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Haken

L-1VE

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: live; Progmetal
Label: InsideOut Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Conner Green bass guitar, backing vocals
Ray Hearne drums, backing vocals, tuba
Diego Tejeida keyboards, backing vocals
Ross Jennings vocals
Richard Henshall guitars, keyboards, backing vocals
Charlie Griffiths guitars, backing vocals

Gastmusiker

Mike Portnoy gong (on "Crystallised")

Tracklist

Disc 1
1. affinity.exe/Initiate 6:00
2. In Memoriam 4:42
3. 1985 9:21
4. Red Giant 6:31
5. Aquamedley 22:26
Gesamtlaufzeit49:00
Disc 2
1. As Death Embraces 3:50
2. Atlas Stone 7:12
3. Cockroach King 8:17
4. The Architect 15:59
5. The Endless Knot 6:34
6. Visions 23:34
Gesamtlaufzeit65:26
Disc 3
1. affinity.exe/Initiate
2. In Memoriam
3. 1985
4. Red Giant
5. Aquamedley
6. As Death Embraces
7. Atlas Stone
8. Cockroach King
9. The Architect
10. The Endless Knot
11. Visions
Disc 4
1. Falling Back to Earth   (Live at Prog Power 2016)
2. Earthrise   (Live at Prog Power 2016)
3. Pareidolia   (Live at Prog Power 2016)
4. Crystallised   (Live at Prog Power 2016)
5. Initiate   (Official Video)
6. Earthrise   (Official Video)
7. Lapse   (Official Video)


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Haken! Die Tour zum Album Affinity hab' ich in St. Uttgart gesehen. Sonst noch jemand in dort gewesen? Was für ein mieser Schuppen! Ein Betonbunker, dem Tyrion Lannister an die Decke würde fassen können, wenn es ihn gäbe. Unerträglicher Sound. Bullenheiß dazu, Leute sind umgekippt. Ross Jennings hat während des Konzerts gesagt: "Welcher Vollidiot hat uns in diesen besch.... Schuppen gebucht?!?" und sich bei den Anwesenden entschuldigt. Wir haben uns Richtung Kellertreppe (damit meine ich den Eingang) zurückgezogen, dort konnte man die Musik einigermaßen hören - von sehen will ich gar nicht erst reden. Eine Frechheit.

Sonst noch jemand in St. Uttgart dabeigewesen? Dann wisst Ihr, was ich meine. Eine Beleidigung für Fans und Band, eine Band, die mit derartiger Raffinesse und Sinn für's Detail zu Werke geht, dass sie es verdient hat, dass man sie genau hören kann. Mehr als das: Es ist notwendig.

"L-1VE" gleicht das jetzt aus. Mehr als das. Es geht derart in die Gegenrichtung, dass - aber dazu später.

Zehn Jahre gibt's die Band schon! Und "L-1VE" ist das erst das erste Live-Album der Progmetal-Helden. Spätestens nach dem Hitalbum "The Mountain" hätte es eine Live-Scheibe geben müssen! Die Band entschuldigt dieses Versäumnis mit ihrer selbstkritischen Haltung und ihrem Hang zum Perfektionismus - mir klingt das ein wenig wie die abgegriffene Antwort auf die Frage im Bewerbungsgespräch nach dem größten persönlichen Fehler...

Den Kern des Albums bildet das Konzert vom 13. April 2017 im Melkweg in Amsterdam. Das war die 10th-Anniversary-Tour, dennoch stammt das Gros des Materials von den beiden jüngsten Alben "The Mountain" und "Affinity". Dazu kommt dann aber "Visions", der Longtrack vom gleichnamigen Album, und "Aquamedley", ein Medley aus Stücken von "Aquarius". Auf der DVD Nummer zwei finden sich noch vier Bonustracks, die 2016 beim ProgPower-USA-Festival mitgeschnitten wurden, darunter "Crystallised" von der "Restoration"-EP, sowie alle drei offiziellen Videos vom "Affinity"-Album. Die Hauptshow und das Bonusmaterial auf den DVDs kommen im Dolby AC3 5.1 Surround Sound.

Ein dickes Paket also! Ordentlich was auf die Ohren. Und das ist klasse, denn die vielen liven YouTube-Videos, die es von Haken mittlerweile gibt, sind kein Ersatz für ein ordentliches Live-Release, das Stuttgart-Konzert allemal.

Vorab (und natürlich bei den Konzerten) hat vor allem das "Aquamedley" für Furore gesorgt: Für alle, die die Band in dieser frühen Phase nicht live sehen konnten, war das natürlich ein besonderer Leckerbissen. Mich erinnert's ein wenig an das "Big Medley", das Yes - oh je - 1978 im Programm hatten, einen 25minüter, in dem sie sechs, acht Stücke aus zehn Jahren anspielten. Das "Aquamedley" hat das gleiche Problem: Man würde die Songs lieber ganz hören, als diese Montage von Ausschnitten.

Macht aber nichts: Die Band ist super drauf, die Musik sitzt perfekt, die Qualität der Performance ist schlicht makellos. Kombiniert mit einem glänzenden Sound, der nicht nur meilenweit entfernt ist von dem, was wir damals in Stuttgart ertragen mussten, sondern auch von dem weitaus besser klingender Venues, macht das aus "L-1VE" das perfekte L-1VE-Album.

...und genau das ist auch der Punkt, mit dem ich Probleme habe. Nein, ich rede nicht darüber, dass hier vermutlich im Studio nachbearbeitet wurde - das wird immer gemacht, und ist bei einer Band von Kaliber vollkommen üblich. Nein, das ist nicht mein Problem. Ich frage mich vielmehr nach der Relevanz eines Albums, das man von einem Studioalbum kaum unterscheiden kann. Ist vielleicht ein akademisches Problem, oder auch ein rein persönliches, denn warum sollte man etwas gegen Perfektion einzuwenden haben, mir hat sich die Frage gleich beim ersten Hören halt aufgedrängt. Und weil sie seitdem nicht wieder verschwunden ist, teile ich diese Gedanken mit Euch.

Was soll's. Ein perfektes Live.Album also, das Haken da vorlegen! Wer Fan der Band ist, dürfte angehörs dessen ganz selig sein - wer damals in Stuttgart dabei sein musste allemal. Empfehlung!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.6.2018
Letzte Änderung: 29.6.2018
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Haken

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Enter The 5th Dimension 9.00 1
2010 Aquarius 12.00 2
2011 Visions 13.00 4
2013 The Mountain 12.33 3
2014 Restoration 10.67 3
2016 Affinity 10.00 4

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