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After Crying

Show

(Tipp des Monats 11/2003)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Konzeptalbum; RetroProg; sonstiges
Label: Periferic Records
Durchschnittswertung: 12.2/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Gabor Egervari lyrics, narration
Tamas Görgenyi artistic director, lyrics
Zoltan Lengel Steinway grand piano, Korg Trinity ProX, backing vocals
Gabor Legradi lead vocals
Zsolt Madai drums, percussion
Peter Pejtsik cello, bass
Ferenc Torma guitar, synthesizer
Balazs Winkler trumpet, synthesizer, piano

Gastmusiker

Judit Andrejszki lead vocals
Kristof Fogolyan flute
Pal Makovecz trombone
Monika Szabo flute
Vilmos Horvath bassoon
Laszlo Borsody trumpet
György Reé clarinet
Zsofia Winkler viola

Tracklist

Disc 1
1. N.W.C. 4:30
2. Invisible legion 9:37
3. Face to face 2:34
4. Welcome on board 3:51
5. Paradise lost 2:54
6. Remote control 9:04
7. Technopolis 7:54
8. Globevillage at night 1:30
9. Bone squad 2:58
10. Wanna be a member? 4:27
11. Secret service 15:24
12. Farewell 2:50
13. Life must go on 4:29
Gesamtlaufzeit72:02


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 5)


After Crying haben sich nach Ihrem letzten Studioalbum "6" reichlich Zeit mit dem Nachfolger gelassen. Zwar war es in der Zwischenzeit dank der Veröffentlichung mehrerer Compilations und Live-Aufnahmen nie wirklich ruhig um die Band, aber immerhin sechs Jahre liegen zwischen den beiden regulären Studioalben.

Das Warten hat sich gelohnt: "Show" ist für den Unterzeichnenden eines der bisherigen Highlights dieses Jahres geworden und muss sich auch vor den anderen After Crying-Werken nicht verstecken. Es handelt sich laut der Band selbst bei "Show" um ein Konzept-Album. Es wird zwar keine durchgängige Geschichte erzählt, aber das komplette Album wird von wiederkehrenden Begriffen und musikalischen Themen durchzogen. Inhaltlich geht es wohl um Zivilisationskritik, speziell Kritik an der Informationsgesellschaft. Progseidank verpacken After Crying diese Kritik nicht als Flucht in eine Fantasy-Welt, sondern die ironische Dystopie einer nahen Zukunft wird aufgebaut. Ironisch scheint auch, dass ausgerechnet bei dieser Thematik "Show" das mit Abstand am modernsten klingende After Crying Album geworden ist: die Band bedient sich ausgiebig moderner Technik und bei modernen Pop-Musikarten.

Dies wirkt nur oberflächlich unpassend, denn eigentlich geht es After Crying wohl um die Synthese von Tradition und Moderne, und diese wird musikalisch hervorragend vorexerziert. Die Band entfernt sich vom klassizistischen Romantizismus und den Keith Emerson-Hommagen, die die beiden letzten Alben so prägten. Natürlich gibt es immer noch jede Menge bombastisch anmutende Orchesterpassagen und klassisch angehauchte Teile; die Stücke sind vielteilig und komplex aufgebaut - Vielteiligkeit, krumme Rhythmen und prog-typische Verspieltheiten herrschein vor -, bleiben aber dennoch eingängig; die Arrangements sind aufwendig, und auch hier verschmelzen Synthesizer-Klänge und "echte" Instrumente zu einem homogenen Ganzen (Tradition und Moderne mal wieder). Aber dies alles wird, neben der von Jochen schon in der Rezension zu "6" erwähnten stärkeren Rockkomponente, mit weiteren modernen Stilistiken (vor allem bei den programmierten Drum-Passagen) verknüpft und dadurch aufgelockert: manche Stellen erinnern an Ethno-geprägten Artrock à la Peter Gabriel, andere bedienen sich intelligent und spannend bei Techno-Elementen, ganz gelegentlich schmuggelt sich ein Schuss Jazzrock ein. Dazu kommen (Tradition und Moderne mal wieder...) in "Secret service" unaufdringlich eingeflochtene Zitate von Dvorak, Ravel und King Crimson...

Einziger leichter Schwachpunkt der Platte ist der unauffällige Gesang, der nicht wirklich schlecht ist, aber auch nicht tragend und nicht so charismatisch, wie er sein müsste, um noch mehr Wirkung zu entfalten. Aber da grosse Teile der Platte instrumental gehalten sind, fällt dies nicht zu sehr ins Gewicht. Ansonsten handelt es sich hier auf jeden Fall um perfekt produzierten, mitreißenden und gleichzeitig raffinierten modernen Prog, den auch alle die mal antesten sollten, die mit den bisherigen Alben von After Crying nicht so viel anfangen konnten.

Anspieltipp(s): Technopolis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.9.2003
Letzte Änderung: 17.10.2003
Wertung: 13/15

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Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 2 von 5)


Große Musik von After Crying.

"Show" spannt wie Isildurs Banes "Mind Vol. 2" einen Bogen vom gewaltigen Orchesterklang bis hin zu schnellen Jazzrockparts. Was dabei alles berührt wird, kann man bei Udo nachlesen. Und wenn ich ehrlich bin: Im direkten Vergleich laufen die Ungarn den Schweden eigentlich den Rang ab. Nicht nur rein musikalisch. Sie schaffen es außerdem noch, ein unpeinliches, teilweise sarkastisches Konzeptalbum vorzulegen, in dem Gesang und Texte nicht wie sonst so oft als atmosphärische Sprengbomben daherkommen. Udo hat schon Recht: Die Stimmen könnten noch eindringlicher sein. Aber sie reichen aus, um die Sache überzeugend wirken zu lassen.

Wie sich die Gruppe immer wieder (und gegen Schluss verstärkt) aus den orchestralen Soundmassen löst und Tempo aufnimmt, das ist wie fast alles auf diesem Album:

Beeindruckend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.10.2003
Letzte Änderung: 1.7.2004
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 5)


Hier kann ich meinen beiden Vorrezensenten nur zustimmen. "Show" ist eine gelungene Symbiose unterschiedlichster Stilarten von Klassik über Jazzrock bis hin zu modernen elektronischen Sounds. Einziger (aber nur kleiner) Wermutstropfen ist, auch da stimme ich mit Udo und Ralf überein, der etwas unspektakuläre Gesang, der diesmal leider komplett in Englisch gehalten ist.

Vom Stil der frühen Alben haben sich After Crying weitgehend entfernt. Das mag mancher bedauern, aber andererseits spricht es für die Band, musikalisch neue Wege zu beschreiten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.11.2003
Letzte Änderung: 2.11.2003
Wertung: 12/15
mit Tendenz zu 13

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 4 von 5)


Mein erstes After Crying-Album und gleich ein Glücksgriff. Nachdem hier schon einiges über dieses Album geschrieben worden ist, will ich nicht nochmal alles wiederkäuen, sondern eher ein paar zusätzliche eigene Gedanken anbringen und ansonsten hemmungslos abjubeln ;-)

Für mich ist "Show" - vielleicht neben Isildurs Banes MIND 2 - das überzeugendste "Modern-Prog"-Album, welches mir bislang untegekommen ist. Wo allerdings MIND2 stark auf jazz-rockige Elemente setzt, bieten After Crying mutig eine ganze Palette modernster Sounds feil und sind sich, neben jazz-rockigen Komponenten, auch nicht für die Integration von Elektronika, Rap und teilweise gar Techno-Elementen zu schade. Trotzdem wirkt das Album geschlossen und wie "aus einem Guss", was den Konzept-Charakter sehr schön unterstreicht.

Nahezu jeder Song weiss mit anderen Stilmitteln zu unterhalten und doch fühlt man immer einen roten Faden, der Beliebigkeit verhindert. Nahezu jeder "Prog-Archetyp" von NeoProg über RetroProg bis hin zu klassischem Prog wird verarbeitet. Mein persönliches Highlight sind die immer wieder geschickt-geschmackvoll eingesetzten Trompeten-Kaskaden, die tolle Akzente setzen.

Ach ja, der Gesang: Also ich finde hier nichts auszusetzen, weder besonders gut, noch schlecht, einfach passend.

Faszinierend! Das wäre wohl auch eines meiner Alben des Jahres 2003 geworden, leider habe ich es erst 2004 für mich entdeckt (Ist leider nicht so ganz einfach zu bekommen, aber Charlie fragen hilft). So ist es halt meine persönliche Entdeckung dieses Jahres bisher... "besonders wertvoll"

Anspieltipp(s): Remote Control
Vergleichbar mit: hmmm... Isildurs Bane ist eine ganz gute Referenz, die zumindest die Richtung weist...
Veröffentlicht am: 17.3.2004
Letzte Änderung: 18.3.2004
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 5)


"Show" ist mit einem Wort gesagt das "perfekteste" Album der Ungarn. Nicht das Beste, aber das mit der sattesten Produktion, dem dichtesten Sound, dem technisch besten Gesang, dem grössten Orchester und das mit am meisten Rock-Attitude. Es ist abwechslungsreich ohne zerrissen oder uneinheitlich zu wirken und klingt trotz modernem Anstrich immer noch nach AfterCrying. Highlight 2003.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.12.2007
Letzte Änderung: 28.6.2011
Wertung: 11/15
mit Tendenz zur 12

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von After Crying

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1989 1989 6.00 1
1989 Opus 1 9.50 2
1990 Overground music 9.50 2
1992 Megalázottak és Megszomorítottak 12.50 4
1994 Föld És Ég 10.00 4
1996 Elsö Évtized 7.00 2
1996 De Profundis 13.25 4
1997 6 10.67 3
1998 Almost Pure Instrumental - 2
2000 Struggle for life 12.00 3
2001 Bootleg Symphony 11.33 3
2007 Live (DVD) 12.00 1
2011 Creatura 9.50 2
2013 XXV 11.00 1

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