Prismosfera
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Immaginifica |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Antonio Severi |
Acoustic, electric and midi guitar, real & virtual keyboards, electronic hand percussions |
| Alessandro Vittorio |
electric bass, keyboards, theremin (on 1), didjeidoo (on 2), tibetan bells (on 4) |
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| Cristina Atzori |
acoustic and electric drums and percussions |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Onda Beta
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8:40
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| 2. |
Rosso Di Luna
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8:09
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| 3. |
Bahnhofstrasse
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5:40
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| 4. |
Xetrov
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6:02
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| 5. |
L'Uomo Nuvola
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9:26
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| 6. |
Salamandra
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4:33
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| 7. |
La Soffitta Volante
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11:58
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| Gesamtlaufzeit | 54:28 |
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Rezensionen

Das Debüt-Album "ki" der Bologneser Band Stereokimono wirkte noch etwas unreif und zerfahren. Kein Wunder, schließlich verarbeitete man darauf Songmaterial aus einem guten halben Jahrzehnt Bandgeschichte. Nun folgt mit "Prismosfera" das Nachfolgealbum und siehe da, es hat sich einiges getan.
Vorweg gesagt, "Prismosfera" wirkt in sich geschlossener, strukturierter und durchdachter als das Debüt. Die drei MusikerInnen spielen einen anspruchsvollen Prog/Jazz Mix, der insbesondere durch die geschickte Melodieführung der Gitarre begeistern kann. Dabei wird auf überflüssiges Riffing verzichtet. Die musikalische Einordnung der Band läßt sich nicht auf die oben genannten zwei Richtungen, nämlich Prog und Jazz dezimieren. Die Beschreibung der Band, sie spielten "Psychophonic Oblique Rock" trifft es da schon wesentlich genauer. Durch die Hinzunahme verschiedener nicht alltäglicher Instrumente und elektronischer Soundspielereien spielt man geschickt mit anderen Klangfarben. Auffallend ist aber, dass der orientalische Einfluss des Debüts auf "Prismosfera" kaum zu finden ist. Das ist auch gar nicht nötig, denn die nötige Abwechslung bekommt man durch die spannenden Arrangements auch so genug geboten. Und klingen die ersten zwei Tracks noch recht gewöhnlich, so legt man spätestens ab "Bahnhofstrasse" richtig los.
Leichte Jazzrockanleihen gepaart mit klassischem Prog und einigen Ecken und Kanten. So läßt sich das zweite Werk von Stereokimono wohl am besten beschreiben. Die Band versteht es, die Stücke spritzig und frisch zu arrangieren. Längen sucht man auf "Prismosfera" vergeblich. Für mich zeigt die Formkurve der Band nach dem doch durchwachsenen Debütalbum eindeutig nach oben.
Interessante Notiz am Rande: das letzte Stück wird nach Abschluss durch eine ca 4minütige Soundcollage ergänzt, die kurze (ca 2-3 Sekunden) Zitate alter Prog-Klassiker beinhaltet. Trotz reinem Soundgewaber wird das aber nicht langweilig.
| Anspieltipp(s): |
Xetrov 5, L'Uomo Nuvola |
| Vergleichbar mit: |
ansatzweise Dificil Equilibrio |
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| Veröffentlicht am: |
10.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
10.7.2004 |
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Stereokimonos "Prismosfera" ist eine der coolsten Prog-Platten dieses Jahres, die ich kenne.
Cool ist schon der Anfang: bedeutungsschwangeres Sound-Gewaber macht Angst und kommt übel klischeehaft 'rüber. Aber nein: plötzlich ein richtig trockener Rhythmus, Schrammelgitarre und Sommer, Lust und Liebe-Gefühle. Gleichzeitig gibt es ständig Anspielungenn an die 80er Jahre (und aktuellen) King Crimson: leicht angeschrägte Gitarren-Arpeggios und grummelnder Bass, aber so locker-flockig entspannt, wie diese es nie waren und wohl auch nie sein werden. Dann mault plötzlich die Slide-Gitarre, als ob David Gilmour 20 Kilo leichter wäre, und angedeutete Hawaii-Whammys im Hintergrund deuten an, dass er obendrein an einem tropischen Strand liegt und einen alkoholfreien, kalorienarmen Cocktail inklusive Schirmchen und Plastik-Kirsche schlürft.
Spacerock-Reminiszenzen gibt es auch en masse: oft wabern im Hintergrund angedeutet rhythmische Synthesizer-Flächen, aber alles entspannt, so - ich muss mich wiederholen - cool. Hier wird nicht die dunkle Seite des Mondes beschworen, sondern ein sonnengefluteter Strand. Auch progtypisches Geschwurbel, vielteilige Stücke und krumme Takte gibt's, aber zurückgelehnt und - im positiven Sinne - abgeschlafft: Leg Dich zu uns in die Sonne, Bruder, und lass uns ein wenig friemeln. Zwischendrin bleibt Platz für einen kurzen jazzigen Ausflug mit Surf-Gitarre, ein bisschen Country oder leicht angefunkte Fusion. Leichte Wermutstropfen bieten nur das zwar unaufdringliche, aber beim genauen Hinhören doch als von elektronischer Herkunft erkennbare Schlagzeug sowie das ebenfalls eben nur fast täuschend echt klingende Dosen-Cello in "Bahnhofstrasse".
Die Platte endet wie sie beginnt: mit Soundgewaber, aber gleichzeitig cool und traditionsbewusst. Ist das der Anfang von "Close To The Edge"? Oder "On The Run"? Der Anfang von "Roundabout? Nein, es sind Stereokimono.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
5.8.2004 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Stereokimono
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2001 |
Ki |
8.33 |
3 |
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