Warrior on the Edge of Time
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
United Artists Records |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (3 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Dave Brock |
Vocals,Guitar,Synth.,Bass |
| Nik Turner |
Saxes,Flute,Vocals on 7,10 |
| Lemmy Kilmister |
Bass, Vocals on 12 |
| Simon House |
Mellotron,Moog,Piano,Synth.,Violin |
|
| Simon King |
Drums,Perc. |
| Allan Powell |
Drums,Perc. |
| Michael Moorcock |
Vocals on 3,9 |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Assault & Battery Part I
|
5:33
|
| 2. |
The Golden Void Part II
|
4:36
|
| 3. |
The Wizard blew his Horn
|
1:57
|
| 4. |
Opa Loka
|
5:11
|
| 5. |
The Demented Man
|
3:57
|
| 6. |
Magnu
|
8:21
|
| 7. |
Standing at the Edge
|
2:39
|
| 8. |
Spiral Galaxy 28948
|
3:49
|
| 9. |
Warriors
|
1:57
|
| 10. |
Dying Seas
|
3:04
|
| 11. |
Kings of Speed
|
3:55
|
| 12. |
Motorhead
|
3:12
|
| 13. |
Kings of Speed
|
4:28
|
| Gesamtlaufzeit | 52:39 |
|
|
Rezensionen

Dieses Album darf aus vielerlei Gründen, als ein Meilenstein in dem unüberschaubaren Werk von Hawkwind betrachtet werden. Als letztes Album auf "Untited Artist" beendet es die klassische Phase von Hawkwind Alben. Zugleich war es auch das letzte Album mit Lemmy am Bass, der aufgrund eines "Rauschmittel-Vorfalls" (;-)) am kanadischen Zoll aus der Band geworfen wurde. Der Bonus-Track "Motorhead" (B-Seite der "Kings of Speed"-Single ;-)) ist wohl als wegweisend für Lemmys Zukunft zu betrachten.
"Warriors.." war auch das erste Album, bei dem der Fantasy-Autor Mike Moorcock (Elric etc.) aktiv ins Geschehen eingriff. Moorcock, der schon längere Zeit mit der Band eng verbunden war, prägt dieses Album, denn es kann als Quasi-Konzeptalbum zu seinem Hauptwerk "The Eternal Champion" verstanden werden. Neben seinen recht eindringlich rezitierten Lyrics zu zwei Songs, trug er weiterhin den Track "Kings of Speed" zum Album bei, der eigentlich für seine eigene Band "The Deep Fix" gedacht war.
Der epische Track "Assault & Battery / The Golden Void" wurde zu einem absoluten Liveklassiker der Band und ist eines ihrer besten Stücke. Musikalisch ist das Album, ähnlich wie die Vorgängeralben, eher noch ruhig gehalten und stark von Simon Houses Violine, Mellotron sowie Nik Turners Blasinstrumenten geprägt. Wie beim Spacerock üblich sind die Keyboards eher effektmäßig eingesetzt.
Der Track "Magnu" weist hier aber schon in die energiegeladenere Richtung, die Hawkwind ab Ende der 70er einschlagen sollte. "Kings of Speed" ist eher ein einfacher Rocker, und fällt etwas aus dem Rahmen (s.o.).
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
27.12.2003 |
| Letzte Änderung: |
27.12.2003 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Wie schon beim Vorgänger "Hall of the Mountain Grill" zeigt sich auch hier neben dem dominierenden Spacerock ein deutlicher Einfluss von Elementen des klassischen 70er-Prog. So werden zwar die meisten Stücke immer noch von den Hawkwind-typischen Gitarrenriffs bestimmt (herausragend: "Magnu"), es finden sich aber verstärkt Passagen, in denen die Keyboards nicht nur für "Blubbereffekte" eingesetzt werden, sondern auch mal kräftige Mellotronteppiche erzeugt werden, wie bei "Assault & Battery / The Golden Void".
Keyboarder Simon House greift auf einigen Songs zur Violine und sorgt damit für besondere Akzente. Beim erwähnten "Magnu" bringt er einen leichten Ethno-Touch rein, bei "Kings of Speed" klingt er schon ein bisschen Country-mäßig ;-).
Mit "The Demented Man" ist auch hier wieder ein akustisches Stück vertreten, erfreulicherweise nicht so "schrammelig", wie das auf früheren Hawkwind-Platten häufig ist.
Die CD-Ausgabe enthält als Bonus neben der Single B-Seite "Motorhead" noch eine instrumentale Liveversion von "Kings of Speed". Wann und in welcher Besetzung diese Version entstanden ist, erfährt man leider nicht!
Insgesamt gehört "Warrior on the Edge of Time" zu den essentiellen Hawkwind-Alben.
| Anspieltipp(s): |
Assault & Battery / The Golden Void, Magnu |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
7.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Man müsste fast schon anfangen zu zählen: "Warrior On The Edge Of Time" ist Album Nr. 1 vor Robert Calvert, aber definitiv Hawkwinds bestes vor dem Einstieg dieses außergewöhnlichen Sängers. Und übrigens auch das letzte mit Bassist Lemmy Kilmister, dessen Rolle in der Band aber eigentlich eh immer überbewertet wird.
Was gibt es hier? Recht viele Keyboards (v.a. das Mellotron) und klar geordnete Strukturen anstelle von Jams; diese Tendenz hatte sich ja schon auf "Hall Of The Mountain Grill" abgezeichnet. Es ist jedenfalls schön zu hören, dass ein "Assault & Battery" ständig in Bewegung ist und auch ganz interessante Harmonien auffährt. Das anschließende "The Golden Void" bietet mit seiner tonnenschweren Keyboarddecke sogar etwas, dass man für Hawkwind-Verhältnisse als Pathos bezeichnen könnte. "Opa Loka" ist dagegen zwar wieder ein Vertreter des klassischen Spacerock-Instrumentals, macht aber ebenfalls gehörig Dampf, den man vor allem dem Kontrast aus dampfhammerartigem Rhythmus und flirrenden Keyboards anlasten muss. Definitiv das bessere "You Shouldn't Do That".
Auch "The Demented Man" ist nochmals besser als die Akustiknummern von "Doremi Fasol Latido" oder "Hall Of The Mountain Grill" und schafft es vollends, den Hörer in die Fantasywelt seiner mystischen Stimmung bzw. des Michael-Moorcock-Szenarios zu entführen, das diesem Album zugrunde liegen soll. Das folgende "Magnu" ist der vermutlich härteste Hawkwind-Song aller Zeiten (ausgenommen vielleicht "Angels Of Death"). Selten hat man ein schneidenderes Hauptriff und düstere Stimmungen in einem Lied dieser Band erlebt. Gerade der Refrain sucht seinesgleichen, und erstmals würde ich Nik Turner in einem Hawkwind-Stück vermissen, würde er hier fehlen. Anschließend liegt mit "Standing At The Edge", ebenso wie beim zuvor von mir verschwiegenen "The Wizard Blew His Horn" und später "Warriors", noch eine Moorcock-Deklamation vor, die zwar recht atmosphärisch ist, mit der ich persönlich abseits von dieser Atmosphärik aber eher wenig anfangen kann ("We're tired of making love" - wer's braucht...).
"Spiral Galaxy 28948" fährt anfangs unbegreiflich düster und boshaft klingende Synthies auf, entwickelt sich danach aber zu einer recht beschwingten Nummer, die in dieser Form auch von Camel stammen könnte. Den Abschluss von "Warrior On The Edge Of Time" bilden die recht unspektakulären Rocknummern "Dying Seas" und "Kings Of Speed". Beide kann man sich eher schenken, auch wenn "Dying Seas" ein paar nette Soundeffekte zu bieten hat.
Man ahnt also schon, dass die Substanz von "Warrior On The Edge Of Time" in den ersten neun Stücken zu finden ist. Hier schaffen es Hawkwind durchgehend und vermutlich in ihrer gesamten Karriere am besten, dem Hörer ein überzeugendes Szenario von Weltraum-Fantasy zu präsentieren. Dieser Versuch wird diesmal nicht durch allzu fragwürdiges Drogengeschrammel torpediert, sondern von konsequent und stilvoll gespielter Musik zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Was damit auch schon der Auftakt für die kommende Phase der Bandgeschichte sein sollte, die zwar nie wieder so düster, aber musikalisch ähnlich gehaltvoll sein sollte. Insofern kann für "Warrior On The Edge Of Time" eine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen werden.
| Anspieltipp(s): |
Assault & Battery, Magnu, Spiral Galaxy 28948 |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
28.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
27.2.2012 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Hawkwind
Zum Seitenanfang
|