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Giles/Muir/Cunningham

Ghost Dance

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995 (Aufnahmen von 1983)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: piano
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Giles kit drums,assorted percussion,mouth horns,mouth reeds,bow,voice,keyboard
Jamie Muir assorted perussion,hand drums,bow,thumb piano,mouthpiece,conch
David Cunningham loops treatments,guitar,occasional percussion

Tracklist

Disc 1
1. ghost dance 5.41
2. scratching the curve 1.35
3. spillers village 7.27
4. cascade 3.52
5. screenwash 2.51
6. mouthwork 2.45
7. snake dance 2.05
8. the moving cymbal 2.51
9. metalwork 1.29
10. slow motion 1.46
11. cargo 2.52
12. pascale 2.01
13. blue dance 6.01
14. ghost dance reprise 4.55
15. the trial 6.34
Gesamtlaufzeit54:45


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Eine faszinierende, außergewöhnliche Platte, die eigentlich die Vertonung eines Films über die Konflikte zwischen den Naturvölkern und der fortschreitenden Zivilisation darstellt. Dementsprechend treffen hier auch musikalisch oft zwei Welten aufeinander, wie z.B. in "Spillers Village", "Blue Dance" und "Snake Dance", wo zu den natürlichen Trommelklängen u.a. Cunninghams elektronisch bearbeitete Gitarrensounds erklingen.

Die drei Musiker, von denen Giles und Muir als Schlagwerker von King Crimson bekannt wurden, während Gitarrist Cunningham als Mitglied von The Flying Lizards von sich reden machte, haben sich für diese Aufnahmen die Mühe gemacht, einige ursprünglich klingende, einfache Instrumente zusammenzubasteln, um sie dann nicht selten anschließend elektronisch zu verfremden, was auch in einigen einmaligen Sounds auf diesem Album resultiert. Dies wiederum macht es manchmal schwer, die Klangwelten, die hier gezaubert werden, zu beschreiben. Oft weiß man eben nicht, wie bestimmte Sounds zustandegekommen sind. Das traditionelle Schlagzeug in seiner Ganzheit kriegt man hier nicht zu hören, lediglich Teile des Drumkits kommen zum Einsatz, wie z.B die Basstrommel um deren vertrackten Rhythmus herum "Screenwash" und "Cargo" aufgebaut sind. Dazu kommen schwer identifizierbare Klänge zusammen mit der verzerrten Gitarre von Cunningham.

"Mouthwork", "The moving cymbal" und "Slow motion" sind Soundschleifen, wobei die repetitiven Sounds auf dem zuerstgenannten Track an Eingeborenen-Musik erinnern, die übrigen entziehen sich eigentlich jedem Vergleich. Es scheint jedoch, dass "Moving cymbal" ein Loop mit eben diesem im Titel genannten Blechsound ist und "Slow motion" als Grundlage das seltsame Didgeridoo-ähnliche Blasinstrument hat, das schon auf den beiden Teilen von "Ghost Dance" zu hören ist.

"Metalwork" und "Scratching the curve" entführen uns als perkussive Miniaturen in die lebendige Welt des einfachen Blechklanges. "Cascade" wird wohl bei den meisten Erinnerungen an das Intro zu "Larks Tongues Part 1" wachrufen, da ebenso auf dem Thumb piano aufgenommen. Zum Abschluß gibt's noch einen meditativen Gitarren-Loop von Cunningham ("The trial"), mit einigen perkussiven Elementen angereichert. Dieser Track endet mit Regen- und Gewittergeräuschen, was hier als passender, reinigender Effekt wirkt.

Eine derart eigensinnige Klangwelt, wie auf "Ghost dance", erlebt man leider nur selten. Bei dem ganzen illustratorischen Einfallsreichtum fällt es gar nich schwer, sich beim Sonnenuntergang ums Feuer herumtanzende Gestalten unserer steinzeitlichen Vorfahren vorzustellen.

Anspieltipp(s): ghost dance
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.4.2002
Letzte Änderung: 27.4.2002
Wertung: 12/15

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