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Sieges Even

A Sense Of Change

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: SPV / Steamhammer
Durchschnittswertung: 13.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jogi Kaiser Vocals
Oliver Holzwarth Bass
Markus Steffen Guitars
Alex Holzwarth Drums

Gastmusiker

Thomas Hellhake Violine
Stephanie Luhmer Violine
Ilse Stemplinger Viola
Renate Matthias Cello

Tracklist

Disc 1
1. Prelude: Ode To Sisyphus 1:54
2. The Waking Hours 4:44
3. Behind Closed Doors 4:46
4. Change of Seasons 5:39
5. Dimensions 8:17
6. Prime 5:26
7. Epigram For The Last Straw 7:32
8. These Empty Places 9:40
Gesamtlaufzeit47:58


Rezensionen


Von: Günter Schote @ (Rezension 1 von 2)


Sicher habt ihr viele CDs im Schrank, die ihr sehr schätzt, aber selten hört. Mir jedenfalls geht es so mit vielen CDs. Umso erstaunlicher, dass ich seit Anfang der 1990er immer und immer wieder "A Sense of Change" in den Player schiebe. Ich habe oft den Eindruck, dass "A Sense of Change" heutzutage gegenüber den jüngeren Veröffentlichungen von Sieges Even bzw. Subsignal zu wenig Beachtung findet. Dazu gibt es keinen Grund, ganz im Gegenteil.

Auch Prog-Fans wie ich, die dem Metal nicht wirklich gewogen sind, sollten diese CD checken. Check! Check! Check! Warum? Weil sie – leider anders als der eine oder andere Klassiker der frühen 90er – auch fast 20 Jahre nach Veröffentlichung noch immer modern und vor allem originell klingt und dabei sehr, sehr gute Musik zu bieten hat.

Als der Nachfolger zu "Steps" 1991 in die Läden kam, schlug ich sofort zu ohne vorab unter den Kopfhörern zu verschwinden. Dem Booklet nämlich war zu entnehmen, dass die Band einen neuen Sänger an Bord hatte – dies wertete ich als "Entwarnung". Wenngleich ich Jogi Kaiser ebenfalls nicht in die Hall-of-Fame der Sänger wählen würde, so war er doch ein gewaltiger Fortschritt gegenüber seinem Vorgänger.

"A Sense of Change" ist ein tolles Werk geworden, das jedem Rush-Fan gefallen sollte. Die von Sieges Even gespielte Rockmusik bewegt sich ab und an der Grenze zum Metal, überschreitet diese aber kaum, eigentlich nie. Durch die ständigen Rhythmuswechsel (prächtig spielende Rhythmusfraktion übrigens) wirkt jeder Song recht komplex, die von Markus Steffen gespielte Gitarre ist melodisch und rockig! Für mich klingt die Musik stets "sommerlich" und "mediterran" – aber dies hat Gründe...

"These Empty Places" ist sicherlich der Höhepunkt des Albums: ein bedächtiges Intro von Markus Steffen, gelungen verbundene Parts, tolle Melodien und dies alles mit einer Spielfreude dargeboten, die mir fast aus den Boxen entgegen zu springen scheint. Doch grundsätzlich ist jeder einzelne Song top. Ich denke, dass dies eine der stärksten CDs der 90er aus Deutschen Landen ist.

Allein "Change of Seasons" mit seinen Streichern fällt der Skip-Taste gelegentlich zum Opfer. Eigentlich ungerecht.

PS: 1992 verbrachte ich nach dem Abi zwei Wochen mit Freunden auf Mallorca. Ich hatte meine Kassetten für den Ghettoblaster zuhause vergessen und somit war nur das im Gerät befindliche Tape für 14 Tage unser Soundtrack. Seite 1: "Steps", Seite 2: "A Sense of Change". Einige der Jungs halten sich noch heute des "nervösen Schlagzeugers" wegen für traumatisiert.

Anspieltipp(s): The Waking Hours
Vergleichbar mit: Am Ende doch mit Rush
Veröffentlicht am: 1.4.2010
Letzte Änderung: 10.10.2013
Wertung: 12/15
Langlebig!

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Von: Michael Hirle @ (Rezension 2 von 2)


"Steps" war der Winter. Kristallklare Gitarrenlinien sponnen sich zu Labyrinthe. Es dauerte Stunden, Tage, Wochen bis man sie aufgefädelt und durchdrungen hatte. Die Mühe lohnte sich, nicht umsonst zählt Steps zu DEN Progmetalklassikern überhaupt.

"A Sense of Change" ist der Frühling. Das Eis getaut. Die Trampelpfade des Vorgängers kann man getrost verlassen. Verlaufen wird man sich nicht mehr. Jetzt darf man die Landschaft genießen. Alles ist von der Frühlingssonne ausgeleuchtet, alles darf nun in einem neuen Licht erstrahlen.

Die Mittel sind fast dieselben. Überwiegend cleane Gitarren, hektisches Schlagzeug und halsbrecherische Bassläufe. Das Gerüst steht so massiv wie beim Debüt. Doch etwas ist anders. Zwei Dinge. Zuvorderst der Gesang. Franz Herde lieh der Winterplatte mit seinen dissonanten Gesangslinien die perfekte Stimme. Für den Frühling musste er weichen. Jogi Kaisers Stimme ist farbiger, wärmer ... sie fügt sich widerstandslos in das instrumentale Gerüst ein. So kann die Musik fließen.

Das führt zum zweiten Punkt. Die Stimmung. Trotz aller instrumentaler Finessen schwebt eine unglaubliche Ruhe über den Songs. Alles fügt sich logisch an- und ineinander. Nirgends rutscht der Farbpinsel mal quer übers Bild ... nichts lässt aufschrecken ... "A Sense of Change" bleibt in sich geschlossen und bietet in seinen Einzelteilen trotz allem einige der schönsten Momente des Progressiven... ja was isses eigentlich ... für Metal ist es zu filigran ... für Rock zu anspruchsvoll ... am ehesten vielleicht Klassik mit Gitarren. "The Waking Hours", "Dimensions", "Prime" "These Empty Places" ... Klassiker reiht sich an Klassiker. Bisher hab ich die Note noch nicht gezückt ... hier stehe ich und kann nicht anders. (Wahrlich, hier sind) Meister (am) Werk

Anspieltipp(s): The Waking Hours, Dimensions, These Empty Places
Vergleichbar mit: Sieges Even, Rush, Police, Watchtower
Veröffentlicht am: 3.1.2012
Letzte Änderung: 3.1.2012
Wertung: 15/15
Sternstunde des deutschen Prog

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sieges Even

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Life Cycle 13.00 1
1990 Steps 12.00 2
1995 Sophisticated 9.00 1
1997 Uneven 12.00 1
2005 The Art of Navigating by the Stars 11.67 3
2007 Paramount 9.00 2
2008 Playgrounds 11.00 1

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