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19208 Rezensionen zu 13016 Alben von 4921 Bands.
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Queensrÿche

Operation: Mindcrime

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1988
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Progmetal
Label:
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Geoff Tate Vocals, Keyboards, Whistles And Blurbs
Chris DeGarmo Electric 6-string, Acoustic 12- & 6-string, Lap Steel and GK-1 Synth Guitars
Michael Wilton Electric 6-string, Acoustic 12- & 6-string, Stereo Ripley Guitars
Eddie Jackson Bass Guitars
Scott Rockenfield Drums & Percussion, Keyboards on 10

Gastmusiker

Debbie Wheeler Background Vocals; "Mary"

Tracklist

Disc 1
1. I Remember Now 1.17
2. Anarchy-X 1.27
3. Revolution Calling 4.42
4. Operation: Mindcrime 4.43
5. Speak 3.42
6. Spreading The Disease 4.07
7. The Mission 5.46
8. Suite Sister Mary 10.41
9. The Needle Lies 3.08
10. Electric Requiem 1.22
11. Breaking The Silence 4.34
12. I Don't Believe In Love 4.23
13. Waiting For 22 1.05
14. My Empty Room 1.28
15. Eyes Of A Stranger 6.39
Gesamtlaufzeit59:04


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 2)


Unschlagbar!! Definitiv! Dieses Album ist Pflicht. Jeder, der nur irgendwie mit Metal oder Prog in Verbindung steht sollte es sein eigen nennen.

Nach dem "ruhigeren" Rage For Order Album hat man hier ein absolut kerniges Metalstück vor sich liegen und das killt ohne Ende! Thematisch wird ein Konzept verarbeitet, das ebenso genial ist. Hauptakteur ist "Nikki", der in die Psychiatrie eingeliefert wird und dort ruhig gestellt werden muß. Er erzählt seine Geschichte aus Macht, Religion, Intrigen, Aufständen, Hass und Liebe, die Aufschluß über seine Situation jetzt geben: 6:00 p.m. - I remember now. I remember how it started. I can't remember yesterday, I just remember doing what they told me ... told me ... told me... . In diese Situation wurde er von Dr. X gebracht. Dieser manipuliert seinen Geist und zwingt ihn, Sachen zu tun, die er sonst nie getan hätte. So wird er zum Spielball von Dr. X und weiß nicht was vorgefallen ist, da er zwischenzeitlich zum Junkie geworden ist. Ihm werden Morde angelastet und letztendlich endet er in der Klinik, um seine Abhängigkeit zu überwinden. Die ganze Geschichte läuft im Zeitraffer vor seinen Augen ab und diese eine Minute erzählt das Album. 6.01 p.m. - "I remember now."

Musikalisch hat man die verschiedenen Stimmungen hervorragend umgesetzt. "Mindcrime" ist ein Album aus einem Guß. Am Besten man lauscht ihm ganz und in voller Länge über den Kopfhörer. Zu erwähnen sei noch, daß man sogar weiblichen Gesang mit eingebaut hat, um die Freundin Nikkis realistisch darzustellen. Besonderes Highlight ist demnach auch das epische "Suite Sister Mary", welches sagenhaft gut daherkommt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2002
Letzte Änderung: 29.3.2004
Wertung: 14/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Operation: Mindcrime ist ein Konzeptalbum, das die Geschichte eines Mannes erzählt, der sich, frustriert über die amerikanische Gesellschaft, einer Untergrundorganisation anschließt. Diese wird von Dr. X angeführt, der den Protagonisten mittels Drogen und Gehirnwäsche dazu anstiftet, Anschläge auf korrupte Politiker auszuüben. Dabei dient das Wort „Mindcrime“ als Schlüssel.

Ein korrupter Priester, Father William, bringt den Protagonisten mit Schwester Mary, einer ehemaligen Prostituierten, zusammen. Die sich nun entwickelnde Freundschaft lässt den Killer an der Rechtmäßigkeit seiner Taten zweifeln. Als Dr. X das bemerkt, erteilt er ihm den Auftrag, Mary und den Priester zu töten. Der Protagonist tötet den Priester, er und Mary beschließen aber, die Organisation zu verlassen. Als Dr. X das erfährt, lässt er Mary töten.

Daraufhin beginnt die Psyche des Protagonisten zu zerbröckeln. Er läuft durch die Straßen und ruft ihren Namen. Als die Polizei ihn aufgreift, wird er des Mordes an Mary und weiterer Morde verdächtigt. Aber er kann sich an nichts erinnern. Im Krankenhaus gelandet, triggern dann aber Berichte über politische Morde sein Gedächtnis…

Diesem Album hängt seit seiner Veröffentlichung eines der größten Missverständnisse der Proggeschichte an: Es wird nämlich für ein Progmetal-Album gehalten. Dabei ist es, genauer behört, weder noch. Macht man Metal an den üblichen Charakteristika fest, verzerrter Gitarrensound, Shredding, Blastbeats, hat man mit „Operation: Mindcrime“ über weite Strecken doch eher ein Hardrock-Album vor sich. Na, vermutlich passt der Ausdruck „Powermetal“ noch besser. Dennoch: Die Verwandtschaft zu dem, was Bon Jovi damals gemacht haben, als Jon noch lange Haare hatte, so ein all american corporate Rock, ist evident und kann wohl kaum ernsthaft weggeleugnet werden. Für uns interessanter ist der Progaspekt und da ist hier schlicht Fehlanzeige. Das Album enthält einfach keinen Prog. Gar keinen. Der Wechsel von 5/8- und 3/8-Takten am Beginn von „The Mission“ reißt es da auch nicht raus, das Stück ist viel eher von Led Zeppelin als vom Prog her gedacht - und wer böswillig ist, rechnet auch noch mal eben 3 und 5 zusammen. Geradezu lächerlich wird es aber, wenn „Operation: Mindcrime“ auch noch (wie etwa von der deutschen Wikipedia festgehalten) für das erste Progmetal-Album der Geschichte gehalten wird. Wer das behauptet, kennt ein paar ziemlich wichtige Alben von Watchtower und Fates Warning nicht, und kulturgeschichtliche Entwicklungen laufen darüber hinaus sowieso vollkommen anders ab. So etwas wie ein erstes Progmetal-Album gibt es ebensowenig wie ein erstes Progalbum, eine erste gotische Kirche oder ein erstes barockes Gemälde.

Ich ahne aber, wie es zu der Auffassung kommt, „Operation: Mindcrime“ sei ein Progmetal-Album. Die Scheibe ist, wie gesagt, ein Konzeptalbum. Und weil es im Prog so besonders viele Konzeptalben gibt (ist das überhaupt so?), ziehen viele den Umkehrschluss, Konzeptalben seien schon per se Prog. Das Konzeptalbum ist aber alles andere als eine Bedingung des Progressive Rock, ja nicht einmal eines seiner besonderen Kennzeichen. Denn ob Songs durch ein gemeinsames Konzept verknüpft sind oder nicht, hat im Rock nun einmal in den meisten Fällen weit stärkeren Einfluss auf den Text als auf die Musik. Progressive Rock dagegen ist eine Frage der Musik, nicht ihrer Organisation. Alles andere wäre auch absurd! Dann wäre ja „Pet Sounds“ von den Beach Boys Prog, dann wäre „Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy" von Elton John Prog und dann wäre Amanda Lears „Incognito“ Prog. Absurd, wie gesagt.

Nein. „Operation: Mindcrime“ ist kein Progalbum. Wenn es überhaupt irgendeine Wirkung auf den Progressive Rock hatte, dann bestand die darin, dass seit 1988 einige glauben, Progmetal sei so etwas wie Powermetal mit Keyboards, Konzept und dunkel munkelnden Sprechpassagen zwischen den Songs. Diese Überzeugung mag Wirkung gezeigt haben, das macht sie aber nicht richtiger. Wozu auch? Denn „Operation: Mindcrime“ mag vielleicht als Progalbum versagen - aber es ist ein verdammt gutes Powermetal-Album. Dass es mit Progressive Rock so rein gar nichts zu tun hat, ändert daran nicht ein Jota.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.5.2013
Letzte Änderung: 16.5.2013
Wertung: 6/15
Das sind Progpunkte! Was das Album als Metal-Album leistet, steht auf einem anderen Blatt.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Queensrÿche

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 The Warning 10.00 2
1986 Rage for Order 10.00 2
1990 Empire 7.00 1
1994 Promised Land 8.00 1
1997 Hear In The Now Frontier 4.50 2
2003 Tribe 11.00 1
2004 The Art of Live (DVD) 5.00 1
2006 Operation: Mindcrime II 11.00 1

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