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Glass Hammer

Lex Live (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Neoprog; RetroProg
Label: Sound Resources / DV8 Productions
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Fred Schendel organ, synth, keyboards, lap steel guitar, vocals
Steve Babb bass, keyboards, synth, vocals

Gastmusiker

Walter Moore guitar, keyboards, vocals
Matt Mendians drums
Eric Parker acoustic guitar, bass
Susan Bogdanowicz, Bethany Warren, Flo Paris, Jody Cox vocals

Tracklist

Disc 1
1. Chronotheme
2. Tales Of The Great Wars
3. One King
4. Further Up, Further In
5. Cup Of Trembling
6. Chronos Deliverer
7. When We Were Young
8. Heaven
9. Rehearsal Footage   (DVD-Bonus-Material)
10. "Private" Concert   (DVD-Bonus-Material)
11. DVD-Release-Party   (DVD-Bonus-Material)
12. Video "Tales Of The Great Wars"   (DVD-Bonus-Material)


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Von ihrem Auftritt auf dem NEARFest 2003 haben Glass Hammer eine DVD produzieren lassen. Es gibt Dinge, auf die freut man sich wirklich, schon deswegen, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass Glass Hammer jemals auf eine Europa-Tournee kommen. So dürfte so eine DVD die einzige Chance sein, einen Liveauftritt von Glass Hammer zu erleben (es sei denn man fährt auf eines dieser tollen Festivals nach USA).

Da läuft sie nun also in meinem Player... Glass Hammer konzentrieren sich bei der Musikauswahl ziemlich auf die damals aktuelle Scheibe "Lex Rex", von der gleich 5 Titel ("Tales Of The Great Wars", "One King", "Further Up, Further In", "Cup Of Trembling", "When We Were Young") gespielt werden. Dazu kommen 2 Tracks von "Chronometree" ("Chronotheme", "Chronos Deliverer") und einer von "Perelandra" ("Heaven"). Das Glass Hammer-Kernteam Steve Babb und Fred Schendel wird dabei von den "üblichen Verdächtigen" unterstützt, die sich auch immer wieder als Musiker auf den Studioscheiben wiederfinden.

Das Positive zuerst:

Die Musik ist klasse! Wer Glass Hammer mag, kommt hier auf seine Kosten. Für Details hierzu bitte die Rezis der Studioalben lesen! Fred Schendel verrichtet in seiner Keyboard-Burg Schwerstarbeit und scheint zeitweilig eine dritte Hand im Spiel zu haben ;-) Steve Babb konzentriert sich meist auf's Bass-Spiel, welches virtuos und druckvoll 'rüberkommt. Walter Moore ist ein guter Gitarrist und auch die anderen "Gäste" machen ihre Sache gut, insbesondere der Drummer Matt Mendians (der eigentlich wohl eher aus der Prog-Metal-Ecke kommt), der sogar ein kleines Solo spielen darf. Musiktechnisch kann man den Jungs (und Mädels) eh' nix vorwerfen: Babb, Schendel, Moore und Parker wechseln sich situativ an ihren Instrumenten ab, ohne dass es holpert oder stockt.

Der 5.1(?)-Sound ist gut und kommt druckvoll aus den Boxen. Der Mitschnitt scheint auch ein durchgehendes Konzert darzustellen, so dass dem "Konzert-zu-Hause-Feeling" eigentlich nichts im Wege steht...

...ausser den Negativ-Punkten, leider:

Dem Mann an der Kamera gehört sofortiges Berufsverbot erteilt. Kennt Ihr diese Hochzeits-Videos, die von einem Freund der Familie, der "sich mit sowas auskennt", gedreht wurden? Dann wisst Ihr was ich meine... Anfangs jagt ein Schnitt den anderen, so dass kaum einmal ein Musiker richtig zu bewundern ist. In die "Totale" geht's eh' kaum, so dass man nicht einmal die ganze Band auf einen Blick sieht. Kein einziges Mal erfolgt ein Schwenk auf's Publikum (könnte auch eine reine Studioproduktion sein). Seltsame "psychedelische" visuelle Effekte kommen an eher unpassenden Stellen. Zwischendurch gibt es Einstellungen, die schon fast für die Ratebildchen aus diversen Zeitschriften dienen könnten: Was für ein Teil sehen Sie hier? So bekommt man halt vieles nicht gut mit...

Optisch bieten Glass Hammer auch sonst nicht viel für's Auge: Das wirkt manchmal eher als stünden da ein paar Buchhalter, die hobbymässig etwas Musik machen, auf der Bühne. Ein seltsamer Gegensatz zu den hervoragenden technischen Fähigkeiten (siehe oben: Fred Schendel feuert insbesondere ein bewundernswertes Tastenfeuerwerk ab). Lightshow: Fehlanzeige. Ein Höhepunkt sind die sitzenden Background-Mädels, die wie eine Gruppe Klosterschülerinnen auf Ausgang wirken ;-)

Das Bonusmaterial unterstreicht ein Stück weit den unprofessionellen Charakter der DVD. So sehen wir die acht "Glass Hammers" bei einem spontanen(?) halb-akustischen 'Konzert' auf dem Hotelzimmer oder bei der DVD-Release-Party, bei der anscheinend auch nur die Band und ihre Angehörigen anwesend waren. Kleines Paradoxon im übrigen: Wie kommen Aufnahmen von der Release-Party auf die DVD?

Interessanter sind sicherlich die Einblicke ins Rehearsal (Musikalische Meisterschaft kommt von üben, das kann man an den ersten Versionen von "Tales..." deutlich hören) und die Erklärungen zum benutzten Equipment.

Das Video zu "Tales..." ist ähnlich seltsam wie die gesamte DVD. Zu eigenwilliger Kameraführung kann man sehen, wie Fred Schendel (hier dann u.a. auch am Schlagzeug) und Steve Babb den Titel wirklich zu zweit einspielen.

Fazit: Eine DVD weitgehend auf Home Video-Niveau. Das ist sicherlich nur etwas für beinharte Glass Hammer-Fans, für diese aber bestimmt interessant (wenn auch kein *muss*). Fans mögen vieles von meinen Kritikpunkten vielleicht auch als "sympathisches Auftreten" einer netten Band interpretieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2004
Letzte Änderung: 5.8.2012
Wertung: 7/15
Fans können sicherlich 2 - 3 Punkte addieren

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Shadowlands 9.75 4
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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