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24717 Rezensionen zu 16917 Alben von 6589 Bands.
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Skeleton Crew

Learn to talk

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1984
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label:
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tom Cora cello,bass guitar,casio,drums,home-made drums and contraptions,singing
Fred Frith guitar,six-string bass,violin,casio,home-made bass,piano,drums,singing

Gastmusiker

Röbl,Lu and Katrin other voices on Los Colitos

Tracklist

Disc 1
1. Que Viva   (Cora/Frith) 3.40
2. Onwards and upwards   (Cora/Frith) 3.59
3. The way things fall (back apart)   (Cora/Frith/Sharpe) 2.35
4. Not my shoes   (Cora/Frith) 2.14
5. The Washington Post   (Sousa arr. by Crew) 1.28
6. We're still free   (Cora/Frith) 4.16
7. Victoryville   (Cora/Frith) 2.43
8. Los Colitos   (trad Ecuador/Cora/Frith) 2.53
9. Life at the top   (Frith) 1.44
10. Learn to talk   (Cora/Frith) 4.22
11. It's fine   (Cora/Frith) 3.10
12. Zach's flag   (Cora) 3.10
Gesamtlaufzeit36:14


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


"Learn to talk" war 1984 die erste LP des Projekts von Fred Frith und Tom Cora. Die Schwerpunkte des LP-Erstlings lagen bei eigenwilligen, Geigen-, und Cello-dominierten Songs - wobei der Gitarre nur eine begleitende Rolle zufiel - und bei nicht minder interessanten, oft avantgardistischen Instrumentalfragmenten. Das in ekligem graugrün gehaltene Coverbild suggeriert, dass man in der westlichen "ersten Welt" (mit besonderer Hervorhebung der Vereinigten Staaten von Amerika) die "politisch korrekte" Ausdrucksweise am effektivsten vom Teufel, dem Leibhaftigen lernt. Spätestens beim Lesen der Songtexte hat der Hörer keine Zweifel mehr: diese Scheibe soll nicht zuletzt auch ein politisches Statement sein. Glücklicherweise leidet die Musik nicht darunter.

Für Dramatik sorgt u.a. der nicht selten hysterische, sich manchmal überschlagende Gesang, der beispielsweise in "Factory song" durch begleitende, repetitive Geigen-/Celloparts noch an Wirkung gewinnt. Die rhythmische Einfachheit wird bei den schrägen Songeinfällen der beiden Multiinstrumentalisten konsequent vermieden. Das hektisch-aggressive "Not my shoes" hört sich für mich nach einer Verschmelzung von Gentle Giant und The Stranglers an, und das ist nicht das einzige Mal, dass Proggiges hier auf New-Waviges trifft, manchmal auch mit einer Prise Folklore versehen. So wird beispielsweise in "Los Colitos" Musik aus Ecuador verarbeitet ("Los Colitos" und "Life at the top" fehlen auf der CD-Ausgabe mit den beiden Skeleton Crew-LP's). Mit für dieses Album ungewohnt leichtem "Zach's flag" bekommt man zum Abschluss sogar "Karibik-Calypso-Gefühl" ins Haus geliefert. Als wollten Frith und Cora die ernsthaften Botschaften des Albums mit einer tanzbaren "was-soll's-Nummer" in ein milderes Licht rücken.

Selbst wenn man die USA-kritischen Texte und Coverbilder außer Acht läßt, bleibt "Learn to talk" auch zwanzig Jahre später ein zugleich erfrischendes und anspruchsvolles Stück Musik. Noch ein Beweis, dass in den 80-ern nicht alles Plastik und Kommerz war.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.8.2004
Letzte Änderung: 16.12.2006
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Skeleton Crew

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 The Country of Blinds 12.00 1
2005 Learn To Talk.The Country of Blinds 13.00 1

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