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Ritual

Ritual

(Archiv-Tipp 5/2005)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995
Besonderheiten/Stil: Folk; HardRock; Melodic Rock / AOR
Label: Musea
Durchschnittswertung: 13.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Patrik Lundström Vocals, Guitars
Fredrik Lindqvist Bass, Bouzouki, Mandolin, Recorders, Tin Whistle, Vocals
Johan Nordgren Drums, Mallets, Jaws-Harp, Vocals
Jon Gamble Keyboards, Harmonica, Vocals

Gastmusiker

Lotta Hasselquist Violin On Track 3,4,7,9
Mats "Gaffa" Karlsson Accordion On Seasong
Brigitta Ulfsson Narrator On Seasong

Tracklist

Disc 1
1. Wingspread 5:48
2. The Way of Things 3:35
3. Typhoons Decide 5:19
4. A little more like me 5:17
5. Solitary Man 8:11
6. Life has just begun 3:34
7. Dependency Day 4:45
8. Seasong for the Moominpappa 7:35
9. You can never tell 4:49
10. Big black Secret 6:56
11. Power Place 4:57
Gesamtlaufzeit60:46


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 3)


Dieses Debut-Album hat mich wie lange keines mehr einfach weggeblasen und war nicht mehr aus meinem CD-Player zu kriegen. Die Schweden, die immerhin die Flower Kings und Anekdoten zu ihren Freunden zählen, bringen eine absolut eigenständige, vor Kraft strotzende Mischung aus Folklore-Elementen, Powerrock a la Queen und proggigen Arrangements und Versatzstücken, eine Mischung voll von Experimentierfreude und Verspieltheit.

Dabei wirkt nicht immer alles wie aus einem Guß. Das gelingt auf den Folgealben besser. Auf RITUAL hört man ungeheuer melodischen Progrock z.T. mit Melodien zum "Mitgröhlen" (Wingspread, Dependence Day, You can never tell), Madrigalmäßiges (The Way of Things), Töne aus dem Froschtümpel (A little more like me), Sahne-Progger (Typhoons Decide, Solitary Man mit komplexer Songanlage und sehr proggigem Instrumentalteil mit Orgel und Fidel, Big Black Secret - tiefgründiger Prog) und auch total Abgefahrenes, Hörspielartiges (Seasong for the Moominpappa). Das ganze Sammelsurium schließt mit dem bedächtigen Power Place.

Die Texte von Ritual halten, was der Bandname verspricht: magische Naturverbundenheit scheint oft hervor. Eine kongeniale Ergänzung zur Musik.

Ach ja: Immer wieder werden als Referenzen Bands wie Yes und auch Gentle Giant genannt. Gentle Giant kann ich persönlich nicht so recht nachvollziehen, aber mancher Backgroundgesang (Wingspread) oder manches Gitarrenspiel (The Way of Things) erinnert kurzzeitig an Yes. Ist aber eher ein flüchtiger Eindruck. Das Gleiche trifft auf Genesis-Anklänge bei der Gitarre zu (bei Life has just begun erinnern mich einige Stellen an die Gitarrenarbeit von Anthony Philipps). Ja, und die Melodie der Strophen von Solitary Man lässt mich ebenfalls kurzzeitig an Deep Purple denken. Aber so geht es einem bei dieser Scheibe fortlaufend: Man meint etwas herauszuhören, aber die Versatzstücke sind so geschickt eingeflochten, dass sie sich organisch in den Stil der Band einpassen. Sonderklasse!

Anspieltipp(s): Big black Secret, Solitary Man
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.3.2003
Letzte Änderung: 12.5.2005
Wertung: 13/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 2 von 3)


RITUALs erstes Album ist in der Tat ein Album der Sonderklasse. Ein Mix aus Powerrock, folkloristischer Kammermusik und Progressive Rock. Das Ganze mit absolut perfekten Arrangements und sehr viel Fröhlichkeit und Gefühl. Auch haben die Jungs eine unerhörte Power und Drive. Die Verwandschaft zu Gentle Giant ist für mich recht nachvollziehbar (allerdings nur bei der Debut-Scheibe). Der Einsatz der elektrischen Geige, der Einsatz der Flöte, die kammermusikartigen Folkeinlagen, die Kombination von Mandoline und Akustik-Gitarren erinnern sehr an GG. Speziell "A little more like me" beginnt mit typischem "Giant"-Piano und wie die verzerrte elektrische Gittare dazu quäkt, selbst die Gesangsmelodien könnte ein Shulman oder Minnear komponiert haben.

Allerdings ist der Gesang von Patrik Lundström noch besser und beeindruckender als der von Shulman. Einen Vergleich zu Freddy Mercury könnte ich da durchaus nachvollziehen, weil der Mann einfach ebenfalls göttlich in Qualität, Reinheit, Höhe, Power und Gefühl singt. Die Stimme bläst einen förmlich weg. Ebenso erinnert der mittelalterliche Touch von "Dependance Day" und dessen mehrstimmige Gesangs-Arrangements stark an GG. Aber wie mein Vorredner schon schreibt, die Scheibe ist sehr vielschichtig. Mitgröll-Hymnen, Bombast-Prog (z.B. "Big Black Secret"), Folkrock und Powerrock werden so stimmig und perfekt miteinander verwebt und vorgetragen, daß ich um 15 Punkte nicht herumkomme. Hier sollte der Frickel-Fan als auch der Neo-Proggie ins schwärmen geraten!

Anspieltipp(s): The Way of Things, Typhoons Decide, Dependency Day, Big Black Secret
Vergleichbar mit: Gentle Giant, Queen
Veröffentlicht am: 16.8.2003
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 15/15
selbst wenn der Meilensteinstatus fehlt

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Meine erste Begegnung mit Ritual hatte ich während der Frühlings-Tournee 2004, als die Band zusammen mit Anekdoten auftrat. Es war von allen meinen Progkonzerten dasjenige mit den wenigsten Zuschauern (handgezählte 47 Stück) und definitiv eines der fantastischsten, die ich erlebt habe. Das lag nicht zuletzt an Ritual, die für meinen Geschmack auf einer Stufe mit dem offiziellen "Headliner" des Abends gespielt haben. Es ist also verständlich, wenn ich nach diesem Konzert noch um 75 Franken ärmer war. Das Debut der Schweden, welches nach dem Erfolg von Think Like A Mountain und den beiden neuen Kaipa-Outputs wiederveröffentlicht wurde, ist für mich das bis dato stärkste Album der Band.

Folkloristische Einlagen und Instrumentierung treffen auf hypnotisch-archaische, "urige" Rhythmen und ohrwurmige Melodien. Die Kompositionen glänzen durch Vielfalt und Ideenreichtum, bleiben allesamt sofort hängen, ohne banal zu sein und packen mich jedesmal von neuem.

Ritual beherrschen die härtere Gangart ebenso wie ruhige Momente. Sei es das treibende Wingspread oder das kraftvolle, beinahe hymnische Solitary Man, sei es das verspielt-fröhliche the way of things oder das witzige Seasong: jedes Stück ist eine Entdeckungsreise.

Ansonsten unterschreibe ich die Ausführungen meiner Vorredner, wenn ich auch all die aufgeführten Referenzbands, soweit ich sie denn kenne, nicht besonders ausgeprägt im Stile der Schweden wiederfinde.

Anspieltipp(s): Seasong for the Moominpappa, Solitary Man
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.1.2006
Letzte Änderung: 15.1.2006
Wertung: 12/15
starkes Debut!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ritual

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Superb Birth 8.50 2
1999 Did I go wrong (EP) 9.00 1
2003 Think Like A Mountain 10.33 3
2006 Live 10.67 3
2007 The Hemulic Voluntary Band 11.50 2

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