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Eroc

Eroc 2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Brain
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Joachim Ehrig Stimme, Schlagzeug, Klavier, Gitarre, Bass, Akkordeon, Mellotron, Synthesizer, Violine, Trompete, Elektronik

Gastmusiker

Rainer Loskand Stimme
Frank Loska Stimme ("Der Traum vom Wald")

Tracklist

Disc 1
1. Nebelwelt 3:05
2. Ein unhöflicher Anfang 1:16
3. Aktuelles Vorwort 0:44
4. Der Traum vom Wald 9:03
5. Eroc's Reise   (in der CD-Ausgabe als Bonustitel gekennzeichnet) 0:48
6. Lied von der Brücke 0:23
7. Toni geht nach Boelerheide 5:05
8. Geleerte Worte 1:32
9. Abendmeer 2:39
10. Kleine Freude 1:05
11. Prof. Erwin Senkellfuss 0:37
12. Zeige mir den Weg   (in der CD-Ausgabe als Bonustitel gekennzeichnet) 0:13
13. Sonnenfluch 4:02
14. Der alte Brylka schimpft   (in der CD-Ausgabe als Bonustitel gekennzeichnet) 0:06
15. Herr von Schwabulahn 0:16
16. Unsere neuen Rosen   (in der CD-Ausgabe als Bonustitel gekennzeichnet) 0:34
17. Geburtstagsständchen   (in der CD-Ausgabe als Bonustitel gekennzeichnet) 2:06
18. Das Irrsinnslied 7:39
19. Eine Erkenntnis 0:09
20. Ich bin ein Lachen 3:19
21. Sternenwelke 2:57
22. Ein höflicher Abgang 2:57
23. Psychodelic Cloud   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 4:17
24. Morley's Orgasm   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 3:24
25. Liebeslied   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 2:06
26. Der Mond ist aus grünem Käse   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 1:44
27. Marsch der Pfifferlinge   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 2:03
28. Sprache der Pfifferlinge 1   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 1:07
29. Sprache der Pfifferlinge 2   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 0:57
30. Sprache der Pfifferlinge 3   (Bonustitel der CD-Ausgabe) 0:51
Gesamtlaufzeit67:04


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Erocs zweites Soloalbum ist eine reichlich kuriose Mischung aus Nonsens-Stücken, Gags und einigen "normalen" Titeln. Zu letzteren gehört beispielsweise "Nebelwelt", das mit melancholischen Gitarrenakkorden das Album eröffnet, oder "Abendmeer", ein mächtiges Klanggebirge aus Mellotron und Akkordeon.

Auch das mit gesprochenem Text versehene "Der Traum vom Wald", ebenfalls mit starkem Akkordeon-Einsatz, und das ungewöhnlich aggressive "Ich bin ein Lachen" gehören in die etwas ernsthaftere Kategorie. Gerade der melancholische "Traum vom Wald", in dem vom Verlust eines Ortes der Kindheit erzählt wird, gehört zu den schönsten Stücken dieses Albums.

Daneben stehen ausgeflippte Sachen wie "Toni geht nach Boelerheide" mit fröhlichem Scat-Gesang von Grobschnitt-Roadie Rainer "Toni Moff Mollo" Loskand oder das "Irrsinnslied" als der ultimative musikalische und textliche Nonsens. Zwischen den Stücken oder auch mal mittendrin gibt es immer wieder kurze Gagszenen, die häufig nur aus gesprochenem Text bestehen.

Das Stück "Sonnenfluch" erschien übrigens einige Jahre später auf dem Grobschnitt-Album "Volle Molle " mit anderem (englischen) Text unter dem Titel "Snowflakes".

Im Frühjahr 2005 ist auch "Eroc 2" endlich offiziell auf CD erschienen. Ebenso wie Nr. 1 kommt diese Ausgabe im schönen Digipack mit ausführlichem Beiheft und einigen Bonustiteln. Nicht alle der als Bonus gekennzeichneten Stücke sind aber wirklich welche: die Nr. 5, 12, 14, 16 und 17 waren auch auf der Schallplattenausgabe schon enthalten, sie waren lediglich nicht als separate Stücke aufgeführt.

Die echten Bonustitel beginnen mit "Psychodelic Cloud". Wie der Titel schon andeutet, ist dies ein stark psychedelisch beeinflusstes Stück, mit kräftigem Orgeleinsatz und greller E-Gitarre. Mit "Morley's Orgasm" folgt eine wüste Klangcollage, wieder mit fetziger Gitarre.

Hinter "Liebeslied" verbirgt sich eine alternative Version des Nonsens-Stücks "Geburtstagsständchen".

Danach kommen noch ein paar so richtig schön skurrile Miniaturen. "Der Mond..." hat wunderbaren Kinderlied-Charme, die drei Teile von "Sprache der Pfifferlinge" gehen schon in Richtung abstrakter elektronischer Klangexperimente. Aber das klingt schon wieder viel zu ernst für diese witzig-schrägen Stücke. Dazwischen gibt's noch den beschwingten "Marsch der Pfifferlinge".

Unter babyblauen Gesichtspunkten ist "Eroc zwei" sicher nicht essentiell. Für den Grobschnitt-Fan ist es eine lohnenswerte Ergänzung, zieht doch der Haupt-Gag-Lieferant der Gruppe hier mal so richtig vom Leder. Eigentlich handelt es sich hier um ein einziges Happening!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: den Gag-Einlagen bei Grobschnitt-Konzerten
Veröffentlicht am: 12.5.2005
Letzte Änderung: 27.8.2005
Wertung: 8/15
unter BBS-Gesichtspunkten; für mich persönlich 11 ;-)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eroc

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Eroc 11.00 1
1979 Eroc 3 - 1
1982 Eroc 4 10.00 1
1987 Changing Skies 10.00 1
1998 Wolkenreisen - 1

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