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Phoenix

Mugur De Fluier

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: Folk; HardRock
Label:
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nicolae Covaci Gitarre, Gesang, Percussion
Mircea Baniciu Sologesang, Gitarre, Percussion
Iosif Kappl Bass, Geige, Percussion, Blockflöte, Gesang
Costin Petrescu Schlagzeug, Percussion
Valeriu Sepi Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Lasa, lasa Nr.1 1:28
2. Pavel Chinezu, leat 1479 6:12
3. Strunga 7:23
4. Andrii Popa 3:11
5. Lasa, lasa Nr. 2 0:35
6. Mica Tiganiada 3:22
7. Lasa, lasa Nr. 3 0:58
8. Ochii negri, ochi de tigan 3:24
9. Muzica si muzichia 2:10
10. Mugur de fluier 3:55
11. Lasa, lasa Nr. 4 0:41
12. Anule, hanule 5:15
13. Lasa, lasa Nr. 5 0:37
14. Dansul codrilor 6:21
Gesamtlaufzeit45:32


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Mit dem 1974 veröffentlichten Album "Mugur De Fluier" hatten die Rumänen Phoenix die psychedelische Note in ihrer Musik zurückgenommen und sich auf überwiegend griffiges Songmaterial konzentriert. Die Mixtur aus treibenden Rockklängen und folkloristischen Ansätzen wurde jedoch beibehalten. Insbesondere die ausgefeilten Gesangsharmonien lassen die Verbundenheit mit der traditionellen Musik der Balkanregion erkennen. Die kraftvolle Stimme des Sängers Mircea Baniciu kommt hier noch besser zur Geltung als auf dem vorangegangenen Output und verleiht den Kompositionen eine noch dynamischere Note. Sein Gesangsstil ist kaum mit seinen westeuropäischen Kollegen des gleichen Zeitraumes vergleichbar. So ist seine Intonation tief in der rumänischen Liedtradition verankert.

Im Fall von den Titeln "Strunga" und "Andrii Popa" wird auch ein traditioneller rumänischer Text vorgetragen. Das quirlige Instrumental "Lasa, lasa" erinnert ein wenig an einen osteuropäischen Volkstanz und zieht sieh in verschiedenen Parts wie ein roter Faden durch das gesamte Album.

Nach solch einem fetzigen Rocker wie "Pavel Chinezu, leat 1479" entführen mystische Flötentöne zu Beginn des nachfolgenden Titels "Strunga" zusammen mit eindruckvollen, beschwörenden Gesangspassagen in die Welt der archaisch anmutenden osteuropäischen Klangwelt. Sparsam instrumentiert wird hier in aller Eindringlichkeit eine bedrohliche Stimmung erzeugt.

Auch im weiteren Verlauf wird diese Mixtur aus althergebrachter rumänischer Rhythmik und westlichen Rockanleihen beibehalten. Der Hardrockfaktor von "Cei Ce Ne-Au Dat Nume" wurde dabei genauso wie der Psychedelicfaktor auf ein Minimum zurückgeschraubt und es treten auch immer wieder akustische Passagen auf, die auch angesichts des Geigenspiels von der Musik der rumänischen Roma inspiriert sind. Das klingt für das westeuropäische sehr authentisch und weist zu keinem Zeitpunkt eine zu befürchtende flache "Zigeunerromantik" auf.

Auf jeden Fall wird die folkloristische Variante auf "Mugur De Fluier" sehr stark ausgelebt und progressive Ansätze sind kaum zu verzeichnen. Insgesamt driftet dieses Album im zweiten Teil doch zu sehr in akustische Gefilde ab und der eine oder andere Rocksong hätte als Auflockerung nicht geschadet. Erst mit dem von verzerrter Gitarre und rumpelndem Bass dominierten Abschluss "Dansul Codrilor" wird der Kreis wieder geschlossen und es macht sich sogar zum Ende noch mal ein gewisser Hardrockeinfluss bemerkbar. Dieser wirklich mitreißende Rocker war sicherlich auf den damaligen Konzerten im Heimatland der Abräumer. Hier sind dann auch ganz unerwartet synthetische Tastenklänge zu verzeichnen, die am Ende doch noch mal ganz kurz in Psychedelicgefilde entführen. Der hier noch als Gast auftretende Deutschrumäne Günther Reininger wurde dann für das nachfolgende Highlight "Cantafabule" als Keyboarder engagiert

Anspieltipp(s): Strunga, Dansul Codrilor
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.11.2003
Letzte Änderung: 13.11.2003
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phoenix

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Cei Ce Ne-Au Dat Nume 10.00 2
1975 Cantafabule 11.00 2
1981 Transsylvania-Phoenix 12.00 1

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