SUCHE
Erweiterte Suche
Leitfaden: Zeuhl
Bondage Fruit
Dün
Eskaton
Happy Family
Koenji Hyakkei
Magma
Ruins
Shub Niggurath
Vortex
Weidorje
Zao
Persönliche Tips
Guapo
Kultivator
One Shot
Yeti
STATISTIK
24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Bondage Fruit

II

(Siehe auch: Leitfaden "Zeuhl")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Maboroshi No Sekai
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Kido Natsuki Guitar, Orgel
Ohtsubo Hirohiko Bass, Gesang
Okabe Yoichi Trap Drum, Percussion
Takara Kumiko Vibraphone, Marimba, Percussion, Piano
Saga Yuki Gesang
Katsui Yuji Violin, Gesang
Yen Chang Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Mobile 4:57
2. Daichi No Ko 7:23
3. Caucus Race 7:26
4. Cottleston Pie 5:31
5. Gel-Celloid 3:27
6. Kodomo No Guntoi 10:00
7. Terminal Man 15:15
Gesamtlaufzeit53:59


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Bondage Fruit waren Anfang bis Mitte der 90er (neben Happy Family und Ruins) wohl eine der bekanntesten und besten Zeuhl-Formationen aus Japan. Auf ihren ersten beiden Alben (Bondage Fruit von 1994 und II von 1996) findet man daher an Magma orientierte Musik, aber alles in allem heftiger und dissonanter als beim Original. Zeuhl-charakteristisch ist vor allem der leicht hektische Gesang. Yuki und Chang unterlegen fast jedes der sieben Stücke über weite Bereiche mit ihrem Scat-artigen Gesang, der in der Regel aus diversen Wiederholungen von DuDuDus und HuHuHus besteht (und die nach einiger Zeit etwas nerven), während die beiden männlichen Sänger für die eher spärlichen Textpassagen zuständig sind (Japanisch ist hier ein sehr guter Ersatz für Kobaïsch! Zumindest versteh ich genauso viel, nämlich nichts!).

Stark nach Magma klingen "Mobile" und "Gel-Celloid", während die anderen Stücke sich mehr oder minder weit von ihrem Vorbild entfernen. In "Daichi No Ko" spielt Natsuki eine sehr spacige Gitarre (Hillage-artig ?!), so daß das Stück fast an Gong erinnert. "Cottleston Pie" ist eine reine Akustiknummer, die durch die dominante Violine einen starken Folk-Touch bekommt. "Kodomo No Guntoi" wiederum ist eine Free-Jazz-Rock-Improvisation, die im Mittelteil recht chaotisch geraten ist.

Der Hammer ist schließlich das letzte Stück ("Terminal Man"). Ein heftiges Metal-Riff leitet einen Zeuhl-DaDaDa-Chorus ein, der in ein durchgeknalltes Japan-Vocal-Marimba-Chaos übergeht, nach erneutem Zeuhl-Chorus in einen schnellen Basslauf mündet, der rund fünf Minuten anhält, wahrenddem Natsuki seine Gitarre zerlegt, die Violine kreischt und sich die beiden Percussionisten austoben. Das Ganze mündet in einen lang anhaltenden, verzerrten Gitarrenton, der sich in einem von der Gitarre unterlegten Geigensolo auflöst (erinnert mich etwas an die Cross-Wetton-Bruford-Fripp Aera Crimson), in das sich nach einiger Zeit wieder Schlagzeug und Bass heftigst einfügen. Nach einer Art Reprise (Metal-Riff plus Zeuhl-DaDaDa-Chorus) klingt das Stück aus und der Zuhörer wischt sich verdientermaßen den Schweiss von der Stirn.

Also, wer Ruins oder Happy Family kennt und mag, oder wer eine Heavy-Version von Magma auf Japanisch kennenlernen möchte und eher schrägen Tönen nicht abgeneigt ist, der sollte unbedingt mal in II reinhoeren.

Anspieltipp(s): Terminal Man
Vergleichbar mit: Magma, Happy Family, Ruins
Veröffentlicht am: 25.4.2002
Letzte Änderung: 5.11.2004
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Bondage Fruit

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Bondage Fruit 11.00 1
1997 III - Récit 9.00 1
1999 IV 7.50 2
2002 Skin 9.50 2
2005 Bondage Fruit VI 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum