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Leitfaden: Progverwandter Rock und Pop der 70er
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Supertramp

Crime of the Century

(Siehe auch: Leitfaden "Progverwandter Rock und Pop der 70er")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (Deluxe Edition 2014)
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: A&M
Durchschnittswertung: 12.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Roger Hodgson Gesang, Gitarre, Klavier
Rick Davies Gesang, Keyboards, Mundharmonika
John Helliwell Saxophon, Klarinette, Gesang
Douglas Thomson Bass
Bob Siebenberg Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. School 5:35
2. Bloody Well Right 4:26
3. Hide in Your Shell 6:52
4. Asylum 6:30
5. Dreamer 3:30
6. Rudy 7:07
7. If Everyone Was Listening 4:05
8. Crime of the Century 5:20
Gesamtlaufzeit43:25
Disc 2
1. School   (Live At Hammersmith Odeon, March 9th 1975) 5:54
2. Bloody Well Right 6:46
3. Hide In Your Shell 6:47
4. Asylum 7:01
5. Sister Moonshine 5:30
6. Just A Normal Day 3:59
7. Another Man's Woman 7:42
8. Lady 5:55
9. A - You're Adorable 2:57
10. Dreamer 3:28
11. Rudy 7:23
12. If Everyone Was Listening 4:33
13. Crime Of The Century 6:01
Gesamtlaufzeit73:56


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Supertramp sind vielleicht nicht so die typische Progband, vor allem, was ihr späteres Material betrifft, aber zumindest "Crime of the Century" und ihr viel zu wenig beachtetes Debutalbum zeigen deutlich progressive Einflüsse. Schon das an "Spiel mir das Lied vom Tod" erinnernde Mundharmonika-Intro zu "School" ist ein Klassiker für sich, und wenn dann Roger Hodgsons klagender Falsett-Gesang einsetzt wird klar, dass dies kein fröhliches Album ist! "School" geht durch eine Vielzahl von Emotionen, vom schwermütigen Auftakt über das zornige "Don't do this and don't do that" bis zum trotzigen "Maybe I'm mistaken expecting you to fight...". Allein dieser Song ist schon ein echter Klassiker. "Bloody Well Right" lebt vom Kontrast zwischen schleppenden, bluesigen Passagen und dem mit fast schon fröhlichem Klaviergeklimper unterlegten Refrain, was den zynischen Text noch unterstreicht. "Hide in your Shell" geht knapp am Schmalz vorbei, dann kulminiert die erste Seite der Platte in der Wahnsinnsorgie von "Asylum": von einem harmlos klingenden Klavierintro steigert sich die Stimmung des Songs immer mehr ins bedrohliche, bis am Ende sich Rick Davies' Stimme fast überschlagt und mit einem geilen "Oooooooo...." der Erzähler wohl endgültig in den Wahnsinn abgleitet und abrupt wieder die Melodie des Intros aufgenommen wird. "Dreamer" war als Hitsingle konzipiert, ist aber für eine solche immer noch gut gemacht. Mit "Rudy" folgt dann schon wieder der nächste Höhepunkt. Klasse hier der "Dialog" von Hodgson und Davies in der Mitte des Songs. "If everyone as listening" ist vergleichsweise belanglos, aber der Titelsong ist dann noch mal ein echter Knaller, vor allem der instrumentale zweite Teil, der um Davies' hypnotische Klavier-Stakkato aufgebaut ist.

Fazit: egal, ob progressiv oder nur "progressiv angehaucht", dies ist ein tolles Album und ein Klassiker des ArtPop. Gehört eigentlich in jede gute Plattensammlung!

Anspieltipp(s): School, Asylum
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2002
Letzte Änderung: 23.3.2004
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


Der Progressive Rock kommt in die Jahre. Zeit für Feiern und Jubiläen. 1974 war ein gutes Jahr im klassischen Prog, so gibt es also 40 Jahre später so einiges zu feiern. Zum Beispiel die Deluxe-Edition zu einem der besten Alben, welches je erschienen ist. Kollege Jochen schreibt ganz richtig über Supertramps „Crime Of The Century“: Gehört eigentlich in jede gute Plattensammlung. Ja, und wer es noch nicht hat, kann das Versäumnis nun mit der Deluxe-Edition zum 40. Geburtstag des Albums korrigieren.

Das Original-Album erstrahlt im neuen Glanz. Sanftes Remastering zaubert einen druckvollen und transparenten Klang, der eine wahre Ohrenfreude ist. Die Stücke zwischen Drama, düsterer Verspieltheit und Kunst-Pop verzeichnen keinen Ausfall. Selbst eine 'Single' wie „Dreamer“ nutzt sich nicht ab und überzeugt durch den leicht wahnsinnigen Gesang. Mini-Epen wie „School“, „Asylum“, „Rudy“ und das Titelstück sind aufwühlend und rühren den Hörer tief im Inneren an.

Es gibt ein dickes Booklet mit einem ausführlichen Artikel von Phil Alexander vom Mojo Magazine. Das Ganze ist natürlich in einem Aufklapp-Digipak verpackt. Als Bonbon enthält die Deluxe-Edition eine zweite CD mit einem Livemitschnitt, der am 9. März 1975 im Londoner Hammersmith Odeon entstanden ist. Die Band bietet „Crime Of The Century“ komplett dar, allerdings nicht am Stück. Das Album wird von vier Songs, die später auf dem neuen Album „Crisis? What Crisis?“ erscheinen sollten, unterbrochen. Okay, die neueren Stücke fallen etwas ab, sind aber auch einen Hinhörer wert. Gerade bei „Another Man's Woman“ geht die Band ab wie die sprichwörtlichen Zäpfchen. John Helliwell liefert mit „A – You're Adorable“ eine kuriose Einlage ab.

Im Vergleich zu „Paris“ spielt die Band noch nicht so routiniert und perfekt. Dafür wirkt das Konzert weniger steril (auch wenn „Paris“ trotzdem natürlich ein superbes Album ist) und auf eine sympathische Weise natürlich. Neben minimalen Wacklern beim Spiel und beim Gesang gibt es vor allem auch zwischendurch immer mal wieder witzige Ansagen. Ein schönes Live-Dokument. Anmerkung: Gemäß John Helliwell handelt es sich übrigens um das gleiche Konzert, welches auch auf dem Album "Is Everybody Listening?" dokumentiert ist. Die dortige Angabe, dass das Konzert 1976 in Cleveland aufgenommen wurde, wäre falsch. Das wäre eine durchaus gute Nachricht, denn "Is Everybody Listening?" ist nicht mehr erhältlich und wird zu astronomischen Preisen gehandelt.

„Crime Of The Century“ feiert also hier einen würdigen runden Geburtstag und wir können alle mitfeiern.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.1.2015
Letzte Änderung: 16.1.2015
Wertung: 13/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Mit diesem Album haben sich Supertramp seinerzeit in den Himmel der Megaacts gehievt. Man muss sich das heute mal so vorstellen: da taucht eine Band auf und spielt einen Stil den noch nie jemand gehört hatte. Supertramp definierten ein ganzes Genre neu. Ob es am oft im Staccato spielenden Klavier lag, an diesem ungewöhnlichen Saxophon oder an der Mischung zwischen der Falsettstimme von Hodgson und der eher bluesigen Stimme von Davies: an Supertramp kam zwischen 1974 und 1980 niemand vorbei. Das ist ungefähr so, als würde heutzutage Steven Wilson weltweit die Hitparaden anführen. Denn proggiger als Supertramp ist Wilson auch nicht, zumindest nicht auf seinen beiden letzten Alben.

Herausragend auf diesem Album sind das mit einer Ennio Morricone Gedächtnis Harmonika beginnende rockigere SCHOOL, das epische ASYLUM, das zwischen allen Stilen pendelnde RUDY und natürlich der mit einem schönen Klavier gespielte Titelsong.

Sogar die damalige Single DREAMER hat die Zeit überlebt, auch wenn es nie mein Lieblingssong werden wird. Und dass IF EVERYONE WAS LISTENING etwas schmalzig wirkt, geschenkt.

Ab dem Erscheinungsjahr dieser LP gehörte Supertramp zur Speerspitze des Musikbusiness. Ob im Studio oder live, selten schlug eine Band so ein wie sie. Musikalisch und auch textlich setzten sie ein paar Jahre lang Maßstäbe.

Anspieltipp(s): School, Asylum
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.2.2016
Letzte Änderung: 22.4.2017
Wertung: 12/15
Dieses Album gehört in jeden Schrank, und wenn es das einzige der Band ist

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Supertramp

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Supertramp 12.50 2
1971 Indelibly Stamped 7.00 1
1975 Crisis? What Crisis? 9.00 1
1977 Even In The Quietest Moments 10.00 1
1979 Breakfast In America 9.00 1
1980 Paris 11.00 1
1982 ...Famous Last Words 5.00 1
1985 Brother Where You Bound 12.00 1
1987 Free As A Bird 2.00 1
1988 Live '88 2.00 2
1997 Some Things Never Change 8.33 3
2001 Is Everybody Listening? 11.00 1
2002 Slow Motion 6.00 1
2015 Live In Paris '79 - 1

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