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Triumvirat

Spartacus

(Siehe auch: Leitfaden "Deutscher Prog der 70er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Harvest/EMI
Durchschnittswertung: 9/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Helmut Köllen bass,guitars,vocals
Hans Bathelt drums
Jürgen Fritz keyboards

Tracklist

Disc 1
1. The capital of power 3.13
2. The school of instant pain

1. Proclamation
2. The gladiator's song
3. Roman entertainment
4. The Battle

6.22
3. The walls of doom 3.56
4. The deadly dream of freedom 3.54
5. The hazy shades of dawn 3.09
6. The burning sword of Capua 2.41
7. The sweetest sound of liberty 2.35
8. The march to the eternal city

1. Dusty road
2. Italian improvisation
3. First success

8.46
9. Spartacus

1. The superior force of Rome
2. A broken dream
3. The finale

7.38
10. The capital of power (live)   (cd bonus track) 3.16
11. Showstopper   (cd bonus track) 3.37
Gesamtlaufzeit49:07


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 5)


Diese Scheibe weckt bei mir derart zwiespältige Gefühle, dass ich die Sache von zwei Standpunkten aus angehen möchte.

Zwiespältiges: Auf "Spartacus" präsentieren sich Triumvirat als ziemlich unverschämter Emerson, Lake & Palmer-Klon. Das bezieht sich auf die zahlreichen Bearbeitungen von ELP-Arrangements und von ELP-Kompositionen, die m.E. auf "Spartacus" über das Akzeptable hinausgehen. Dass der Sänger/Gitarrist/Bassist Köllen mit seinen schnulzigen Balladen Greg Lake nacheifert, bleibt in diesem Zusammenhang zweitrangig, da Köllen zumindest wirklich Eigenes komponiert.

Positives: Die konkreten kompositorischen Anleihen sind so clever ausgearbeitet, dass jeden ELP-Fan sofort ein "deja vu"-Erlebnis ereilt. Daher darf der notorisch nach Keith Emerson klingende Jürgen Fritz die Stücke noch mit eigenem Namen unterschreiben, ohne dabei rot werden zu müssen. Ausnahmsweise erinnern grosse Teile von "The march to the eternal city" an Eloy aus der Zeit von "Ocean".

Unter dem Strich bieten Triumvirat mit "Spartacus" eine Portion ausgezeichneten, keyboardbestimmten Prog-Rocks, leider tendiert hier der Eigenständigkeitsfaktor gegen null.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.10.2002
Letzte Änderung: 15.9.2013
Wertung: 9/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 5)


Mit dem Konzeptalbum "Spartacus" liegt ohne jeden Zweifel das mit Abstand beste Album von Triumvirat vor. Der Band um Keyboarder Jürgen Fritz ist hiermit ein Paradebeispiel für den keyboardorientierten Progressive Rock der 70er Jahre gelungen, der sich im Kielwasser von ELP bewegt. Das volumnöse Spiel von Fritz und die perfekte Beherrschung des analogen Tastenarsenals prägen den Sound auf "Spartacus". Auch der Gesang des leider viel zu früh verstorbenen Bassisten Helmut Köllen ist hochklassig und hebt sich angenehm vom üblichen Krautrock-Niveau ab. Sein markanter Bass und das variantenreiche Schlagzeugspiel von Hans Bathelt treiben die Songs des Konzeptes um den von Spartacus initiierten Sklavenaufstand in seiner ganzen Dramatik ungemein effektiv voran.

Bei all der pulsierenden Energie wird der Hörer beispielsweise auch in Form der melancholischen Titel "The Deadly Dream Of Freedom" und "The Sweetest Sound Of Liberty" die Gelegenheit gegeben, mal ein wenig Luft zu holen. Hier dominiert Helmut Köllen mit seinem wunderbar gefühlvollen Gesang und greift auch mal zur akustischen Gitarre. Diese besinnliche Atempause reiht sich somit perfekt in das Konzept von "Spartacus" ein.

Mit "The March To The Eternal City" wird die bombastischste Phase des gesamten Albums eingeleitet. Dabei besteht ein markanter Kontrast zwischen den ausufernden Synthiestrukturen und dem melancholischen Gesang. Mit dem Part "Italian Improvisation" leiten dann aber ein pulsierender Bass und ein treibendes Schlagzeug einen atemberaubenden Instrumentalteil ein, in dem Jürgen Fritz seine Tasten in frenetischer Manier bearbeitet. Mit dem Eingangsthema klingt dieser Titel dann aus.

"Spartacus" schließt dann dieses Meisterwerk ab und bietet einen spannungsgeladenen Wechsel aus melancholischem Gesang, quirligen Keyboardläufen sowie auch dynamischen Gesangspassagen. In diesem großen Finale kulminiert die im Lauf des Konzeptalbums aufgebaute Spannung und viele Ideenansätze finden sich hier wieder.

Triumvirat ist es mit "Spartacus" gelungen, sich wohl bis in alle Ewigkeit in die oberste Riege der in klassischer Dreimann-Besetzung spielenden keyboardorientierten Bands einzureihen. Es ist keinesfalls eine Übertreibung, von einem epochalen Meisterwerk zu sprechen.

Anspieltipp(s): The School Of Instant Pain, The March To The Eternal City
Vergleichbar mit: ELP, aber kein Klon!
Veröffentlicht am: 26.10.2002
Letzte Änderung: 26.10.2002
Wertung: 13/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 3 von 5)


Ich kann Siggy nur zustimmen! Triumvirat kopieren auf dieser Scheibe (aber auch schon vorher) ELP auf die penetranteste Weise! Das machen sie zwar ausgezeichnet, aber es nervt, insbesondere, da ich den Werken von Emerson und Kollegen gegenüber auch ein etwas zwiespältiges Verhältnis habe. Aber, wer ELP liebt und "more of excactly the same" haben will (inklusive Lake-Kitsch), kann hier bedenkenlos zugreifen! Besser als das, was ELP nach "Brain Salad Surgery" gemacht haben, ist diese Scheibe hier allemal! Produktion und Beherrschung der Instrumente: 12, Originalität: 0, macht zusammen: 6 Punkte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.5.2003
Letzte Änderung: 22.2.2007
Wertung: 6/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 4 von 5)


Ich will hier mal garnicht so viel sagen, weil meine Vorredner sich mit der Beschreibung der Musik schon einige Mühe gegeben haben. Nur soviel: Triumvirat sind meines Erachtens wesentlich glatter als ELP, erst recht auf dieser Scheibe, deren Stücke im Gegensatz zu den Vorgängern nicht die epischen Ausmaße annehmen. Während ELP auch durchaus mal mit Avantgarde kokettierten, bleiben Triumvirat eigentlich immer auch für Non-Progger einigermaßen hörbar bis zur Trivialität.

Spartacus ist trotzdem mein Favorit von Triumvirat, was aber nicht allzu viel heißt, weil ich der Musik dieser Band allgemein nicht viel abgewinnen kann.

Anspieltipp(s): Spartacus
Vergleichbar mit: ELP
Veröffentlicht am: 21.7.2003
Letzte Änderung: 21.7.2003
Wertung: 7/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 5 von 5)


Triumvirat sind neben Eloy vielleicht die umstrittenste deutsche Progband - die sehr unterschiedlichen Bewertungen auf diesen Seiten machen das deutlich. Der Vorwurf des ELP-Kopierens ist sicher nicht ungerechtfertigt, aber Klon hin, Klon her - es macht einfach Spaß, dem virtuosen Keyboardgeflitze von Jürgen Fritz zuzuhören, gerade in den langen Instrumentalpassagen. Die beiden Stücke von Sänger Helmut Köllen finde ich dagegen nicht so schmalzig-schleimig wie manche Greg-Lake-Schnulze, eher betrachte ich sie als kleine Erholung zwischen Fritz' Tastenattacken.

Wer auf ELP steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. "Spartacus" ist sicherlich der Höhepunkt im Schaffen der Kölner Formation.

Anspieltipp(s): The March to Eternal City
Vergleichbar mit: ELP ;-)
Veröffentlicht am: 3.9.2005
Letzte Änderung: 3.9.2005
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Triumvirat

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Mediterranean Tales 8.00 4
1974 Illusions on a double dimple 8.60 5
1976 Old Loves Die Hard 7.67 3
1977 Pompeii 8.00 3
1978 A la carte 2.00 1
1980 Russian Roulette 1.50 2

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