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Leitfaden: Skandinavischer Prog der 90er Jahre
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Anekdoten

From Within

(Siehe auch: Leitfaden "Skandinavischer Prog der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Virta
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jan Erik Liljeström bass, voice
Nicklas Berg guitar, Mellotron, Wurlitzer, voice
Peter Nordins drums, vibraphone
Anna Sofi Dahlberg Mellotron, piano, Rhodes, cello, voice

Tracklist

Disc 1
1. From Within 7:25
2. Kiss Of Life 4:40
3. Groundbound 5:24
4. Hole 11:08
5. Slow Fire 7:26
6. Firefly 4:49
7. The Sun Absolute 6:39
8. For Someone 3:30
Gesamtlaufzeit51:01


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


Nach längerer Studio-Pause melden sich die schwedischen Meister der gepflegten Melancholie mit einem neuen Studiowerk zurück: "From Within". Meine Vorhersage, dass von den auf "Live In Japan" neuen Stücken keines hier auftauchen würde, hat sich zwar nicht bewahrheitet, aber neben den schon bekannten "Groundbound" und "Slow Fire" werden auch sechs neue Nummern präsentiert.

Stilistisch bleiben "Anekdoten" sich treu; kraftvoller, verzerrter Bass, mal schräg gezupfte, mal krachig geschrammelte (wenn auch meist nicht ganz so grungig wie auf "Nucleus") Gitarre, solides, druckvoll treibendes Schlagzeug und viel Mellotron, sei es mit majestätischen Streichern, Chor oder atmosphärischen Flöten in bei allem Druck immer stimmungsvollen, recht unverfrickelten, sehr schwedischen Songs mit treibend rockigen als auch mächtig bombastischen Stellen mit kleinen intimen Ruhepolen zwischendurch. Leider bleiben sie sich auch mit dem schwachbrüstigen, wackligen Gesang treu, aber dieser gehört inzwischen schon so sehr zu "Anekdoten", dass ich ihn wohl vermissen würde, wenn er nicht da wäre. Auch die "King Crimson"-Referenzen sind noch zu finden, z.B. in den schrägen Gitarren-Parts wie in "Groundbound", aber auch im "Starless"-mässigen Mellotron-Bombast von "Hole". Natürlich werden auch ein paar neue Zutaten in den Mix gebracht, wie das verstimme Klavier in "Firefly", ein bisschen Hammond-Orgel ab und an und die akustische Gitarre im ruhigen Abschluss "For Someone".

Insgesamt gibt es also von den vier Schweden nichts weltbewegend Neues zu berichten. Nichtsdestotrotz ist "From Within" eine sehr schöne, herrlich melancholische Platte geworden; "Anekdoten" perfektionieren ihren inzwischen sehr typischen Stil, und von daher kann man diese CD vorbehaltlos sowohl allen empfehlen, die mal in den "Anekdoten"-Kosmos reinschnuppern wollen als auch denen, die schon Freude an "Vemod" und "Nucleus" hatten.

Anspieltipp(s): Hole
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2002
Letzte Änderung: 20.6.2003
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Auch auf "From within" bleiben sich die schwedischen Melancholie-Progger treu und finden sich die unverwechselbaren Ingredienzien, die auch schon die beiden Vorgänger-Alben geprägt haben, wieder: scharrender, dominanter Bass, fragiler Gesang, Mellotron-Schwaden, schrill-schräges Riffing Marke King Crimson (Red) und ein steter Wechsel zwischen ruhigen, dunklen parts und erruptiven, harten, krachenden Rockpassagen. Überzeugt immer noch, ist unterdessen aber nicht mehr neu. Die Stücke wirken vertraut und bekannt, ein Überraschungseffekt bleibt aus. Höhepunkt des Albums ist das stimmungsvolle "hole", dessen Schluss auf mich wie eine Fortsetzung von "pendulum swing" wirkt und das mich von seinem Aufbau auch ein wenig an "Starless" (Red) erinnert.

Anspieltipp(s): Hole
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.4.2004
Letzte Änderung: 15.4.2004
Wertung: 10/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 3 von 3)


Mit ihrem dritten Album konnten Anekdoten ihre Linie des schwermütigen Retrosounds nahtlos fortsetzen und bieten gleich zu Beginn den für die Schweden so typischen Kontrast aus mellotrongetränkter Melancholie und kratzig-rockiger Dynamik. Der verhaltene Gesang gliedert sich einmal mehr perfekt in die zerbrechlich-spröde Schönheit des typisch nordeuropäischen Soundgeflechts ein. Sicherlich wirkt die crimsonesk-alternative Wucht der vorhergehenden Alben auf "From Within" ein wenig gezügelt, was aber insgesamt die hypnotische Note im Klangkosmos der Schweden noch verstärkt. Gerade dieser Hang zum fragilen Pathos sollte auch den Sound der nachfolgenden Alben bestimmen, was insbesondere im Titel "Hole" vortrefflich zur Geltung kommt.

Anekdoten setzen nunmehr auf einen noch behutsameren Spannungsaufbau, der auch sehr geschickt einen psychedelischen Unterton einzugliedern weiß. Dieser meist langsam dahin fließende Charakter nistet sich aber ebenso intensiv in den Gehörgängen fest. "The Sun Absolute" steht für diesen hypnotisch-symphonischen Artrock, den Anekdoten auf ihren nachfolgenden Werken noch verfeinern sollten und markiert in schwebender Intensität, die zunehmende Loslösung vom crimsonesken Retrogebräu.

Anspieltipp(s): Hole
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.11.2011
Letzte Änderung: 10.11.2011
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anekdoten

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Vemod 11.67 3
1995 Nucleus 12.00 3
1997 Live EP 10.50 3
1998 Official Bootleg - Live In Japan 10.67 3
2003 Gravity 9.33 6
2005 Waking The Dead - Live In Japan 2005 8.50 2
2007 A Time Of Day 8.67 3
2009 Chapters 12.00 2
2015 Until All The Ghosts Are Gone 11.33 3

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