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Clepsydra

More Grains Of Sand

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label:
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Aluisio Maggini Gesang
Lele Hofmann Gitarre
Philip Hubert Keyboards
Andy Thommen Bass
Pietro Duca Schlagzeug, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. The First Grain 0:45
2. Moonshine On Heights 7:13
3. Birthday Party 7:17
4. Eagles 5:55
5. Hold Me Tight 3:18
6. No Place For Flowers 8:04
7. The Outermost Bounds 2:54
8. Fly Man 4:10
9. The River In Your Eyes 8:45
10. Grain Dance 2:05
11. The Prisoner´s Victory 7:15
12. Vienna 4:40
13. The Last Grain 3:28
Gesamtlaufzeit65:49


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Nachdem Clepsydra mit ihrem in Eigenregie produzierten Debüt "Hologram" einen unerwarteten Achtungserfolg erzielt hatten, veröffentlichten sie 1994 ihr Nachfolgewerk "More Grains Of Sand". Bereits im Vorfeld dieser Veröffentlichung erschien auf dem französischen MSI-Sampler der für den ansonsten eher ruhigen Stil der Band überaus dynamische Song "Moonshine On Heights". Ursprünglich war gar nicht geplant, diesen Titel auch auf dem nachfolgenden Album zu veröffentlichen. Auf Drängen der Fans packte man diesen Titel aber doch noch auf die CD "More Grains Of Sand". Diese Entscheidung ist auf jeden Fall zu begrüßen, da somit ein idealer Opener vorliegt, der sich sogar hervorragend in das ruhige Konzept des restlichen Albums einfügt. Sänger Aluisio Maggini zieht hier schon alle Register seines Könnens und trägt seinen emotionalen Gesang voller Inbrunst vor. Sein italienischer Akzent ist zwar nicht zu überhören, stört aber kaum, da sein Gesang von Herzen kommt und nicht irgendwie aufgesetzt wirkt. Am Ende des Openers hört man übrigens einen gesprochenen Text, der von niemand anderem als Pendragon-Chef Nick Barrett auf einen Anrufbeantworter gesprochen wurde. Ist schon eine originelle Idee.

Die nachfolgenden Songs gehen alle nahtlos ineinander über und bilden eine Einheit. Die Texte haben größtenteils die verschiedensten zwischenmenschlichen Beziehungen zum Inhalt. Ein Konzeptalbum im herkömmlichen Sinne liegt aber nicht vor. Wegen der Geschlossenheit des musikalischen Inhaltes ist es sehr schwierig, jetzt einen Höhepunkt herauszudeuten. Dafür ist das Album zu homogen und Schwachpunkte können nicht ausfindig gemacht werden. Clepsydra begeben sich auf eine wahre Berg- und Talfahrt der menschlichen Emotionen und Gefühle. Der melodische Neoprog mit all seinen Facetten nimmt den Freund dieser Richtung sofort gefangen. Dabei hat es die Band geschafft, Musik mit wunderschönen Melodiebögen zu kreieren, die frei von irgendwelchem Pathos und Bombast sind. Auch die hinlänglich bekannten Klischees sind hier vollkommen Fehlanzeige. In den Instrumentalpassagen überzeugt Lele Hofmann einmal mehr mit seinem hochmelodischen Gitarrenspiel. Dabei hat er einen sehr eigenständigen Stil entwickelt. Er lässt dabei sein Saiteninstrument ungemein effektiv "weinen". Mir ist kaum ein anderer Gitarrist bekannt, dessen Spiel solch einen unverkennbaren Wiedererkennungswert besitzt. Auch der Rest der Band, insbesondere Keyboarder Philip Hubert kann wohldosierte Akzente setzen.

Mit "More Grains Of Sand" liegt eine Paradebeispiel für den modernen melodischen Neoprog vor. Sicherlich gibt es zahlreiche Bands, die sich einer komplexeren Richtung verschrieben haben und die Jungs von Clepsydra mit ihren instrumentalen Fähigkeiten übertreffen. Mir ist aber kaum eine andere Band bekannt, die sich dermaßen entschieden zu den menschlichen Gefühlen bekennt und diese so perfekt musikalisch umsetzt.

Anspieltipp(s): Moonshine On Heights, No Place For Flowers
Vergleichbar mit: Marillion, Pendragon
Veröffentlicht am: 13.7.2003
Letzte Änderung: 13.7.2003
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Clepsydra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Hologram 7.00 1
1993 Fly man EP 7.00 1
1997 Fears 7.00 3
2001 Alone 12.00 2

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