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Yeti

Volume Obliteration Transcendence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: instrumental; Zeuhl
Label: Life Is Abuse
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tommy Atkins Bass, Keyboards, Gesang
Eric Harris Gitarre, Gesang
Jon Teague Schlagzeug, Keyboards, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Cusp Of Something You Don't Understand 11:57
2. Strangled By Light 15:13
3. Blood Lotus 6:56
4. Black Pills 19:05
Gesamtlaufzeit53:11


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Nach dem plötzlichen Tod ihres Keyboarders Doug Ferguson war die Zukunft von Yeti aus Texas ungewiss. Die verbliebenen drei Mitglieder entschieden sich dazu, als Trio weiterzumachen. 2004 erschien in dieser Besetzung der Zweitling "Volume Obliteration Transcendence".

Natürlich hat der Tod Fergusons den Yeti-Sound verändert. Bassist Atkins und Schlagzeuger Teague teilen sich die Keyboard-Arbeit, diese stehen aber nicht mehr so sehr im Vordergrund wie noch bei Things To Come.

Dezent-düstere Mellotron-Flächen, surreale Zirpen-Synthies und Synthesizer-Effekte (Filter-Blubbern, moduliertes Rauschen und Co.) bauen eine gleichermaßen bedrohliche wie unwirkliche Atmosphäre auf. Dies unterstreichen auch die neu hinzu gekommenen "Vocals", wobei diese ziemlich in den Hintergrund gemischt sind: die Texte, soweit vorhanden, sind nicht zu verstehen. Das Geflüster, Gekreische, Gebelle wird eben nicht tragend, sondern als zusätzliches Instrument mit eigener Klangfarbe eingesetzt.

Yeti bauen auf behutsam zelebrierte Spannungsbögen: minutenlang poltern monolithische angezerrte Bass-/Gitarreriffs in Zeitlupe und fette verschleppte Drums im Garagensound aus den Boxen, farbig angemalt durch Keyboardgesang und Stimmfetzen, bis sich das Ganze in flotten Ausbrüchen und Uptempo-Teilen mit drängender Rhythmik entlädt, die zwar heftig und agressiv, aber dennoch gequält und gezügelt sind und dadurch möglicherweise noch brutaler und bedrohlicher wirken. Dies unterstreichen auch die (sehr seltenen) windenden, schräg-jammernden, sägenden Gitarren-Soli. Hier windet sich jemand in Fesseln und Gefangenschaft, aber der Ausbruch gelingt nicht. Keine Frage: "Volume Obliteration Transcendence" ist deutlich düsterer geraten als "Things To Come", dessen verschmitzter Billig-SciFi-Charme kaum unterdrückter Wut und Trauer gewichen ist.

Anspieltipp(s): Strangled By Light
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.6.2004
Letzte Änderung: 18.6.2004
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Zeuhl ist nicht unbedingt ein Stil, den ich mit einer texanischen Band in Verbindung bringen würde. Um so erfreulicher, dass sich die Texaner Yeti dieser Spielart des Prog angenommen haben. Und was das Trio auf seinem zweiten Album bietet (den Vorgänger kenne ich leider nicht), braucht sich vor Genregrößen nicht zu verstecken!

Äußerst düster und unterschwellig aggressiv ist dieses musikalische Gebräu. Da brodelt ständig ein Vulkan aus dreckig verzerrten Bässen und Gitarren in quälend langsamem Tempo, bis das Ganze in heftigen Eruptionen ausbricht. Aber auch in diesen Momenten bleibt das Tempo eher verhalten.

Ganz bizarr ist der "Gesang", eine ständige Abfolge von Bellen, Knurren, Raunen, Grunzen - ja, Grunzen, etwas das ich eigentlich stets verabscheue, aber wenn es so dezent im Hintergrund eingesetzt wird wie hier, wirkt es tatsächlich düster und bedrohlich, ganz anders als auf die albern-plakative Art, die sich bei diversen Metal-Bands findet.

Hier werden keine feierlichen Hymnen à la Magma zelebriert, eher tun sich Abgründe der menschlichen Seele auf. Von der Stimmung her erinnert das etwas an die neueren Present, aber Yeti bringen weniger ein RIO-Element ein als vielmehr eine Portion Grunge oder sogar Punk, gerade im Gesang.

Wer die düster-bizarre Welt von Present oder auch Guapo schätzt, sollte sich unbedingt mit diesem Album beschäftigen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2007
Letzte Änderung: 3.8.2007
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yeti

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Things To Come 10.50 2

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