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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Kansas

Kansas

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: Epic
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Phil Ehart drums
Dave Hope bass guitar, vocals
Kerry Livgren guitars, keyboards, vocals
Robbie Steinhardt violin, lead vocals
Steve Walsh keyboards, congas ,lead vocal
Rich Williams guitar

Tracklist

Disc 1
1. Can I Tell You 3.31
2. Bringing It Back 3.33
3. Lonely Wind 4.15
4. Belexes 4.22
5. Journey From Mariabronn 7.55
6. The Pilgrimage 3.41
7. Apercu 9.44
8. Death Of Mother Nature Suite 7.43
Gesamtlaufzeit44:44


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 3)


Das titellose Debüt von 1974 wird mit dem eingängigen und erdigen Rocksong "Can I Tell You" eröffnet, der bereits 1972 aufgenommen wurde. Hier setzt aber das frenetische Geigenspiel von Robby Steinhardt erstmals ein für den späteren Kansas-Sound charakteristisches Merkmal. Mit der nachfolgenden Coverversion des J. J. Cale Titels "Bringing It Back" folgt ein ebenso bodenständiger Titel, der keine nachfolgende symphonische und progressive Ausrichtung erwarten lässt. Mit "Lonely Wind" steht eine atmosphärische Ballade auf dem Programm, die mit gefühlvollem Gesang von Steve Walsh glänzt. Qualitativ wird hier die doch reichlich abgedroschene Ballade "Dust In The Wind" um Längen übertroffen.

Nach dem ebenfalls überzeugenden "Belexes" holen Kansas in Form des Titels "Journey From Mariabronn" zum großen symphonischen Wurf aus. Nachdem man denkt, dass hiermit schon das progressive Pulver verschossen wäre, folgt nach "The Pilgrimage" mit "Apercu" eine weiteres komplexes Highlight. Gerade dieser Titel gehört zu den wohl am meisten unterschätzten und ignorierten im Repertoire von Kansas. Diese Komposition glänzt mit vielschichtigen musikalischen Arrangements und bietet Symphonic-Rock der Extraklasse.

Der abschließende Titel "Death Of Mother Nature Suite" fällt demgegenüber aber dann doch ab und wirkt in seiner ganzen Schroffheit irgendwie unvollendet. Dies soll aber den überaus positiven Gesamteindruck des Debüts von Kansas keinesfalls trüben und es kann das Fazit gezogen werden, dass die Band ihren eigenen Stil bereits schon frühzeitig gefunden hatte.

Anspieltipp(s): Journey From Mariabronn
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.5.2003
Letzte Änderung: 23.5.2003
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Es gibt keine einflussreichere und qualitativ hochwertigere amerikanische Progband als Kansas. Auf ihren besten Alben, d.h. denen aus den 70er Jahren, verstehen es die Jungs aus Kansas (!), eine sehr amerikanische Mischung aus Progressive Rock und Americana zu spielen, quasi ein gut rockender Mix aus Emerson Lake & Palmer und Eagles plus rauschhafter Fiedel und einnehmendem Harmoniegesang.

Dass das, was man auf dem Debut Kansas hört, schon ziemlich ausgereift klingt, hat seinen Grund darin, dass die Band und ihre Vorläufer bereits fünf Jahre lang on the road musizierten bevor es zum Plattendebut kam. Einige vorzügliche ältere Aufnahmen von Kansas sind auf dem Proto-Kaw-Album Early Recordings From Kansas 1971-1973 zu hören.

Das Debut aber ist ein vor Energie berstendes, äußerst dynamisches Stück feinsten Progressive Rocks sehr eigener Prägung geworden: einerseits sehr rockig-bodenständig, andererseits aber auch voller progressiver Wendungen und atemraubender Soli an Geige, Orgel, Synthie und Gitarre. Mit Journey from Mariabronn ist auch ein all-time-fave auf dem Album enthalten, der auf keiner Kansas-Kompi fehlen sollte und bis vor ein paar Jahren noch zum Live-Repertoire der Band zählte. Aber auch die kürzeren Stücke haben es in sich. Man sollte sich da nicht täuschen lassen und lieber staunen, was die Burschen da so alles in so kurzer Zeit unterbringen...!

So weit weg von jeglichen kommerziellen Zugeständnissen haben Kansas - vielleicht abgesehen von dem Nachfolge-Album Song for America - nie wieder geklungen. Die Frische und einzigartige Mixtur ihrer Musik blieb allerdings noch eine Weile auf den Alben der 70er erhalten, die mit diesem aufregenden Debut bereits furios ihre ganz eigene Richtung erhielten.

Anspieltipp(s): Can I tell you, Journey from Mariabronn
Vergleichbar mit: stilprägend!
Veröffentlicht am: 18.8.2011
Letzte Änderung: 23.6.2012
Wertung: 12/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


Der Einstieg von Kansas ins Rockgeschäft findet auf einem in technischer Hinsicht beachtlichen Niveau statt. Schon "Can I Tell You" fährt die typische Hardrock-Instrumentierung (Zerrgitarre, Orgel), Robbie Steinhardts Geige sowie den ausgefeilten zweistimmigen Gesang von Steve Walsh und Kerry Livgren auf. Letzterer ist wohl auch das bestimmende "amerikanische" Element im Sound von Kansas, denn ad hoc erinnert mich dieser Gesangsstil doch an Kapellen wie Grand Funk Railroad.

Wenn man "Kansas" anmerkt, dass es sich hierbei erst um das Debüt handelt, dann ist das der Fall bei den Kompositionen. Zum Einen hat die Band ihr Zusammenspiel noch nicht optimiert; derartige Versuche wie z.B. beim Hauptriff von "Belexes" klingen zwar nicht schlecht, aber man kann sich gut ausmalen, wie die Band das auf "Point Of Know Return" hinbekommen hätte. Ein schönes Beispiel hierfür wäre noch der Vergleich zwischen den beiden melodisch recht ähnlichen "Abfahrten" der gesamten Band in der "Death Of Mother Nature Suite" (ab 3:20) und "Closet Chronicles" (ab 4:30), wo das Konzertieren im Jahre 1978 wesentlich homogener wirkt. Interessanterweise erinnert mich der genannte Einsatz auf "Kansas" noch eine Passage von Mike Oldfields im gleichen Jahr veröffentlichten "Hergest Ridge", aber das nur am Rande.

Zum Anderen ist die kompositorische Substanz des Materials noch nicht so ausgefeilt wie später, wofür auch die Anzahl an eher simplen Rocknummern spricht. Die Longtracks ("Apercu", "Death Of Mother Nature Suite", "Journey From Mariabronn") haben wiederum das Manko, nicht so wirklich zur Ruhe zu kommen. Die ganz großen Romantizismen und dramatische Wendungen wie in "The Pinnacle" oder "Magnum Opus" gibt es hier noch nicht. Ansonsten ließe sich noch anmerken, dass auf dem ganzen Album die berüchtigten instrumentalen Freakouts noch eher selten eingesetzt werden. Und außerdem wirken viele Instrumentalpassagen doch etwas improvisiert, da steckte auf den späteren Alben auch mehr Programmatik hinter.

Na ja, ich will ja nicht nur meckern. Der Punkt ist ja der, dass Kansas hier recht hoch anfangen, aber sich eben noch deutlich steigern werden. Wie schon gesagt: Ein beachtliches Debüt.

Anspieltipp(s): Journey From Mariabronn, Belexes
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.8.2011
Letzte Änderung: 20.8.2011
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kansas

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Masque 10.33 3
1975 Song For America 12.33 3
1976 Leftoverture 13.00 3
1977 Point Of Know Return 13.00 3
1978 Two For The Show 13.00 2
1979 Monolith 10.00 3
1980 Audio Visions 6.00 2
1982 Vinyl confessions 7.50 2
1983 Drastic Measures 2.00 2
1986 Power 8.00 1
1988 In The Spirit Of Things 7.00 1
1993 Live at the Whisky 11.00 1
1994 Box Set 12.00 1
1995 Freaks Of Nature 10.00 1
1998 Always Never The Same (featuring The London Symphony Orchestra) 7.00 1
1998 King Biscuit Flower Hour Presents 10.00 1
2000 Somewhere To Elsewhere 10.00 1
2003 Device - Voice - Drum 10.33 3
2004 Sail On - The 30th Anniversary Collection - 1
2009 There's Know Place Like Home 11.00 1
2009 Original Album Classics - 1
2015 Miracles Out Of Nowhere (CD/DVD) 12.50 2
2016 The Prelude Implicit 9.00 2
2017 Leftoverture Live & Beyond 12.00 1

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