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Ashra

New Age of Earth

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Elektronische Musik
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Manuel Göttsching all instruments

Tracklist

Disc 1
1. Sunrain 7:28
2. Ocean of tenderness 12:36
3. Deep distance 5:46
4. Nightdust 21:50
Gesamtlaufzeit47:40


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 3)


Obwohl eine reine Soloplatte Göttschings, erschien diese LP/CD unter dem neuen Namen ASHRA auf dem VIRGIN-Label.

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger "Inventions For Electric Guitar" spielt er mehr Synthesizer als Gitarre und selten waren die Titel treffender.

"Sunrain" erinnert mit seinen helltönenden Sequencerspuren und der fröhlichen Leadmelodie wirklich an einen lauen Sommerregen, der "Ocean of tenderness" wogt ruhig und sanft, die "Deep distance" sind kosmisch und kühl wie auch der "Nightdust". Letztere erinnern ein wenig an Klaus Schulze - wogende Orgel- & Mellotronsounds, pulsierende Bässe und andere Synthesizereffekte sind diesmal die Hauptbestandteile der Musik und erst ganz am Schluss gibt sich Göttsching die Ehre an der Gitarre und spielt ein wunderbar melancholisches Solo.

Also kurz und gut, eine typische elektronische Platte der späten 70er, melodiös und freundlich mit einem kleinen Schuss Melancholie. Die schönste Platte, die ich bisher von ASHRA kenne.

Anspieltipp(s): Sunrain, Nightdust
Vergleichbar mit: Tangerine Dream, Klaus Schulze
Veröffentlicht am: 10.5.2004
Letzte Änderung: 1.6.2004
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Von diesem Album gibt es zwei CD-Ausgaben, die beim französischen Spalax-Label erschienene hat ein anderes Cover und trägt interessanterweise die Interpretenbezeichnung Ash Ra Tempel.

"New Age of Earth" klingt anders als die meisten deutschen Elektroniker in den 70ern Jahren (und auch anders als Ash Ra Tempel), weniger teutonisch-schwer, dafür vor allem in den beiden kürzeren Stücken geradezu fröhlich und beschwingt. Die Sequencerrhythmen von "Sunrain" erinnern dabei schon etwas an Göttschings späteres Soloalbum "E2-E4", das fast nur aus solchen Rhythmen besteht.

Im Gegensatz dazu stehen die beiden langen Stücke, die in ihrer wogenden, rhythmusfreien Art eher in der Tradition früher deutscher Elektronik stehen, statt teutonischer Strenge aber so etwas wie eine sanfte Melancholie ausstrahlen. Empfehlenswert!

Anspieltipp(s): Ocean of Tenderness
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.6.2004
Letzte Änderung: 1.6.2004
Wertung: 11/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 3)


Sich ganz den Klängen hingeben, nichts machen, einfach nur auf dem Sofa liegen oder es sich auf einer Liege bequem machen, sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und berieselt werden. Das gelingt ganz gut mit der Veröffentlichung von Manuel Gottsching, der zusammen mit Hartmut Enke und Klaus Schulze im Jahr 1970 die Band Ashra Tempel gründete. Diese Veröffentlichung hier, die sechs Jahre später entstand und im darauffolgenden Jahr veröffentlicht wurde, ist die erste, bei der der „Tempel“ im Titel weggelassen wurde. Ein Indiz dafür, dass sich etwas getan hat bezüglich des Line-Ups der Band. Manuel Gottsching zeichnet sich auf „New Age Of Earth“ als alleiniger Komponist der einzelnen Lieder aus, die auch alle von ihm in Eigenregie eingespielt wurden. Somit ist „Ashra“ hier nichts anderes, als das Solo-Projekt des Berliners geworden.

Elektronische Musik bekommt der Hörer mit Ashra serviert. Diese kann mitunter rhythmischer sein, wie beim Opener „Sunrain“ und mit Abstrichen bei dem kürzesten Song der Platte „Deep Distance“. Aber es gibt auch die andere Seite der Musik auf „New Age Of Earth“, die dann nur noch sphärisch aus den Lautsprechern fließt, wie bei den restlichen beiden Titeln, die auch den meisten Raum auf dem Album einnehmen. Beim Hören der Nummern lässt man am besten die Augen ganz langsam zufallen, um sich auf eine kleine Gedankenreise zu begeben ohne zu wissen, wohin einen der Weg führen wird.

„New Age Of Earth“ ist sicherlich kein Produkt für den Massenmarkt. Melodien oder ähnliches gibt es nicht. Alles wabert und blubbert und schwebt und summt. Jeder Ton ist einzig und allein auf die Atmosphäre ausgerichtet, die diese Art der Musik zu vermitteln weiß. Völlig stressfrei gilt es hier den Moment zu genießen, einzutauchen in Klangwelten, die nicht von dieser Erde zu kommen scheinen, sondern aus einer fernen Galaxie, in der das Leben leichter und sorgenfreier zu sein verspricht – könnte man zumindest meinen.

Die Stimmung auf der Platte empfinde ich nicht gerade als fröhlich, eher als sehr nachdenklich, melancholisch und sentimental. Alles wird vom Synthesizer dominiert, nur manchmal betritt auch eine sehr zurückhaltend gespielte Gitarre die Bühne des Handelns. Und auch diese wirkt entspannend leicht und luftig und niemals aufdringlich, um sich etwa in den Vordergrund zu spielen.

Fazit: Traummusik, Musik zum Entspannen, Klänge zum Abschalten. Wer kann, der sollte sich weich betten, die Augen schließen und der Dinge harren, die da passieren werden. Aber keine Angst, das Schlimmste was einem widerfahren wird ist, dass man einschläft.

Anspieltipp(s): Ocean Of Tenderness, Nightdust
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.3.2013
Letzte Änderung: 7.3.2013
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ashra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1977 Blackouts 4.00 1
1979 Correlations 9.00 1
1989 Walkin' the desert 11.00 1
1991 Tropical heat 4.00 1
1998 @shra 10.00 3
1998 Sauce Hollandaise 10.00 1
2002 @shra Vol. 2 11.50 2

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