auf "Christelle ou la decouverte du mal" zu hören, auch wenn das Album erst 1981 erschienen ist. Das musikalische Material entstand schon 1978/79, und klingt auch sehr nach den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Recht viel Tastenwerk gibt es zu hören, allerlei Elektronisches, dazu eine expressive E-Gitarre und die Rhythmusabteilung. Psychedelisches, Orgelprog, elektronischer Symphoprog, etwas Jazzrock und recht typischer, expressiv-theatralischer Frankoprog (siehe Ange) stecken hier drin. Bisweilen gerät die Musik auch in etwas härtere Gefilde, bestimmen knurrende Moogsounds und krachende E-Gitarren das Klanggeschehen. Dazu kommt der entsprechende Gesang von Jean-Claude Schmitt, der die Geschichte von Christelle erzählt, allerdings nicht ganz so theatralisch wie einstmals Christian Decamps.

Es geht da wohl um ein kleines Mädchen, welches von einem "evil genius" verführt wird, der ihr irgendwelche Substanzen zusteckt, die Christelle durch verschiedene Halluzinationen treiben (die einzelnen Stücke des Albums). Zum Schluss verschwindet der Bösewicht, Christelle erwacht, und es ist ein Krieg ausgebrochen (vertont im langen "Theme de la guerre"). Zum Schluss ist Christelle tot.

Man hat das Material damals offenbar recht theatralisch, mit aufwändiger Lightshow und Diaprojektionen auf die Bühne gebracht. Ein größerer Bekanntheitsgrad blieb der Band und dem Album zwar verwehrt, doch ist "Christelle ou la decouverte du mal" eine durchaus hörenswerte Scheibe mit französischem Spätprog, der aber - wie schon angedeutet - eher nach den mittleren 70ern klingt. Die Mischung ist zudem durchaus originell, werden satte Moogsounds, jazzige E-Pianolinien und sakrales Georgel mit deftigerem Psychgerocke kombiniert. Ein etwas holpriger Sounds sorgt zudem für eigenen Charakter.

Die vier Bonusnummern stammen von zwei 1996 und 2005 erschienen CDs, und bieten verwandte Klänge, allerdings in deutlich modernerem und glatterem Soundgewand. Das ist wohl eher rezenter Franko-Artrock, der sicher nicht schlecht ist, aber stilistisch/klanglich nicht so recht hier drauf passt (es sei denn als Werbung für die neueren Scheiben der Formation).

Frankoprog-Komplettisten und Sammler von obskurerem 70er-Prog, oder an diesen angelehnten Früh-80er-Nachzüglern, oder alle die den Progsound der 70er lieben und mehr davon brauchen, können hier bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.6.2018
Letzte Änderung: 4.6.2018
Wertung: 10/15

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