Gomorrha vs. Khan
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Disk Union / Musea |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ryo Ozawa |
Vocals, Bass, Violin, Percussion, Drums |
| Tatsuya Yoshimoto |
Keyboards, Synthesizer, Saxophone, Shanai, Chorus |
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| Hiroaki Shibata |
Guitars, Mandolin, Chorus |
| Toshimi Nohara |
Bass |
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Gastmusiker
| Nobuhiro Katagiri |
Drums |
| Yuji Watanabe |
Guitar (1.6) |
| Akira Okuda |
Chorus (1.2) |
| Asuka Uno |
Chorus (1.2) |
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| Yuri Ozawa |
Chorus (1.2) |
| Shinchiro Asano |
Sound Effects (1.1) |
| Isamu Yokoe |
Sound Effects (1.1) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Orient (Khan) Side
1. Synsonic: Introduction 1:54 2. Umbo 2:52 3. Khan 6:44 4. Tou no iku 6:24 5. Celtic song 6:35 6. Wakt El Istikhad 7:10
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| 2. |
Psy-Phy (Gomorrha) Side
1. Ultra 0:58 2. Gomorrha 7:09 3. Alien 5:44 4. Cyberstates 3:55 5. Son of the sun 4:08 6. Black hole 8:09
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| Gesamtlaufzeit | 61:42 |
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Rezensionen

Echt sonderbar! Hatten japanische Bands schon immer einen Hang zum Skurrilen, so setzen Gestalt dem Ganzen noch die Krone auf und heben sich auf den Olymp zu den Göttern der Eigentümlichkeiten. Der extreme Kampf zwischen Khan, dem Orient und Gomorrha, der Psy-Phy Seite (was auch immer das bedeuten mag?!) hat keinen Gewinner, sondern bietet dem Zuhörer einen Mikrokosmos an abgedrehter Genialität.
Man stelle sich vor, man nehme den bohrenden rhythmischen Minimalismus von Magma, die extremen Seiten von King Crimson in metallischer Verschärfung und drehe dies durch den Fleischwolf unter Beifügung von orientalischer Folklore und Space Rock, und dann kann man ungefähr erahnen, was die Musik von Gestalt für eine Gestalt annimmt. Doch sind es nicht nur die Extreme mit stakkatoartigen Gesang und Melodien von bohrender Gewalttätigkeit, sondern die krassen Gegensätze, die den aparten Galopp mit Godzilla durch die Wüste auch mal ganz plötzlich zum Stillstand und zur Besinnung kommen lassen.
So stolpert man völlig desorientiert durch den Bazar, wird hinterrücks von Gitarre oder Saxophon attackiert, um in einem Melodiegesummsel gleich drei Gänge zurückgeschaltet zu werden, in Erwartung von sphärische Fasern. Nicht der Einzelne, sondern das Zusammenspiel, um einen famosen Gesamteindruck zu erreichen, ist das Ziel, und dies wird zweifelsohne mit Bravour erreicht.
Kein Album für schwache Nerven, aber trotzdem besteht der Kampf zwischen "Gomorrha vs Khan" immer noch aus handfesten Songlinien, an denen man sich entlang hangeln kann, ohne einfach nur Abgedrehtheit ohne jeglichen Sinn präsentiert zu bekommen. Gewagt und eindrucksvoll.
| Anspieltipp(s): |
Wakt El Istikhad, Gomorrha |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
26.6.2004 |
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Eine sonderbare Platte, in der Tat. Fernöstlich-Folkloristisches kann ich hier aber nicht allzu viel entdecken, dafür aber eine schwer festzumachende, asiatische Atmosphäre! Die Scheibe bieten eigentlich einen recht ausgeflippt-heftigen Spacerock, der mitunter sehr metallisch geraten ist. Gerade die ersten 4 Stücke und der Schlusstrack erinnern mich sehr an Gong, spacig-treibend, mit verspielten Bassläufen und diesem typischen, allerdings etwas in den Hintergrund gemischten E-Gitarrenklang. Dazu gibt es noch seltsam-monotonen, an buddistische Mönche gemahnenden Gesang. Track 4 erinnert dann durch seine hypnotische Monotonie an "Set the controls for the heart of the sun". Ein toller Auftakt!
Leider fällt die Platte dann etwas ab. "Celtic Song" ist ein seltsam seicht dahinplätscherndes Liedchen, welches nicht so recht zum Rest der Scheibe passen will. Ab "Waktelistikhad" kommt dann immer mehr der metallische Einfluss zum tragen, mit heftigerem Gitarrengeschrubbe und Schlagzeuggewitter. Dazu gibt es mehr oder weniger virtuose Einlagen von E-Gitarre, Keyboards (die mehr und mehr an Gewicht bekommen) und Sax und gelegentlich recht nervigen, hysterischen Kreischgesang. Etwas geht die klangliche Geschlossenheit und der treibende Schwung vom Anfang hier verloren, wirkt die Scheibe etwas grobschlächtiger, monoton und ziellos, auch wenn es einige wirklich beeindruckende Momente gibt, so das grandios heftige und wüste Ende von "Gomorrha". Etwas anstrengend wird "Gomorrha vs Kahn" hier und man (ich) beginnt nach der Skiptaste zu schielen. Erst mit "Black Hole" wird dann der mitreissende Schwung vom Anfang der Scheibe wieder erreicht. Ein toller Abschluss der Platte.
"Gomorrha vs Kahn" ist eine recht erfrischende Scheibe, die mir allerdings etwas zu lang geraten ist. Ein paar Kürzungen im Mittelteil der CD würden das Ganze wohl leichter verdaulich machen. Gegen Metallisches und Krach abgehärteten Proghören sei das Teil trotzdem empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
Khan, Gomorrha |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
25.1.2012 |
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