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Ines

Slipping into the Unknown

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Worldmusic / Ethno
Label: Tempus Fugit
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ines Piano, Organ, Mellotron, Synthesizers, Accordeon, vocals (14), backing vocals
Hansi Fuchs Guitars, Saz, Backing Vocals
Massimo Michieletto Guitars
Marco Michieletto Drums
David Piai Bass, Stick, Backing Vocals
Chicco Grosso Vocals (2, 3, 6, 8, 10, 11)

Gastmusiker

Boris Huzak Vocals (1, 12, 13), Backing Vocals
Christoph Pelgen Vocals (4), Flutes and Pipes (1, 5, 7, 8, 9)
Gudrun Walther Violin (5)
Konstanze Kulinsky Hurdy-Gurdy (1, 5)
Jochen Knapek Sitar (4)

Tracklist

Disc 1
1. Making movies in Hollywood 5:20
2. Sitting by the river 4:12
3. In my street 7:13
4. The spark 3:55
5. Slipping into the unknown 1 1:57
6. Who holds the strings 5:05
7. Dark room prelude 1:30
8. Dark room 4:26
9. Slipping into the unknown 2 2:50
10. Something is waiting here 4:35
11. Enemy mind 4:59
12. I'm in a movie 4:03
13. Ray, the tambourine 3:56
14. How I wish that you would... 5:06
Gesamtlaufzeit59:07


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Wenn man Musik nicht so leicht einordnen kann, ist das oftmals ein Pluspunkt. Die Keyboarderin Ines vermengt auf SLIPPING INTO THE UNKNOWN Neoprog mit Mainstream-Elementen und Folk- bzw. Worldmusic. Ein bisschen Soul ist auch dabei. Unterstützt wird sie dabei unter anderem von den vorzüglichen Sängern: Chicco Grosso, Boris Huzak und Christoph Pelgen. Dabei zeigt das abschließende How I wish that you would stay, dass Ines selbst auch durchaus eindrucksvoll singen kann. Sollte sie öfter machen! Ebenfalls mit dabei: Konstanze Kulinsky (Adaro) am Leierkasten.

Making movies in Hollywood eröffnet die CD mit den tiefen Tönen einer Bambusflöte (?), es kommen spannungsvoll Trommeln hinzu und hohe Flötentöne folgen. Dann setzt der Gesang unterstützt von Keyboard und Drums ein. Die Melodie ist dunkel und geheimnisvoll. Sie gewinnt an Dynamik und - man ahnt Schlimmes - mündet in einen ziemlichen Mainstream-Refrain. Sobald dieser vorüber ist, geht es ansprechend weiter.

Diese Mixtur ist bezeichnend für die gesamte Scheibe. Die meist getragenen bis im Midtempo stehenden Kompositionen bieten fetten Sound, ausdrucksvollen Gesang, ausgeklügelte Instrumentierung, bei der die Keyboards von Ines schon hervorstechen, jedoch nicht dominieren, sondern sich ins Gesamtbild einfügen, sowie verträumte bis mysteriöse Melodien und - für meinen Geschmack - leider auch immer wieder Mainstreamiges bis Belangloses.

Weitere Highlights des Albums sind das fröhliche Sitting by the River, das im Refrain an Steve Winwood/Traffic erinnernde Who holds the Strings, die Neoprog-Ballade Dark Room, die düstere Dancefloor-Beat-Nummer Something is waiting here, das von Ines selbst gesungene märchenhafte How I wish that you would stay und vor allem das hippiemäßig-versponnene In my Street, das mit einer ganz entzückenden Melodie erfreut. Die übrigen Songs bleiben nicht so haften, sind eher AOR-mäßig gefällig und erinnern ein wenig an die späten Genesis (v.a. Enemy mine und auch I'm in a movie). Die Instrumentals haben mehr Intermezzo-Charakter.

Insgesamt ist Ines ein beachtliches, zeitgemäß produziertes Album gelungen, das nur ein wenig unter z.T. lauen bis zu gefälligen Melodien leidet.

Anspieltipp(s): In my Street, Making Movies in Hollywood
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.6.2004
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 9/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Ein Ines Album ist irgendwie, wie ein Familientreffen nach mehreren Jahren. Man trifft auf altbekannte Gesichter, aber jedes mal haben sich ebenfalls, ein paar neue Gesichter dazugesellt. Genauso funktioniert auch "Slipping into the unknown". Einerseits fühlt man sich sofort zu Hause, man stößt auf Vertrautes, Bekanntes, sowohl von der Musik, als auch von den Künstlern, dennoch klingt einiges irgendwie neu, andere Musiker sorgen für neue Einflüsse, ohne dass das Ursprüngliche verloren gegangen ist.

So sind neben Ines Fuchs (Keyboards, Akkordeon, Piano, Gesang), die ihr mittlerweile viertes Album dieses mal unter dem Namen "Ines Project" veröffentlichte, wieder Hansi Fuchs (Gitarre, Saz, Gesang), die ehemaligen Asgard Mitglieder Chicco Grosso (Gesang), die Michieletto Brüder Marco (Schlagzeug) und Massimo (Gitarre), sowie Davide Piai (Bass, Chapman Stick, Gesang) als Kernmannschaft mit von der Partie. Als Gäste fungieren u.a. Musiker der Folk-Rock Formation Adaro, wie überhaupt die diversen Gäste für vermehrte folkloristische, weltmusikalische Einflüsse (u.a. Violine, Drehleier, Sitar, Tin Whistle) sorgen. Interessanterweise wurden dadurch vor allem die Keyboards wesentlich mehr in den Hintergrund gerückt, den verschiedenen Instrumenten deutlich mehr Raum zur Eigenentfaltung gegeben.

Auf den ersten Blick ist dies schade, da man so natürlich auch weniger Tasten-Soli zu hören bekommt, aber durch das vermehrt in den Vordergrund treten von Atmosphäre und instrumentaler Vielfalt, hat "Slipping into the unknown" noch mehr Tiefe und vor allem klangliche Abwechslung als die Vorgängeralben. Gleichzeitig sorgen sorgsam eingesetzte Loops, aktuellere Sounds für einen zeitgemäßen Anstrich, die Produktion erreicht mühelos das gewohnt hohe Niveau seiner Vorgänger.

Die noch vor allem auf dem ersten beiden Alben vertretenen progressiven Ansätze sind nur noch sehr rudimentär vorhanden, hier mal ein kurzes Solo, dort mal ein sinfonischer Part, doch wer über seinen progressiven Horizont blickt und auf der Suche nach gut gemachter, stimmungsvoller Rockmusik ist, wird hier fündig werden.

"Slipping into the unknown" ist kein Album, welches sich abnützt, hier wurde in die Arrangements, in die sorgsam aufeinander abgestimmten, vielerlei verschiedenen Instrumente und Sounds, sehr viel Detailarbeit gesteckt. Dennoch klingt das Album nie überproduziert, sondern überzeugend, in sich stimmig, auf den Punkt gebracht.

Als einzige Kritik sei bemerkt, dass sich nicht alle Songs auf gleich hohem Niveau bewegen, die schwächeren Tracks aber mehr als bloßes Füllmaterial sind. Durch die stilistische Breite, die von teils leider etwas zu kurz geraten Ausflügen in den atmosphärischen Folkbereich (wie z.B. "Slipping into the unknown 1"), über moderne Rocksounds ("Sitting by the river", "I'm in a movie") bis hin zu stimmungsvollen Tracks (dem heimlichen Album Highlight "In my street") reicht, die verschiedenen Sänger, die vielerlei klanglich unterschiedlichen Instrumente, erreicht "Slipping into the unknow" eine angenehme Vielschichtigkeit und Abwechslung.

Als besondere Überraschung wagt sich Ines zudem beim abschließenden, stilistisch am ungewohntesten und sehr modern klingen Song "How I wish that you would stay" zum ersten mal hinters Mikrofon. Ein gelungenes Ende eines insgesamt sehr homogen wirkenden Albums.

Anspieltipp(s): In my street, How I wish that you would stay
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2004
Letzte Änderung: 8.7.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ines

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Hunting the fox 9.50 2
1996 Eastern Dawning 10.50 2
1999 The Flow 10.00 2

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