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Vangelis

Spiral

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977 (Remaster-Ausgabe 2013 bei Esoteric Recordings)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: RCA
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Vangelis Papathanassiou keyboards, percussion, voice

Tracklist

Disc 1
1. Spiral 6.55
2. Ballad 8.27
3. Dervish D 5.14
4. To the Unknown Man 9.01
5. 3+3 9.43
6. To the Unknown Man (Part Two)   (Bonustitel der Neuausgabe, Single B-Seite) 2.33
Gesamtlaufzeit41:53


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Die schnellen, schweifenähnlichen Sequencertöne, die in den weiten Räumen umherzuwandern scheinen, gehen in die bombastisch-orchestralen Akkorde über, deren Wirkung durch perkussive Effekte verstärkt wird.

So beginnt "Spiral", einer der besten Tracks von Vangelis. Dieser Titeltrack entwickelt sich zu einer elektronisch-orchestralen Komposition par excellence, in der Vangelis Eingängigkeit mit musikalischem Anspruch und perfekten Arrangements für die zahlreichen Synthiestimmen vereinbaren konnte.

Bei "Ballad" bin ich nicht mehr so begeistert. Zugegeben, der Track hat Atmosphäre, aber den seltsamen, allzu simplen, auf mich etwas amateurhaft wirkenden wortlosen Gesangpart des Komponisten finde ich etwas irritierend.

"Dervish D" verbindet poppig Groovendes mit den nur selten in die Irre führenden Pfaden der Berliner Schule: zum Sequencergerüst erklingt eine einprägsame Melodie. Im Mittelteil gibt es etwas, was als ein Harmonikasolo durchgehen konnte, aber es war natürlich "nur" ein Synthesizer.

"To the Unknown Man" bietet eine für Vangelis typische, getragene Melodie mit symphonischem Touch.

Das abschließende "3+3" bringt ein schnelles Sequencermotiv mit wechselnden Rhythmen, melodiösen Synthies und einem Schuß Bombast unter einen Hut. Insofern ist eine gewisse Ähnlichkeit zum Titeltrack gegeben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2003
Letzte Änderung: 11.8.2013
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Die Inspiration zu Spiral holte sich Vangelis von den Schriften des chinesischen Philosophen Lao Tse, der im 6. vorchristlichen Jahrhundert gelebt haben soll und als Begründer des Taoismus gilt. Ein Zitat aus dem Lao Tse zugeschriebenen „Tao Te King“ (auch „Daodejing“ transkribiert) prangt auch auf dem Cover der LP-Ausgabe des Album: „Going on means going far - Going far means returning“. Ein ewiger Kreislauf also.

Inwiefern sich diese Inspiration in der Musik widerspiegelt, sei dahingestellt. Immerhin die in einigen Stücken auftretenden Sequenzerpatterns könnte man als Darstellung eines ewigen Kreislaufs deuten. Die Titel der Stücke weisen jedenfalls - abgesehen vom Titelstück - keinen offensichtlichen Bezug zur Thematik auf, allenfalls mit dem Unknown Man könnte Lao Tse selbst gemeint sein, über den man nicht sehr viel weiß (und dessen historische Existenz umstritten ist). Ausnahme ist ansonsten nur noch Dervish D, dessen Titel das Thema aus einem anderen Kulturkreis heraus darstellt: der ekstatische Tanz des Derwisch als Darstellung der Unendlichkeit („inspired by the dervish dancer who by his whirling realises the spiralling of the universe“ erläutern die Liner Notes der LP).

Wie auch immer, Spiral enthält im Wechsel flotte und langsamere Stücke, die im Wesentlichen den Stil des Vorgängers Albedo 0.39 fortsetzen. Obwohl, „im Wesentlichen“ passt nicht so ganz, etwas hat sich nämlich geändert: nicht die Vangelis-typischen Synthie-Melodien, die auch hier wieder von jubilierend bis elegisch reichen; aber auf dem Vorgänger wurden diese immer wieder durchsetzt von kräftigen Dissonanzen, wurde gelegentlich sogar ein bisschen gedschäßt. Hier dagegen: Schönklang ohne Ende, kein Ton fordert das Ohr heraus oder tut gar weh. Vangelis gelingt es jedoch, diese permanente Wohlfühlatmosphäre geschmackvoll und originell zu verbreiten, auch wenn die getragenen Stücke Ballad und To the Unknown Man bisweilen haarscharf an den Grenze zum Kitsch entlang schrammen.

Ende 2013 erschien Spiral bei Esoteric Recordings im Rahmen der „Original Vangelis Supervised Remaster Edition“ in einer Neuausgabe in schmuckem Digipack (unteres Cover in der Abbildung), dessen Beiheft das originale Artwork der LP wiedergibt. Dazu gibt es einen Bonustitel von sage und schreibe zweieinhalb Minuten Länge: To the Unknown Man (Part Two), das 1977 als Single-B-Seite erschien. Es ist nicht etwa ein Ausschnitt aus dem entsprechenden Albumtrack, sondern ein eigenständiges Stück, das im Aufbau und in seiner elegischen Stimmung eher eine Art Variation davon ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.2.2014
Letzte Änderung: 5.2.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vangelis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Sex Power 8.00 1
1973 Earth 11.50 2
1973 L'Apocalypse des Animaux 8.00 1
1975 Heaven and Hell 12.50 2
1976 Albedo 0.39 14.50 2
1976 La fête sauvage 9.00 1
1977 Ignacio 7.00 2
1978 Beaubourg 13.00 1
1978 The Dragon 11.00 1
1978 Hypothesis 10.50 2
1979 Opera Sauvage 12.00 1
1979 China 11.00 1
1980 See you later 9.00 1
1981 Chariots of fire 12.00 1
1983 Antarctica 11.00 1
1984 Soil Festivities 10.00 1
1985 Invisible Connections 11.00 1
1989 Themes - 1
1990 The City 8.00 1
1992 1492: Conquest of Paradise 10.00 1
1994 Blade Runner 11.00 1
1995 Voices 10.00 1
1996 Oceanic 6.00 1
1998 El Greco 13.00 1
2001 Mythodea 11.00 1
2007 Blade Runner Trilogy, 25th Anniversary 11.00 1
2013 Vangelis and the Journey to Ithaka (DVD) - 1

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