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Leitfaden: NeoProg der 90er Jahre
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24547 Rezensionen zu 16782 Alben von 6536 Bands.
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Pallas

Beat the Drum

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: HardRock; Neoprog
Label:
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Alan Reed Vocals
Graeme Murray Bass, Backing Vocals
Ronnie Brown Keys, Backing Vocals
Niall Mathewson GTR
Colin Fraser Drums, Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Call To Arms 6.26
2. Beat The Drum 9.15
3. Hide And Seek 4.40
4. Insomniac 7.40
5. All Or Nothing 4.50
6. Spirits 5.41
7. Man Of Principle 5.42
8. Ghosts 8.13
9. Blood And Roses 4.49
10. Wilderness Years 5.59
11. Fragments Of The Sun 8.00
Gesamtlaufzeit71:15


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 3)


Diese Band existiert nun bereits seit über 20 Jahren und hat es 1999 mit Beat the Drum mal eben geschafft, ihren vierten Output vorzulegen (1983 - The Sentinel - LP | 1985 - Knightmoves - EP | 1986 - The Wedge - LP). Eine steile Karriere war der schottischen Formation zu Beginn der Achtziger gewaissagt worden... Und alles sah danach aus. Denn die Alben der Band wurden von der EMI veröffentlicht. Diese hatten sich jedoch mehr von der Neo-Prog-Szene - allen voran Marillion - erhofft. Als der Erfolg ausblieb durften auch Pallas ihre Koffer packen. 13 Jahre vergingen so und anno 1999 hat man das Comeback endlich fertig. Und was für eines.

In allen Belangen kann sich dieses Werk hören lassen. Die Kompositionen schaffen hervorragend den Spagath zwischen Eingängigkeit und Verspieltheit. Der Sound ist sehr Bassorientiert, was streckenweise an IQ oder Spock's Beard erinnert. Musikalisch kann man jedoch Eigenständigkeit und Raffinesse in den Arrangements besonders groß schreiben. Eingängige Nummern wie der Opener "Call To Arms" oder " Man Of Principle" werden immer wieder geschickt von Soloparts durchsetzt, so daß gar keine Langeweile aufkommt. Bei einem Großteil der Songs hat man auf sich steigernde Spannungsbögen gesetzt. Besondere Highlights sind der Titelsong und der Überhammer "Insomniac". Ruhige Songs setzen dazu den Kontrapunkt. Bei "All Or Nothing" läuft einem eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken und die Pianolinie in der Ballade "Blood & Roses" ist für mich eine der schönsten und genialsten, die je eine Prog-Band verarbeitet hat.

Dieses Album sollte für jeden Proggie ein Pflichtkauf sein. Es lohnt sich - wirklich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.8.2002
Letzte Änderung: 5.2.2004
Wertung: 12/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 3)


Nachdem Pallas 1987 von der EMI vor die Tür gesetzt wurden, war die Stimmung zwar nicht die tollste, doch Pallas machten weiter...

Für das Nachfolgealbum zu "The Wedge" wurden fleißig Songs geschrieben und einen Arbeitstitel für das Album gab es ebenfalls schon: "Voices in the Dark". Doch ein neuer Vertrag war in weite Ferne gerückt und so entschied sich die Band 1989 die Demos zu "Voices in the Dark" als Tape-Album unter dem Namen "Sketches" für die Fans zu veröffentlichen. Und was soll ich sagen? "Sketches" war ein wundervolles Album! Wenngleich im Demostadium mit etwas dünner Sound und natürlich ohne eine perfekte Produktion, dafür aber mit einem permanenten Hintergrundrauschen, so waren die Songs deutlich stärker als die des Vorgängers The Wedge.

"Voices in the Dark" war ein recht kurzer, mitreißender Rocker, auf dessen "professionelle" Veröffentlichung ich noch heute warte. Mit "Ghosts", "Hide and Seek", "All or Nothing" und "Man of Principle" fanden sich auf "Sketches" jedoch auch schon vier Stücke, die zehn Jahre später endlich auf dem Comebackalbum veröffentlicht wurden.

Doch sei's drum – das Ergebnis "Beat the Drum" ist ok, aber leider nicht herausragend.

"Call to Arms" ist ein netter Rocker, der nicht ganz an die Qualität von War of Words heranreicht, während das Titelstück mich schon immer recht ratlos zurücklies. Der zweigeteilte Song beginnt sehr ruhig, Gesang zum Piano, um sich dann im weiteren Verlauf endlos zu wiederholen. Erst im instrumentalen und leider (im Vergleich zur Gesamtlänge) viel zu kurzen Finale kann nochmal gepunktet werden. Songs wie "Hide & Seek" oder "Ghosts" kommen mir auf "Beat the Drum" auch weniger kraftvoll vor, als noch auf seinerzeit auf dem "Sketches"-Tape.

Tja, und eines noch: nach Fishs Abschied von Marillion habe ich sehr darauf gehofft, dass einer meiner damaligen Lieblingssänger, namentlich Alan Reed, sein Nachfolger bei meiner Lieblingsband Marillion wird. Wurde er nicht und heute bin ich sehr froh darüber. Beim erneuten Hören von "Beat the Drum" nervte mich persönlich Herr Reed teilweise doch sehr. Aber dies, klaro, ist nur ein ganz persönliches Empfinden.

Zum Abschluss dieser zu richtungslosen CD gibt es dann aber doch noch einen Höhepunkt: "Fragments of the Sun" ist wirklich ein perfekter Rausschmeißer in bester Pallas-Manier!

Ich habe damals, Ende der 90er, deutlich mehr vom Pallas-Comeback erwartet und auch die zwei weiteren Neuzeitplatten der Schotten konnten die Begeisterung, die ich in den 80ern für dieses Neo-Prog-Flaggschiff im Herzen trug nicht neu entfachen. Nichtsdestotrotz fiebere ich der für den 22. November 2010 angekündigten Veröffentlichung des neuen Pallas-Opus "XXV" mit der Leidenschaft eines alten Fans entgegen. Die Stimme des neuen Sängers Paul Mackie konnte mich inzwischen überzeugen.

Anspieltipp(s): Call to Arms
Vergleichbar mit: Marillion
Veröffentlicht am: 31.7.2010
Letzte Änderung: 31.7.2013
Wertung: 8/15
Für Pallas enttäuschend!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Mir persönlich ist die Scheibe zu straight, hat zu wenig Haken und Ecken, ist alles etwas zu uniform auf eingängige Gradlinigkeit gebürstet. Ich kann die Kracher nicht hören, habe zu keinem Zeitpunkt Tränen in den Augen oder läuft mir gar ein Schauer über den Rücken. Und sonderlich verspielt finde ich die Arrangements auch nicht. Ich habe gar nichts gegen rockigen Prog, aber ein wenig mehr Abwechslung hätte es dann auf langen 72 Minuten und nach einer Wartezeit von 13 Jahren schon sein dürfen. Einzige Ausnahmen stellen hier die schöne Ballade "Spirits", "Ghosts" und der Schlusstrack dar. Bei ersterem glänzt die eindringliche Stimme Alan Reeds und gefallen die Dudelsäcke im Ausspiel. "Ghosts" bringt endlich mal ein paar Brüche im sonst sehr eindimensionalen 4/4-Grundrhythmus des Albums, überzeugt durch gute Gitarrenarbeit (auch mal härteres Riffing) und ein paar schöne Übergänge. Höhepunkt des Albums ist das abschließende "Fragments of the Sun". Ein langsamer, schleppender Groove, geschmackvolle Keyboardteppiche, gefühlvolle Gitarrenlinien, eine Stimme von zart bis intensiv. Ein hymnisches Finale, das schon ein wenig den Stil des Nachfolgealbums vorwegnimmt.

So liege ich in meiner Gesamteinschätzung der Platte etwa auf Güns Linie (seine Notizen zu "Sketches" ausgenommen, das Tape kenne ich nicht), wenn ich auch die Wertung "richtungslos" nicht unterschreiben würde. Die Richtung ist mit "straight und rockig" für mich klar durchgezeichnet. Ein ordentliches Album, mehr aber auch nicht.

Anspieltipp(s): Fragments of the Sun, Ghosts
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.2.2011
Letzte Änderung: 28.6.2011
Wertung: 7/15
Fans der rockigeren Art addieren 2-3 Punkte

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pallas

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 The Sentinel 10.60 5
1986 Knightmoves to Wedge 8.00 3
1998 Arrive Alive 8.67 3
2000 Live our lives 10.00 2
2001 The Cross And The Crucible 10.00 3
2002 Mythopoeia 9.50 2
2003 The Blinding Darkness (DVD) 13.00 1
2003 The Blinding Darkness 10.00 2
2005 The River Sessions 1 9.00 1
2005 The River Sessions 2 10.00 1
2005 The Dreams Of Men 11.00 3
2006 Official Bootleg 27.01.06 8.00 1
2011 XXV 10.00 3
2015 wearewhoweare 11.50 2

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