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Ocean Machine

Biomech

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Metal
Label: HevyDevy Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Devin Townsend Vocals, Guitar, Programming
J.R. Harder Bass
Marty Chapman Drums

Gastmusiker

Chris Valago Background Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Seventh Wave 6:49
2. Life 4:31
3. Night 4:45
4. Hide Nowhere 5:00
5. Sister 2:50
6. 3 AM 1:55
7. Voices In The Fan 4:39
8. Greetings 2:53
9. Regulator 5:06
10. Funeral 8:06
11. Bastard

1. Not one of the better days
2. The girl from Blue City

10:17
12. The Death Of Music 12:15
13. Thing Beyond things 4:47
Gesamtlaufzeit73:53


Rezensionen


Von: Jörg Graf @


Um's im Vorfelde klarzustellen: Eine Kritik zu diesem Album fällt mir nicht leicht. Die Musik stammt aus einer Nische des Bereichs Heavy Metal, die zuvor irgendwie noch niemand zu füllen vermochte. Einerseits entwickelte sich in den 90'ern der Gothic, der durch seine melancholische, getragene, aber auch fast immer rohe Spielweise und Produktion auffällt. Eine andere Spielart ist der Industrial, der durch saubere und soundgewaltige Produktion besticht, aber fast immer im Up-Tempo-Bereich landet. Devin Townsend, der sich mit seiner Band "Strapping Young Lad" bislang in letzteren Gefilden aufgehalten hat, trug seit Jahren die Idee zu einem Projekt ganz anderer Art mit sich herum.

Das Projekt "Ocean Machine" hatte das Ziel, ein atmospärisch-melancholisches Werk mit einem brachialen Soundgewitter zu schaffen. Dabei ist der Name Programm: Das ganze klingt durch Overdub- und Chorgesänge, Hall- und Delayeffekte und passende Synthisounds wirklich nach Ozean. Devin's Stimmenpalette tut ihr überiges dazu: Von zerbrechlich-erfrierend bis urschreimäßig hat er alles drauf. Das Album ist auf Konzept gemacht. Viele Titel gehören zusammen und gehen ineinander über. Der Sound hingegen wandelt sich eher wenig.

Der Opener "Seventh Wave" bemüht sich, den Hörer behutsam in die Klanglandschaft hineinzuführen, aber den vollen Umfang bereits schon erahnen zu lassen. "Life" (noch ein wenig poppig geraten), "Night" und "Hide Nowhere" präsentieren dann das Experiment mit voller Gewalt und Bandbreite. "Sister" ist mehr oder weniger das Fade Out zu diesem ersten Absatz.

Mit "3 am" läutet die nächste, erheblich experimentellere und sich selbst gegensätzlichere Runde ein. "Voices in the fan" gibt sich etwas beschaulicher und endet überraschenderweise mit einem wundersamen A-Capella-Chorsatz. "Greetings" beginnt als interessantes Duett mit Stimme und verzerrter Gitarre und steigert sich dann in den agressiven Höhepunkt "Regulator" hinein. "Funeral" gibt sich dann wieder sehr ruhig und bedrückend.

Es folgen dann zwei weitere längere Tracks. "Bastard" kehrt wieder zu den ausgeglicheneren Themen vom Anfang zurück, wirkt aber leider auch etwas langatmig. "The death of music" ist noch langatmiger geworden, obwohl die Idee einer Samplecollage zunächst recht interessant angefangen wird.

Die Ballade "Thing beyond things" gibt einen versöhnlichen Abschluss. Aber aufpassen: Die letzten 15 Sekunden sind Devins Urschrei gewidmet. Wer inzwischen eingeschlafen sein sollte, wird recht unsanft wieder geweckt.

"Biomech" ist für mich ein schönes Experiment geworden, da ein Stil kreiert wurde, auf den ich immer gewartet habe. Lediglich die letzten Tracks haben ihre Längen. Für die Spitzenklasse ist mir das Album allerdings noch nicht reif genug. Ob Progfans mit dieser Art von melodisch-düsteren Bombast-Overkill etwas anfangen können, ist fraglich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.5.2003
Letzte Änderung: 19.5.2003
Wertung: 12/15

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