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23571 Rezensionen zu 16104 Alben von 6256 Bands.
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Guru Guru

Guru Guru

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973 (Wiederveröffentlichung im DigiPak 2004)
Besonderheiten/Stil: Krautrock
Label: Brain / Universal
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mani Neumeier Percussion, Drums, Keyboards, Vocals
Ax Genrich Guitar, Vocals
Bruno Schaab Bass, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Samantha's Rabbit 3:02
2. Medley 13:28
3. Woman Drum 3:59
4. Der Elektrolurch 9:25
5. The Story of Life 12:05
Gesamtlaufzeit41:59


Rezensionen


Von: Udo Gerhards


Guru Gurus gleichnamiges viertes Album wurde Anfang 2004 zusammen mit einer Reihe weiterer wichtiger Alben, die ehedem beim Kraut-Label "Brain" erschienen (z.B. Embryos "Steig Aus" oder Harmonias "Musik von Harmonia"), als remasterte CD im DigiPak von Universal wiederveröffentlicht.

Die erste Hälfte der LP wird umrahmt von zwei kürzeren Stücken, "Samantha's Rabbit" und "Woman Drum", die in Krautrock-Manier und Guru Guru-typischer Quirligkeit (siehe das Banjo - oder ist es doch eine Ukulele? -die unvermitteln in "Samantha's Rabbit" mitschrammelt) Rock'n'Roll- und Beat-Vorbilder mit Psychedelischem und seltsamen Ausflügen vermischen. Ein bezeichnendes Zitat für diese Mischung ist die Textzeile "A Wop bop a loo bop, hit the gong" in "Woman Drum": "Tutti Frutti" trifft auf Psychedelik. Wegen der Trio-Besetzung Gitarre-Bass-Schlagzeug und der dementsprechend fehlenden Keyboards besitzen Guru Guru allerdings nicht die teutonische Schwere, wie so bei vielen anderen wichtigen Krautrockern anzutreffen ist. Diese beiden kürzeren Stücke erinnern mich übrigens bizarrerweise an manche der weniger seltsamen Mike Keneally-Nummern, die in ähnlicher Weise Klischees aufbrechen und auch vom Gitarrensound her vergleichbar sind.

Im Zentrum der ersten Seite steht allerdings das lange "Medley", das wirklich ein solches ist: hier werden - von einem kurzen psychedelisch ruhigen Mittelteil abgesehen - Versatzstücke verschiedener Rock'n'Roll-Stücke verbraten. Allerdings funktioniert das - für mich zumindest - weder als Parodie noch als Hommage, da diese Rock'n'Roll-Nummern grösstenteil sehr stilgetreu runtergespielt werden. Diese Nummer trübt den Gesamteindruck der Platte doch.

Die zweite Hälfte beginnt mit der wohl bekanntesten Guru Guru-Nummer, dem "Elektrolurch", eine Collage verschiedener spacig-psychedelischer Teile, handgemachter Soundeffekte und bizarrem Text, bei dem die bekannten Comedy-Neigungen der Band voll zum Tragen kommen:

"Gestatten, hier spricht der Elektrolurch.
Ich wohne in der Lüsterklemme neben dem Hauptzähler.
Ich sorge für Euren Saft.
Volt, Watt, Ampere, Ohm
Ohne mich gibt's keinen Strom."

"The Story of Life" schliesslich beschliesst "Guru Guru" psychedelisch-spacig, relativ ruhig, mit leicht quäkigem Gesang und - dank echo-beladener Slide-Gitarre - gelegentlich stärkeren Anklängen an Pink Floyd.

"Guru Guru" gehört sicherlich mit zu den bekanntesten und prägendsten Platten des Krautrocks, und sollte in der Sammlung jedes Fans der Stilrichtung stehen. Mir persönlich vermiest leider das Rock'n'Roll-Medley den Genuss etwas.

Anspieltipp(s): Der Elektrolurch
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.4.2004
Letzte Änderung: 22.4.2004
Wertung: 9/15
Ohne Rock'n'Roll-Medley 10-11

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Guru Guru

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Ufo 9.50 2
1971 Hinten 10.00 1
1972 Känguru 11.00 1
1973 Don't Call Us (We Call You) 6.00 2
1974 Dance of the Flames 10.50 4
1975 Mani und seine Freunde 8.00 2
1976 Tango Fango 7.00 1
1977 Globetrotter 3.00 1
1978 Guru Guru Live 10.00 1
1979 Hey Du 4.50 2
1993 Shake well 5.00 1
1995 Wah Wah 5.50 2
1995 Guru Guru & Uli Trepte (Live & Unreleased) 10.00 1
1997 Moshi Moshi 4.50 2
1998 98 Live - 30 Jahre Live - 6.00 2
2000 2000 Gurus 9.00 1
2005 In The Guru Lounge 10.00 1
2007 Wiesbaden 1972 10.00 1
2007 Krautrock Classics: Guru Guru - Notwehr - 1
2008 psy 11.00 1
2011 Doublebind 10.00 1
2013 Electric Cats 11.00 1
2014 45 Years Live 11.00 1
2016 Live in Concert 12.00 1

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