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Syrinx Call

The Moon On A Stick

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; RetroProg; sonstiges
Label: Cargo Records/Afraid of Sunlight Records
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Volker Kuinke Recorder
Jens Lueck keyboards,drums,percussion
Doris Packbiers Vocals
Juergen Osuchowski Gitarren,Caipira
Joachim Schlueter slide guitar
Isgaard Vocals
Katja Flintsch violin
Annika Stolze Violoncello
Jan Petersen electric guitar

Tracklist

Disc 1
1. Sunday Mood 4.24
2. The Moon on a Stick 5.30
3. In a Daze 6.58
4. The Blue Hour 3.22
5. Traces in my Mind (An Homage to Eloy) 5.36
6. Stillborn 4.18
7. Raqs Sharqi 4.03
8. Quantum Theory and Philosophy 4.31
9. Breathe in 6.27
10. Wait for the light of Day 4.05
11. Scars 2.38
12. The Man in the Spotlight 8.26
Gesamtlaufzeit60:18


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Ende der 60er Jahre machte sich Ian Anderson daran, die Querflöte in der Rockmusik zu etablieren. Seit spätestens dem ersten Werk von Syrinx Call im Jahre 2015 versucht Volker Kuinke das gleiche mit der Blockflöte und er benutzt dafür regelmäßig die Sopran-, Alt-, Tenor- und Bass-Varianten von diesem Instrument. Nur hat die Blockflöte – zumindest hierzulande - den zweifelhaften Ruf einer biederen Massenware. Aber es kommt schließlich nicht aufs Instrument an, sondern auf die Einfälle, die man damit umzusetzen weiß, wie es schon Gentle Giant mittels Blockflöten bewiesen haben. (Das war nur ein Beispiel, denn Gentle Giant gehören eindeutig nicht zu den Inspirationen von Syrinx Call).

Das zweite Album von Syrinx Call nennt sich „The Moon On A Stick“, was in englischer Sprache als Umschreibung für absurde und überzogene Wünsche verwendet wird. Im Falle von Syrinx Call scheint es keine tiefere Bedeutung zu haben, außer dieser, dass der Ausdruck Volker Kuinke gefiel, als er ihn im Freundeskreis hörte.

Für das zweite Album hat man sich die Unterstützung der Sängerin Isgaard Marke gesichert, die auf vier Stücken singt und zwei davon mitkomponierte. In zwei Stücken erklingt zur Abwechslung der Gesang des Keyboarders und Drummers Jens Lueck, der hier zusammen mit Kuinke alles komponierte.

In der vielseitig orientierten Musik des Albums gibt es vieles zu entdecken, vorzugsweise allerdings in einer extrem schöngeistigen Form. Neben dem sanft-melodischem Retroprog, Folk und Poprock gibt es gelegentlich auch Spuren von mittelalterlicher Musik auf die Ohren. Wenn in dem weitgehend Instrumentalen Titelstück zu der Blockflöte der wortlose Damengesang von Doris Packbiers und die ausgefeilten Synthesizer-Beiträge hinzukommen, ist man fast geneigt von einem Retroprog zu sprechen, bei dem Mike Oldfield und die New Age-Musik ihre Spuren hinterlassen haben. Wobei die melodischen Synthesizer mich in diesem Stück stärker an Eloy – der wichtigen Inspiration von Kuinke – erinnern, als etwa in „Traces in my Mind (An Homage to Eloy)“.

In „The Blue Hour“ und „Traces in my Mind“ liefern jeweils eine Geige und ein Cello die zusätzlichen Klangfarben. Am besten gefallen mir von Syrinx Call die Kompositionen wie „Traces in my Mind“, wo die elektrische Gitarre und die Flöte für ein reizvolles Kontrastprogramm sorgen. Von dieser Sorte gibt es allerdings nicht sehr viele auf dem Album. „Raqs Sharqi“ bringt den ausgeprägten Weltmusik-Anstrich mit sich, während in „Quantum Theory…“ ein kleines Streicherensemble dank der Studiotechnik zu einem opulenten Orchester wird. An „Wait for the Light of Day“ finde ich die Einflüsse von Pop-Rock und Alternative Prog ebenso erfrischend wie überraschend. „The Man in the Spotlight“ bringt eindeutigE Pink Floyd-Akzente mit sich, wo wir doch gerade beim Thema „The Moon“ sind.

Das Spezielle an „The Moon On A Stick“ ist erwartungsgemäß die führende und melodiegebende Rolle der Blockflöte, wobei sanfter, zudem noch mit leichtem New-Age-Touch versehener Prog ohne Ecken und Kanten eindeutig dominierend ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.6.2018
Letzte Änderung: 14.6.2018
Wertung: 9/15

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Von: Martin Dambeck @ (Rezension 2 von 2)


Bei Syrinx Call handelt es sich um ein Projekt von Volker Kuinke, der schon als Gastmusiker bei Mind Over Matter oder auf den beiden letzten Eloy-Scheiben zu hören war. „The Moon On A Stick“ ist sein zweites Album, bei dem die Blockflöte in all ihren Varianten im Mittelpunkt steht, sei es als Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass- oder sogar als Großbassflöte. Da fragt man sich schon, ob das passen kann, ist doch die Blockflöte nicht unbedingt der Inbegriff eines coolen Rockinstruments.

Nun, das ist insofern sicherlich richtig, als dass man bei „The Moon On A Stick“ nicht unbedingt ein Break nach dem anderen erwarten darf und auch Anhänger disharmonischer Klanglandschaften werden mit dieser Veröffentlichung sicherlich nichts anfangen können. Es überwiegt der Schönklang und manche Titel verbreiten eine sehr verträumte und leicht esoterische Stimmung. Dazu kommt bei einigen Songs noch der elfenhafte Gesang von Isgaard, der vor allem dann, wenn auch noch Streicher erklingen, ein leichtes Renaissance Feeling aufkommen lässt, nur halt mit Blockflöten.

Positiv fällt auch der ungemein transparente, klare und sehr räumliche Sound auf. Immer dann, wenn auch das klassische Rockinstrumentarium verstärkt als Gegenpol in Erscheinung tritt, hat „The Moon On A Stick“ seine stärksten Momente. Dies beweist Kuinke beispielsweise auf „Traces In My Mind“, einer feinen Eloy-Hommage, und dem gut achtminütigen „The Man In The Spotlight“, das geschickt selige Pink-Floyd-Zeiten aufleben lässt. Dieser Mix aus Flötenklängen, die auf satte Keyboardteppiche und elegische Gitarrensoli treffen, funktioniert hervorragend und macht richtig Spaß. Diese Elemente dürfen auf der nächsten CD gerne noch weiter ausgebaut werden, denn Blockflöte und Progrock kann durchaus funktionieren.

Anspieltipp(s): The Man In The Spotlight, Traces In My Mind
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.6.2018
Letzte Änderung: 21.6.2018
Wertung: 10/15

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