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Echolyn

As The World

(Siehe auch: Leitfaden "Retroprog")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995 (Neuauflage mit Bonus-DVD 2005)
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Velveteen Records (Neuauflage)
Durchschnittswertung: 11.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Christopher Buzby keyboards, backing vocals
Tom Hyatt bass, MIDI pedals
Brett Kull guitars, vocals
Paul Ramsey drums, percussion
Ray Weston vocals

Tracklist

Disc 1
1. All Ways The Same 0:36
2. As The World 4:50
3. Uncle 6:54
4. How Long Have I Waited 4:43
5. Best Regards 4:11
6. The Cheese Stands Alone 4:48
7. Prose 1:45
8. A Short Essay 4:34
9. My Dear Wormwood 3:34
10. Entry 11.19.93 5:33
11. One For The Show 4:31
12. The Wiblet 0:47
13. Audio Verité 4:27
14. Settled Land 5:42
15. A Habit Worth Forming 4:29
16. Never The Same 7:54
Gesamtlaufzeit69:18
Disc 2
1. Intro   (Bonus DVD - "The Ritz" March 4, 1995) 0.32
2. Uncle 7.28
3. A Short Essay 5.00
4. My Dear Wormwood 3.42
5. Here I Am 5.00
6. 21 5.38
7. The Cheese Stands Alone 5.13
8. As The World 5.38
9. Interview 4.00
Gesamtlaufzeit42:11


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


"Echolyn" waren eine hochgelobte amerikanische Band, über die ich z.B. in der Newsgroup rec.music.progressive viel Gutes gehört hatte. Sie waren eine der wenigen zeitgenössischen Bands, die es schafften, eine Vertrag bei einem Major-Label, hier Sony, zu ergattern; während dieser Zeit entstand auch "As The World". Leider hat sich die Partnerschaft wohl nicht so entwickelt, wie sich beide Seiten das erhofft hatten, und nach "As The World" trennten sich "Echolyn". Da Sony auch die Rechte an den ersten beiden, inzwischen vergriffenen Platten der Band besitzt, aber keine Absichten zeigt, diese wieder zu veröffentlichen, scheint "As The World" die einzige "Echolyn"-CD zu sein, die zur Zeit noch problemlos zu erhalten ist. Nach dem Zerfall der Band starteten verschiedene Mitglieder Nachfolge-Projekte, z.B. Keyboarder Chris Buzby mit "Finneus Gauge". Inzwischen scheint aber ein neues Projekt mit mehreren Ex-Echolynern, darunter Buzby, in der Mache zu sein.

Musikalisch bieten "Echolyn" geschäftigen Prog mit vielen mehrstimmigen Gesangstellen, einem tollen druckvollen Schlagzeuger, vielen herrlich treibenden Rhythmen, komplexen, verwobenen Linien und viel Abwechslung in den einzelnen, meist relativ kurzen Stücken, in denen sich Gitarre und Keyboards sowohl in Begleitung als auch führenden Linien gleichberechtigt gegenüberstehen. Die amerikanische Herkunft der Band zeigt sich vor allem in den häufig recht zugänglichen Melodien im stimmlich sehr amerikanisch klingenden Gesang und dem ein oder anderen rockigen Rhythmus (siehe z.B. das verhältnismässig poppige "Uncle" oder der Anfang von "How Long Have I Waited"), aber auch durchaus schräge, krummere Stellen werden geboten, all dies überaus souverän und gut produziert. Einer der Einflüsse der Band scheinen "Gentle Giant" zu sein, zumindest wenn man die immer wieder auftauchenden Gesangs- und Instrumentalstellen mit mehreren gegenläufigen Melodien betrachtet, die gut hörbare Anklänge zeigen (siehe das Titelstück oder der Mittelteil von "How Long Have I Waited"). Insgesamt ist das ganze jedoch auf keinen Fall so jazzig wie "Finneus Gauge", sondern deutlicher von Rock-Herkunft.

Die Platte ist grob dreigeteilt, wobei der mittlere Teil (Tracks 7-11) unter der Überschrift "Letters" läuft. Jeder der drei Teile wird eingeleitet von einem kurzen Instrumental. Teils sind die Stücke mit Streichern und anderen Orchester-Instrumenten instrumentiert, und es gibt viele Highlights und kaum echten Ausschuss. Z.B. gleich das Titelstück mit seinem vorwärtsdrängenden Sound, polyphonem mehrstimmigen Gesang: ein klasse Einstieg, der mich beim ersten Hören richtig weggeblasen hat. Oder "My Dear Wormwood", das mich immer an frühe "Genesis" erinnert, sicher nicht wegen der Musik sondern der Art, in der eine Geschichte erzählt wird (angelehnt an die "Screwtape Letters" von C.S.Lewis, denke ich mal), oder die herrlich anrührende Schlussnummer inklusive Orchester-Instrumentierung und schwärmerischem Bombast-Schluss.

Natürlich gibt es auch einige schwächere Momente. Die ein oder andere Stelle klingt ein bisschen zu bemüht schräg (z.B. "Prose") und auch Buzbys Synthie-Sounds liegen ab und an auf der etwas käsigeren Seite der Dinge, aber alles in allem ist "As The World" doch eine beeindruckend souveräne Vorstellung. Vielleicht ist die CD etwas zu lang (69:27), da es zumindest mir bei einem kompletten Durchgang schwerfällt, den Überblick zu behalten und die einzelnen Stücke auseinander zu halten, aber ansonsten: "Echolyn" sind mit ihrer Mischung aus eingängiger Melodienseligkeit und komplexen, treibenden Stellen für mich einfach die besseren "Spock's Beard"...

Anspieltipp(s): As The World, My Dear Wormwood
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.4.2002
Letzte Änderung: 30.6.2011
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 4)


Selten hat mich eine Scheibe so gefesselt wie "As The World". Dabei hatte ich anfangs durchaus meine Schwierigkeiten mit dem Album. Die Mischung aus Komplexität und Eingängigkeit mündet bei der Band in einem sehr eigenwilligen Sound und sehr innovative Musik. Einmal daran gewöhnt hat mich das Album jedoch nicht mehr aus seinem Bann entlassen.

Man hatte seinerzeit einen Deal mit der Sony und die war nicht fähig, die Band angemessen zu featuren. Echolyn sind zwar eingängig, aber gar radiotauglich oder massenkompatibel kann man die Musik nicht bezeichnen. Sämtliche Musiker sind Ikonen an ihren Instrumenten und zelebrieren ihren Sound. Die Stücke können mit noch so eingängigen Melodielinien versehen sein, sind jedoch mit tausenden Feinheiten gespickt. Als Beispiel sei nur mal das wirklich sehr facettenreiche Drumming genannt, welches aus einer Pop-rockigen Ballade einen echten Überhammer fabrizieren kann. Dominierend auf "As The World" ist eine akustische bzw. elektro-akustische Gitarre. Dazu wummert ein gar unglaublicher Groove. Zahllose Breaks durchziehen die Stücke und sehr charismatisch ist die Nähe zu Gentle Giant beim Gesang. Wo es geht wird mehrstimmig geträllert.

Ich sag euch, wen dieses Album fesselt, der kommt so schnell nicht von los. Unverständlicherweise dauerte es bei mir einige Zeit bis es zündete, doch zwischenzeitlich ist es wohl eines der meistgehörten Alben die ich habe.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.7.2003
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 14/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 4)


Eine wichtige Nachricht für Echolyn-Fans und Freunde guten progressive Rocks mit Retro-Touch im allgemeinen: Das vergriffene 1995-Album "As The World" von Echolyn wurde durch die Band neuaufgelegt und ist jetzt (Juli 2005) verfügbar (z.B. über die Band-Homepage). Anscheinend hatte Sony ein Einsehen und ermöglichte der Band die Wiederauflage des Albums in Eigenregie. Das Ganze kommt im Digipak mit neuem - hm - "Art"work und einer DVD als Bonusbeilage. Booklet gibt es kein richtiges, nur ein beigelegtes Faltblatt mit den wichtigsten Informationen.

"As The World" war damals ja das erste (und einzige) Album von Echolyn für Sony. Musikalisch setzt sich hier die Entwicklung von "Suffocating The Bloom" stringent fort. Die Band wird komplexer, teilweise gar frickelig, und virtuoser als auf ihren ersten Alben. Dies dürfte in der Rückschau vielleicht einer der Gründe gewesen sein, warum der Deal mit Sony so schnell in die Brüche ging...

Trotzdem ist das Album atemberaubend: Die ersten sechs, na ja eigentlich fünf, Songs sind ein Hammer nach dem anderen. Der Höhepunkt kommt allerdings gleich zu Beginn: Der Titelsong bläst einen mit seinem Vokalarrangement und seinen komplexen Instrumentalparts sofort weg. Aber "Uncle" steht dem kaum nach. Und bis zu "The Cheese Stands Alone" lassen Echolyn im Tempo auch nicht nach und liefern ihre unnachahmliche Mischung aus Chorgesang, komplex-virtuosen Instrumentalparts und flottem Groove.

Wie immer bei Echolyn habe ich kleinere Probleme mit den längeren Tracks. So bremst die Suite "Letters" das Album etwas aus. Seltsame balladeske Titel umrahmen den Track "My Dear Wormwood", der in seiner aufgesetzt wirkenden Komplexität bei mir einfach nicht zünden will. Dagegen kann mich das ausgefeilte Vokalarrangement von "One For The Show" schon wieder mehr begeistern.

Danach gibt es mit "Audio Verite" nochmal einen vertrackten Kracher, der zunächst unspektakulär wirkt, aber bei genauerem Hören ein Gimmick nach dem anderen Preis gibt. Anschliessend klingt das Album dann relativ ruhig aus. Wobei die abschliessende Halbballade "And... Never The Same" sicherlich einen für Echolyn-Verhältnisse sehr gelungenen ruhigen Song darstellt. Gelungenes Streicher-Arrangement, Flötentöne und akustische Gitarre, alles sehr schön und stimmungsvoll, bis zum verhaltenen Bombast am Ende. Trotzdem: Ruhe und Atmosphäre sind nicht unbedingt die ganz starken Seiten der Band. Aber das macht nix... Echolyn sind die Groove-Progger und dafür liebe ich sie.

Insgesamt ist "As The World" sicherlich das am schwersten zugängliche Album von Echolyn. Neben viel mitreissender, grosser Musik verstecken sich hier auch ein paar Längen. Trotzdem ein "Must-Have" für Proggies, gerade mit Begeisterung für Prog mit Retro-Touch im modernen Soundgewand.

Die Bonus-DVD enthält den Mitschnitt eines Konzerts von Echolyn, aufgenommen am 04. März 1995 in Detroit (also zwei Tage vor der offiziellen Veröffentlichung von "As The World"). Die Aufnahmen wurden von einem lokalen Kabelsender mit zwei oder drei Kameras gemacht und sind nicht wirklich professionell. Mal läuft jemand durchs Bild, mal wird bei einem Bass-Solo der Gitarrist gezeigt oder man kann Sänger Weston bewundern, wie er mit Mikrophon kämpft. Trotzdem ist es schön, die Band ungeschminkt live zu sehen. Der Klang ist in Ordnung, es wird natürlich "nur" ein Stereomix geboten.

Echolyn spielen "Uncle", "A Short Essay", "My Dear Wormwood", "Here I Am" (tolle Version!), "21", "The Cheese Stands Alone" und "As The World" (Hammer!). Wie man sieht also schon ziemlich viel vom neuen, noch unveröffentlichten Album. Mit von der Partie waren bei diesem Konzert Discipline und zwei Thrash-Metal-Bands. Das Publikum war wohl auch eher aus der Heavy-Ecke, wie Ray Weston in einem Tagebuch-Auszug schreibt. Scheint so als hätte Echolyn dies auch irgendwie inspiriert, auf jeden Fall geht die Band deutlich heftiger als beispielsweise auf "Stars And Gardens" zu Werke. Das steht ihr aber gut und die Kompositionen von "As The World" erhalten so nochmals ordentlich drive. Zum Abschluss gibt es dann noch ein nettes Interview mit Ray Weston und Brett Kull.

Anspieltipp(s): As The World, Uncle, The Cheese Stands Alone
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.7.2005
Letzte Änderung: 18.7.2005
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 4 von 4)


Jetzt muss doch auch mal begründen, warum ich über die späten Echolyn (seit „mei”) so schimpfe und ständig „As the World” als Gegenbeispiel bringe. Ich hoffe, daß einige Anmerkungen zu den ersten 5 Minuten und 26 Sekunden als Stütze meiner Argumentation ausreichen.

Ich lege die CD ein, drücke auf „Play”...

„All Ways The Same” ist ein „Streich*tett”, Anführungszeichen und Sternchen deshalb, weil es natürlich vom Keyboard kommt. So muss der Einstieg in ein Progalbum sein: Pseudoklassisch - 19. Jahrhundert. Schön vor allem, was nach etwa 4 Sekunden im Bass passiert. Da hat einer gut hingehört bei den alten Puderköpfen. Dann nach 9 Sekunden die mehrstimmigen „babdada, babdada”-vocals, die die Musik sofort in die 70er des 20 Jahrhunderts holen, weil sie so deutlich an Starcastle anklingen, daß es für den Fan des klassischen Prog und solcher „guten Morgen, Dave”-Anspielungen eine Freude ist. Das Ohr zwinkert zurück und lauscht den (rhythmischen) Anspielungen auf den folgenden Track „As the World” (gemeint ist die Stelle „as the World, as the World, as the World, as the World”) und der Steigerung gegen Ende.

Ganz am Ende mischt sich ein Becken ein, dann meldet sich ein Schlagwerk, aber nur, um sofort Kulls Akustikgitarre Platz zu machen. Ein Soundumschwung, der radikaler nicht sein könnte - und trotzdem überzeugend ist.

„As the World”, 0:00: Kull spielt einen groovenden, weil pointierten 5/8-Takt. Nach 2 Sekunden die Vocals von Ray Weston: „I'm stretching my ears they're open and not withstanding / To rhythmic syncopation, harmonic dissonance / I move to a groove that will never stop swinging / And I sing to a song that never ends”. Ein Progsong über Prog, so muss die Postmoderne sein. Nicht so radikal wie King Crimsons „Happy with what you have to be happy with”, aber wer ist schon so radikal wie King Crimson. Schön, wie nach und nach ganz unmerklich die E-Gitarre in den Vordergrund kommt und das Ganze zu einem Rocksong wird.

Nach 35 Sekunden der Refrain, mit seinem ironisch-selbstmitleidig-selbstbehauptenden „It's harder to sit when everyone else is standing / To shake your head as the world just nods away”; Sätze, die man, oft auch ohne Ironie, gerne von Progfans hört.

Am Ende des Refrains: Full Stop. Eigentlich ein Klischee, aber selten genug, um nicht allzusehr als solches aufzufallen. Hier sinnvoll, weil die Soundgestalt des Songs sich durch Buzbys Orgel gleich danach komplett verändert. Dritte Strophe. „In my argument arrogance has no friend”. Dann wieder ein Refrain, eine Paraphrase des ersten.

Nach 1:25 recht traditionellen Songaufbaus passiert dann folgendes: 10 Sekunden kontrapunktischer Instrumentalbarock im 11/8-Takt mit Gitarre, Keyboard und Schlagzeug, die in dieser Reihenfolge versetzt einsetzen. Dann wieder der volle Bandsound, weiter im gleichen Takt. Ab 1:55 eine kurze Keyboardfigur, gleich darauf wiederholt, um gegen 2:02 von gentle-giantigen Vokalarrangements abgelöst werden. Wieder zwinkert das Ohr ob der gelungenen Reminiszenz. Nochmal die doppelte Keyboardfigur, diesmal gegen 2:18 aber abgelöst von einer kurzen ebenso durchkomponierten Gitarrenpassage, die zu einer wohlverdienten Ruhepause im 6/8-Takt überleitet. Lang ist sie nicht (2:27 - 2:46). Zudem wird sie vom schrägen Spiel Buzbys begleitet, dessen Wirkung auch die die harmonischen Stimmen überdecken können, die nach wenigen Sekunden hinzutreten.

Wieder ein radikaler Bruck: zurück zu den kontrapunktischen GG-Vocals, dann ein schnelles, wildes Gitarrensolo, danach ein ebensolches, aber noch abgedrehteres Keyboardsolo, beide offensichtlich teilweise komponiert.

Ab 3:22 folgt ein tullesker Stop-and-Go-Bruch, der auch auf „Brick” passen würde, für einen Moment ist der Song ganz weg. Danach wird die Passage von 1:37 wieder aufgegriffen, ohne Vocals diesmal, aber auch ohne ein Solo, ab 3:39 dann wieder eine neue Idee, die schon angesprochene Stelle „as the World, as the World, as the World, as the World”. Zurück zum Refrain, wieder mit neuen Lyrics. Schluß im Chaos, wir grinsen wieder, erkennen wir doch „Schizoid Man”.

Selten hat eine Band so viel in 5:26 gepackt. Wunderbar die rotzigen Stilbrüche, die ironischen Lyrics, die zahlreichen Anspielungen auf die Prog- und Klassikimitationen-tradition, die Rhythmuswechsel, dabei aber auch der Drive und die Power, mit der das Ganze rübergebracht wird. Ich gebe zu, „All Ways The Same”/„As the World” ist ein Extrembeispiel, auch im Werk Echolyns, aber diesen Sinn fürs Kleinteilige, Ausgefeilte, den Humor und die Ironie und das differenzierte Spiel mit Harmonie, Disharmonie, Polyphonien und Synphonien und den souveränen und augenzwinkernden Umgang mit der Tradition haben sie auf ihren jüngeren Alben leider aufgegeben, und das finde ich schade.

P. S.: So höre ich Musik - krank oder? Aber so macht's mir eben Spaß!

Anspieltipp(s): Na, was wohl!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.1.2006
Letzte Änderung: 29.9.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Echolyn

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Echolyn 13.00 1
1992 Suffocating The Bloom 12.00 2
2000 Cowboy Poems Free 9.67 3
2002 A Little Nonsense 12.00 2
2002 Mei 11.14 7
2003 Jersey Tomato Vol.2 10.00 3
2004 Stars And Gardens (DVD) 12.33 3
2005 The End Is Beautiful 10.75 4
2012 echolyn (The Window Album) 12.50 2
2015 I Heard You Listening 11.50 2

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