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Jonathan

Jonathan

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978 (CD-Reissue 1993, L+R Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog
Label: Bellaphon - AAR
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Helmut Grab Keyboards
Peter Garattoni Drums, Percussion

Gastmusiker

Uli Bühl Synthesizer (Tracks 2, 5)
Emil Wirth Bass (Track 3)

Tracklist

Disc 1
1. Li song - Deep song 5:51
2. Rising winds - Living desert 3:50
3. Funky's visit - Spirit train 4:16
4. Waters - Rivering 2:55
5. Moved earth - Earth dawn 5:17
6. Stormy days - Thunder time 8:22
7. Melotary - Useless 4:14
Gesamtlaufzeit34:45


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Jonathan waren Helmut Grab und Peter Garattoni, die 1978 und diesem Namen ein Album bei Bellaphon veröffentlicht haben. Beide hatten da schon etwas an krautig-rockiger Erfahrung gesammelt, Grab bei der Free-Music-Formation AK Musick, Garattoni bei der Jazzrockformation Nexus und bei Eulenspygel, allerdings in der zweiten Hälfte der 70er-Jahre, als diese kaum noch progressive Musik machten.

Im Mai 1978 spielten beide die paar Nummern ein, die dann als "Jonathan" auf LP veröffentlicht wurden, gelegentlich unterstützt von zwei musikalischen Gästen. Großen Erfolg hatte man damit damals wohl nicht. Trotzdem gab es 1993 ein CD-Reissue, auf dem seltsamerweise alle Titel neue Namen bekamen (oben sind beide augeführt; zuerst die der LP). Das Album ist zwar reichlich obskur, aber nicht selten. Sowohl die CD, als auch LP-Versionen sind derzeit noch problemlos und günstig (oder gar zu Ramschpreisen) im Gebrauchthandel zu finden.

Ist die Musik auch Ramsch? Sicher nicht. Man wird zwar nicht von "Jonathan" vom Hocker gefegt, aber schlecht ist die Platte auch nicht. Tasten und Schlagzeug gibt es vorwiegend zu hören, was dann oft wie eine Sparversion von ELP klingt (man höre z.B. die zweite Hälfte von "Rising winds"). Ansonsten wird mal elektronisches Rauschen, Wabern und Schweben mit perkussiver Begleitung geboten ("Stormy days"), mal druckvolle Elektronikexkurse mit Schlagwerk ("Moved Earth" sei als Beispiel genannt), oder jazzig-funkiges Gerocke ("Funky’s visit" - mit Emil Wirth am Bass). Das Ganze ist durchaus farbig arrangiert und druckvoll produziert, plätschert vielleicht alles in allem etwas zu rund und unaufgeregt dahin, macht aber durchaus Spaß. Die besten Nummern, z.B. das schon erwähnte "Moved Earth" oder das nicht minder dynamische "Melotary", nehmen dabei fast den Elektronikprog von Zombi vorweg, oder würden auch als Duo-Jam von Emerson und Palmer zu ihren besten Zeiten durchgehen.

Ob Jonathan auch live aktiv waren, oder ob das Ganze eine einmalige Studioangelegenheit war, ist mir nicht bekannt. Grab war danach auf Alben des Flausch-Gitarristen Friedemann (Witecka) zu hören, während sich Garattoni vorwiegend in härter rockenden Gefilden aufhielt (u.a. bei den Bands Rebel, Tox und Veto), bzw. sich als einer der Macher des Gama Musikverlags als Produzent betätigte. In neuerer Zeit veröffentlicht er als Jean-Pierre Garattoni vorwiegend Entspannungsmusik.

"Jonathan" ist aber alles in allem eine ganz nette Scheibe, die sich Freunde instrumentalen Keyboardprogs bzw. von Schlagwerk-Elektronikgemengen durchaus gönnen können (sollten).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.7.2018
Letzte Änderung: 19.7.2018
Wertung: 9/15

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