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Art Zoyd

Metropolis

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: in-possible records
Durchschnittswertung: 14/15 (1 Rezension)

Besetzung

Serge Bertochi Sax, Tubax
Didier Casamitjana Acoustic & electronic Percussion
Laurence Chave Acoustic & electronic Percussion
Patricia Dallio Sampler, Keyboards
Yukari Hamada-Bertochi Sampler, Keyboards
Gérard Hourbette Sampler, Electronics
Kasper T. Toeplitz Elektronics, Bass

Gastmusiker

Ensemble Musique Nouvelles Streicher ("Appars")
Jean-Paul Dessay Dirigent ("Appars")

Tracklist

Disc 1
1. Metropolis

1. Générique 4:17
2. La Ville d'En Bas 2:31
3. Les Jardins Éternels 5:45
4. La Salle des Machines 5:12
5. La Ville 1:53
6. La Nouvelle Tour de Babel 7:01
7. Le Complot 4:37
8. Freder et Josaphat 1:10
9. L'Homme Mince - Le Travailleur 11811 4:27
10. Rotwang L'Inventeur 2:40
11. Apparation du Robot 2:04
12. Le Descente vers les Catacombes 6:37
13. La Légende de la Tour de Babel 3:08
14. Dans l'Attente du Médiateur 2:23
15. Maria et Feder 4:52
16. Scène de Maria dans les Catacombes 3:55
17. La Mort et les Statues 2:10
18. Maria Prisonnière 1:07
19. Métamorphose du Robot 2:42
20. Maria - Robot 1:47
21. Aparition et Danse Charnelle de la Femme-Robot 3:15
22. Le Triomphe de la Mort 1:17

Gesamtlaufzeit74:50
Disc 2
1. Metropolis (Fortsetzung)

1. Les Nuits de Yoshiwara 3:44
2. Le Prêche contre les Machines 2:41
3. Maria est libre 0:27
4. La Révolte des Profondeurs 1:50
5. L'Ouvertures des Portes 0:58
6. L'Inondation 3:11
7. L'Ascension des Enfants 4:05
8. Danse des Ouvriers sur les Ruines 0:47
9. Maria - Robot au Bûcher 5:57
10. La Poursuite 4:29
11. Le Cour Médiateur 5:17

2. Le Chat de Schrödinger 24:08
3. Appars 18:01
Gesamtlaufzeit75:35


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Metropolis" ist das bis dato umfangreichste Soundtrack-Projekt von Art Zoyd. Nach "Nosferatu", "Faust" und "Häxan" unterlegten Gerard Hourbette, Patricia Dallio und Kasper T. Toeplitz den Stummfilmklassiker von Fritz Lang mit neuen Tönen. Das Ergebnis wurde erstmals auf dem Filmfestival von Salisbury im Mai 2001 aufgeführt. Für die Realisierung dieses Werkes rekrutierte Houberte eine ganze Reihe neuer Musiker, so daß Art Zoyd derzeit ein Septett darstellt. Nach dem Ausstieg von Daniel Denis, der sich wieder voll und ganz seiner Band Univers Zero widmet, sind mit Hourbette und Patricia Dallio nur noch 2 Mitglieder der alten Art Zoyd Besetzung übrig geblieben.

"Metropolis" ist ein, passend zur Thematik, sehr maschinelles, sehr perkussives Album geworden. Wie die Lebensgeräusche einer gigantischen Maschine spult sich dieser Soundtrack ab. Klänge, Geräusche und Rhythmen werden hier aneinder gereiht, deren Ursprung (ob nun elektronisch, akustisch oder vom Sampler) nur noch schwer zu ergründen ist. Genauso unergründlich sind letztendlich die Beiträge der einzelnen Musiker. Irgendwelche Soli oder virtuose Schaustückchen sind hier nicht zu finden. Wie Hourbette recht treffend im Booklet feststellt, ist dieses Werk ein gigantischer Maelstrom aus Klängen, Geräuschen und Musik. Melodien oder tonale Klangfolgen sucht man hier oft vergebens. Neben "Nosferatu" ist dies wohl die dissonanteste und eigenartigste Musik, die Art Zoyd bisher produziert haben. Wie ein Spiegelbild eines düsteren, maschinellen Zeitalters fluten hier mitunter äusserst heftige, industriell-elektronische Klangmassen auf den Hörer ein, oft bis an die Schmerzgrenze. Aber es gibt auch Momente von eigentümlicher, kaputter, aber grandioser Schönheit (so wie man vielleicht die riesigen Ruinen eines Stahlwerks als schön empfindet). Vermutlich wirkt dieses Klangwerk noch um einiges stärker, wenn man den Film dazu sieht, aber wie schon immer bei Art Zoyd, funktioniert die Musik auch alleine - im Hirn des Hörers entsteht ein neuer, eigener Film, wenn man sich darauf einläßt.

Neben dem Metropolis-Soundtrack gibt es noch zwei weitere Stücke auf dieser Doppel-CD. "Chat de Schrödinger" ist die Begleitmusik zum gleichnamigen Ballett von Karole Armitage. Auch dieses Stück ist sehr rhythmisch-maschinell, ist klanglich "Metropolis" sehr verwandt und könnte fast als Destillat des umfangreicheren Soundtracks bezeichnet werden. Für mich ist es das stärkste Werk auf dieser CD, mit stellenweise fast apokalyptischer Intensität. "Appars" dagegen ist sehr seltsam. Komponiert von Toeplitz, bietet es eigenlich nur stark verfremdete, windartige Klangmassen, die von perkussiven Paukenklängen unterlegt sind. Dazu intonieren die Streicher des Ensemble Musiques Nouvelles monotone, hypnotische Klangflächen. Das Ganze erinnert an die monotonalen Klangmassen eines Giacinto Scelsi. Beeindruckend fremdartig!

Mit Rock hat das Ganze natürlich nicht mehr viel zu tun. Dies ist eine eigenständige, zeitgenössische, elektroakustische Ensemblemusik, die sich genauerer Klassifizierung entzieht. Faszinierend ist das Ganze, aber sicherlich nicht jeden Proghöres Sache. Trotzdem sei dieses Album allen unerschrockenen Klangfetischisten, die ihren Horizont erweitern wollen, sehr empfohlen! Eine grandiose Scheibe!

Anspieltipp(s): Chat de Schrödinger
Vergleichbar mit: ?
Veröffentlicht am: 28.10.2002
Letzte Änderung: 8.5.2007
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Art Zoyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 Symphonie pour le Jour où Brûleront les Cités (Originalfassung) 12.00 1
1979 Musique pour l'Odyssee 13.00 1
1980 Génération Sans Futur 13.00 1
1981 Symphonie pour le Jour où Brûleront les Cités (Neueinspielung) 14.00 2
1982 Phase IV 14.00 1
1983 Les Espaces Inquiets 14.00 1
1985 Le Marriage du Ciel et de l'Enfer 14.00 1
1987 Berlin 13.00 1
1989 Nosferatu 14.00 2
1993 Marathonnerre I & II 12.00 1
1995 Faust 12.00 1
1997 Häxan 13.00 1
2001 u.B.I.Q.U.e 11.00 2
2006 Le champ des larmes 13.00 1
2008 La Chute de la Maison Usher 14.00 1
2011 Eyecatcher 13.00 1
2013 Armageddon 12.00 1
2018 Phase V 13.00 1

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