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Frogg Café

Noodles

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004 (Aufnahmen aus 2002)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bill Ayasse violin
Frank Camiola guitar
Nick Lieto keys, trumpet
Andrew Sussman bass
James Guarnieri drums

Gastmusiker

Dr. Mac voice
Brother Bam voice

Tracklist

Disc 1
1. Eliche 23:32
2. Fusilli 6:35
3. Orecchiette 1:01
4. Tagliarini 14:13
5. Capelli dangelo 5:58
Gesamtlaufzeit51:19


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Am 21.07.2004 hatte ich Gelegenheit Frogg Café in Würzburg bei einem dieser genialen Freakshow-Konzerte von Charlie Heidenreich live zu erleben. Am Rande des Konzerts erwarb (nun ja, die CD gab's als kostenlose Zugabe beim Kauf der beiden Studioalben) ich eine CD (oder eine CDR? Ich bin mir nicht ganz sicher...) namens "Noodles", die Aufnahmen enthält, die während eines vierstündigen (!!) Jams am 26.06.2002 entstanden sind. Anscheinend ging leider ein grosser Teil des mitgeschnittenen Materials verloren, so dass wir auf dieser CD nur die geretteten "Reste" geniessen können. Gitarrist Frank Camiola scheint inzwischen übrigens die Band verlassen zu haben, auf dem besagten Konzert in Würzburg spielte ein gewisser Stephen Uh die Gitarre, allerdings nicht minder virtuos...

Frogg Café spielen sich hier durch 5 (na ja, eigentlich 4) ziemlich lockere, entspannte Jams, die ihren Schwerpunkt deutlich in der jazzigen, jazz-rockigen Seite der Band haben. Die Retro-Prog-Elemente der regulären Studioalben sind hier kaum vertreten, dafür gibt es ziemlich schräge, verquere Keys-Sounds, tolle Trompetensoli und allerlei Violine, die manchmal kaum von den Keys zu unterscheiden ist. Als grober Vergleich für die "Stimmung" auf diesem Album kann der Track "Candy Korn" (minus Gesang natürlich) vom Debutalbum herhalten. Ansonsten klingt die Musik oftmals wie eine Kreuzung aus Traffic und den Dixie Dregs...

Die Jams haben zwar keine wirkliche Struktur oder Melodie, bieten aber trotzdem einigen Halt für die Ohren und es gibt einiges zu entdecken, so dass die Musik nicht langweilig wird. Der Opener "Eliche" tröpfelt zum Beispiel relaxt-träge aus den Boxen, bis nach etwa 18 Minuten die Gitarre plötzlich einen tierischen Groove anzieht und den Song in rockige Gefilde transferiert. "Fusilli" hingegen wird von düsterem Keyboard-Gewaber und tief grummelndem Bass dominiert. "Orecchiette" ist eine freiförmige Keys-Einlage... und so weiter. Allerlei Überraschungen sorgen immer wieder für Unterhaltung.

Ein relaxtes, aber doch spannendes Instrumentalalbum, welches die Musikalität dieser Band deutlich unterstreicht. Als kleine Gags werden gelegentlich gesprochene bzw. gerufene Teile von "Dr. Mac" und "Brother Bam" eingestreut.

Zitat: "There is nothing better than a one chord mindless jam... Eat!" Dem ist nichts hinzuzufügen ;-)

Ach ja, die Titel der einzelnen Jams sind natürlich Nudel-Sorten. Und leider weiß ich nicht, ob das Album ausser beim Verkauf auf Konzerten der Band noch auf anderen Wegen erhältlich ist. Und warum ich so schnell eine Rezi schreiben kann? Weil das Album seit Erwerb meinen Player belegt und nicht mehr raus will...

Anspieltipp(s): macht irgendwie keinen rechten Sinn, vielleicht "Capelli dangelo" für einen ersten Eindruck
Vergleichbar mit: einem gemeinsamen Jam von Traffic und Dixie Dregs
Veröffentlicht am: 23.7.2004
Letzte Änderung: 24.7.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frogg Café

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Frogg Café 11.00 4
2003 Creatures 11.00 5
2005 Fortunate Observer Of Time 10.80 5
2007 The Safenzee Diaries 11.00 3
2010 On The Lillypadd 9.50 2
2010 Bateless Edge 12.80 5

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