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24795 Rezensionen zu 16976 Alben von 6612 Bands.
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Eskaton

Ardeur

(Siehe auch: Leitfaden "Zeuhl")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (CD 2003)
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Soleil Zeuhl
Durchschnittswertung: 10.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

André Bernardi Bass
Paule Kleynnaert Vocals
Gérard Konig Drums
Gilles Rozenberg Organ, Synth, Guitar
Marc Rozenberg Fender piano, Piano
Amara Tahir Vocals

Gastmusiker

Patrick Lemercier Violin (1, 6)
Alain Blessing Guitar (8, 9)
Eric Guillaume Fender piano (8, 9)

Tracklist

Disc 1
1. Ardeur   (Stück 1 der LP) 2:31
2. Couvert de gloire   (Stück 2 der LP) 4:25
3. Pierre et l'ange   (Stück 6 der LP) 4:01
4. Attente   (Stück 3 der LP) 6:44
5. Dagon   (Stück 7 der LP) 10:07
6. Un certain passage   (Stück 5 der LP) 6:48
7. Eskaton   (Stück 4 der LP) 6:00
8. Le chant de la terre   (CD-Bonus) 6:22
9. If   (CD-Bonus) 4:24
Gesamtlaufzeit51:22


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


"Ardeur", Eskatons erste reguläre LP wurde im Jahr 2003 endlich auf CD wiederverlöffentlicht. Lange Zeit war von der französischen Zeuhl-Gruppe nur ihre Kassette 4 Visions auf CD erhältlich (diese ist allerdings inzwischen vergriffen), jetzt hat das kleine französische, auf Zeuhl-Wiederveröffentlichungen spezialisierte "Soleil"-Label darangemacht, auch die restlichen Eskaton-Aufnahmen auf CD zur Verfügung zu stellen. Neben "Ardeur" ist dies das zweite Album "Fiction", das 2004 zusammen mit dem grössten Teil der bisher unveröffentlichten LP "I Care" auf einer CD erscheinen soll.

Beim Hören von "Ardeur" fällt erstmal auf, dass erstaunlicherweise der Sound der regulären LP weniger fett und voll ist wie der des Kassettenalbums. Das mag natürlich zum Teil daran liegen, dass gegenüber "4 Visions" die Besetzung etwas eingedampft wurde, von 8 auf 6 Leute... Zum anderen lässt sich daran sicher auch die musikalische Entwicklung der Band ablesen, deren Sound hin zu "Fiction" immer sparsamer, aber auch synthetischer wurde. Die verstärkte Präsenz des Synthesizer ergibt auf "Ardeur" schon - nebn den nicht ganz so dichten Arragenments - den grössten Unterschied zu "4 Visions". Dazu sind die Stücke kompakter aufgebaut, die Laufzeiten kürzer, die Strukturen weniger ausufernd, so dass auch die beiden Neuaufnahmen von "4 Visions"-Nummern, "Attente" und "Eskaton" sich deutlich von den Original-Versionen abheben.

Trotz all dieser Unterschiede biete "Ardeur" immer noch jeden Menge fetten Zeuhl: druckvoll treibende Schlagzeug-Arbeit, elastisch grollender Bass, repetitive Keyboard-Begleitung und hymnisch-operesker Gesang der beiden Sängerinnen machen deutlich, dass Magma immer noch die Eskaton-Inspiration Nummer eins sind, insbesondere wenn Gastviolinist Patrick Lemercier von Malicorne bei zwei Stücken mitgeigt und dadurch der Sound noch stärker in Richtung Mittsiebziger Magma geht. Fast alle Nummern sind sehr bewegt und rhythmisch druckvoll, erst gegen zweite Hälfte der CD gibt es ein paar Verschnaufpausen, etwa bei mystischen Anfang des langen "Dagon" - das dann aber schnell wieder zum hektischen Zeuhl-Sound dreht - und dem fast balladesken "Un certain passage", das aber durch die flotte E-Piano-Begleitung auch nervöse Energie versprüht.

Als Bonus zum ursprünglichen Album hat Soleil Zeuhl noch die ebenfalls sehr seltene Single "Musique Post Atomique" von 1979 auf die CD gepackt. Diese Single war wohl eher als erstes Lebenszeichen der Band gemacht, einen Hit können sich Eskaton davon kaum versprochen haben, denn musikalisch geht genauso nervös-zeuhlig zu, wie auf den Alben. Lediglich die Soundqualität der damals günstig gemachten 4-Spur-Aufnahmen ist einen Tacken schlechter.

Insgesamt ist "Ardeur" für jeden Zeuhl-Fan sowieso eine Empfehlung, und auch für Einsteiger in den musikalischen Magma-Kosmos geeignet, da es hier recht knapp und konzis sowie upbeat und - bei aller apokalyptischen Thematik - fast fröhlich zugeht.

Anspieltipp(s): Eigentlich egal
Vergleichbar mit: Magma
Veröffentlicht am: 11.1.2004
Letzte Änderung: 11.1.2004
Wertung: 11/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 4)


Die erste reguläre Platte der Band klingt leider an manchen Stellen blechern, was aber den musikalischen Gehalt nicht mindert.

Wieder ist es der merkwürdige Leadgesang der beiden Frauen, der zwischen Oper und Folk pendelt, der neben den flirrenden Synthezisern und dem druckvollen Bass den besonderen Reiz der Musik ausmacht. Kürzer als die Stücke der vorangegangenen Kassette erinnern mich die Stücke an "Attahk" vom großen Vorbild Magma. Die CD ist in den ersten drei Titeln fast fröhlich und beschwingt. Die gelegentliche Violine des Gastmusikers von Malicorne verleiht ihr einen zusätzlichen Reiz.

Düster wird es erstmals mit der neuen Einspielung von "Attente" und besonders dem langsam und schwermütig wirkenden "Dagon", das leicht "Üdü Wüdü"-Feeling aufkommen läßt, ist doch der Bass auch bei diesem Stück dominierendes Instrument. Auch die Bonustracks sind nicht mehr so unbeschwert wie am Anfang, sondern erinnern stärker an die klassischen MAGMA-Stücke.

Trotz leichter Soundmängel eine tolle Zeuhl-Platte. Nur geringfügig schwächer (für mich) als 4Visions.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.1.2005
Letzte Änderung: 30.1.2005
Wertung: 10/15
1 Punkt Abzug wegen dem Sound

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Trotz aller Nähe zum großen Vorbild Magma ist Eskaton mit "Ardeur" ein sehr eigenständiges Zeuhl-Album gelungen. Wie Andreas bereits schrieb, weisen vor allem die ersten vier Stücke mit ihrer hymnischen, fröhlichen, geradezu ausgelassenen Stimmung eine gewisse Ähnlichkeit zu Magmas "Attahk" auf - mit dem Unterschied allerdings, dass die Eskaton-Songs richtig gut sind ;-). Diese fröhliche Atmosphäre steht gerade bei "Couvert de gloire" in hartem Kontrast zum düster-pessimistischen Text.

In den weiteren Stücken verdüstert sich die musikalische Atmosphäre etwas, wird aber immer wieder durch die glockenhellen Stimmen der beiden Sängerinnen "aufgehellt". Neben "richtigem" Text werden dabei oft nur hymnische "ahahaaas" deklamiert. Die Instrumentation ist meist recht keyboardlastig und erinnert manchmal sogar an die Minimalelektroniker Heldon.

Insgesamt ein schönes Zeuhl-Album.

Anspieltipp(s): Couvert de Gloire, Dagon
Vergleichbar mit: "fröhliche" Magma
Veröffentlicht am: 3.7.2005
Letzte Änderung: 3.7.2005
Wertung: 10/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 4 von 4)


Eskaton wissen mit einem hypnotischen Synthie-Zeuhl zu gefallen und erweitern den Klangkosmos von Magma um sirenenartige weibliche Gesangsarien im Zusammenspiel mit einem flirrenden Elektronikansatz. Ein grummelnder Bass und diszipliniert perlende Einsätze des E-Pianos sorgen für das archaisch rumpelnde Grundgerüst. Zwischen apokalyptisch anmutender Eindringlichkeit und ungewohnt beschwingter Euphorie entfaltet "Ardeur" eine fesselnde Stimmung. Die Band weiß sich sehr geschickt aus dem streng strukturierten Zeuhl-Konzept loszulösen und einen eigenen Weg einzuschlagen.

Wenn im Song "Dagon" nach sphärischer Einleitung ganz behutsam mit wortloser weiblicher Gesangsakrobatik und mystischen Tastenklängen eine prickelnd-hypnotische Stimmung aufgebaut wird, setzt in der zweiten Hälfte ein durch Mark und Bein gehender Bass ein. Vibrierende Elektronik und ein groovendes Schlagzeug sorgen für weitere Spannungsschübe. Der französische Gesang der beiden Chanteusen wirkt in dem ganzen Zeuhl-Umfeld erfrischend und passend.

Eskaton haben ihr von vornherein klar abgestecktes Terrain mit Hilfe von beschwingt sirrenden Tastenklängen und hohem Sirenengesang um eine spannungsreiche Komponente erweitert. Das prickelnde Nebeneinander aus repetitiver Eindringlichkeit und quicklebendiger Verspieltheit könnte mitunter auch den bekennenden Zeuhl-Skeptikern gefallen.

Anspieltipp(s): Dagon
Vergleichbar mit: beschwingte Magma
Veröffentlicht am: 1.6.2006
Letzte Änderung: 1.6.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eskaton

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 4 Visions 12.00 3
1983 Fiction 9.00 3

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