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Morte Macabre

Symphonic Holocaust

(Siehe auch: Leitfaden "Skandinavischer Prog der 90er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: instrumental; RetroProg
Label: Mellotronen
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Nicklas Berg Mellotron, Fender Rhodes, Theremin, Sampler, Guitar, Bass
Stefan Dimle Bass, Mellotron, Moog
Reine Fiske Guitars, Mellotron, Violin, Fender Rhodes
Peter Nordins Drums, Percussion, Mellotron

Gastmusiker

Yessica Lindkvist Voice (4)
Janne Hansson Waves (7)

Tracklist

Disc 1
1. Apoteosi del mistero 4:16
2. Threats of stark reality 2:59
3. Sequenza ritmica e tema 7:02
4. Lullaby 8:02
5. Quiet drops 6:43
6. Opening theme 2:50
7. The photosession 7:10
8. Symphonic Holocaust 17:51
Gesamtlaufzeit56:53


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 3)


Mellotron und düstere Atmosphäre satt - auf diesen einfachen Nenner könnte man "Symphonic Holocaust" das Projekt von Anekdoten und Landberk Musikern bringen. Woher die Inspiration bei Morte Macabre kommt, lässt sich bereits an Albumtitel und Bookletgestaltung erahnen. Hier geht es ab in traurige, horrormäßige, von Molltönen nur so durchtränkte Stimmungen.

Die Ursprünge von Morte Macabre gehen auf eine Anfrage an Landberk im Sommer 1997 zurück, als man sie bat bei einem Tribute für die italienische Band Goblin einen Beitrag abzuliefern. Jene hatten vor allem in den 70ern unzählige Soundtracks zu Horrorfilmen veröffentlicht, aber leider ließen es die damaligen Verpflichtungen der Landberk Musiker nicht zu, an diesem Tributealbum teilzunehmen. Jedoch fand sich bei Anekdoten gleichgesinnte Fans für Splatter Horrorfilme aus den 70ern, so dass sich Stefan Dimle und Reine Fiske von Landberk, sowie Nicklas Berg und Peter Nordins etwas später zum Projekt Morte Macabre zusammenfanden, um diverse Titel aus Soundtracks zu Horrorfilmen neu einzuspielen. Letztendlich wurde aus dem losen Projekt mehr, diverse Titel mitgeschnitten und somit entstand das Album "Symphonic Holocaust", dem nachfolgend auch Liveauftritte folgten. Praktisch zudem, dass Stefan Dimle neben seinem Plattenladen "Mellotronen" in Stockholm auch noch das gleichnamige Label betreibt, womit einer Veröffentlichung auf CD und LP nichts mehr im Weg stand.

Bis auf den verträumt, sphärischen "lalala" Gesang bei "Lullaby", welches aus dem Roman Polansik Film "Rosemary's baby" stammt, ist dieses Album ausschließlich instrumental gehalten. Als Grundlage zur Interpretation hielt die Musik aus so netten B-Movies, wie "City of the living dead" oder "Cannibal Holocaust" her, mit "Quiet drops" ist weiterhin auch ein Goblin Titel vertreten. Einzige Eigenkompositionen sind die kurze, eher experimentelle Einleitung "Threats of stark reality", sowie der knapp 18-minütige Titelsong.

Und welches Instrument ist natürlich gerade zu prädestiniert für düstere Horror-Streifen? Na klar, das allseits beliebte Mellotron. Und um die ganze Sache auf die Spitze zu treiben, sind gleich alle vier Musiker als Mellotronisten angegeben, wobei dies eher als Scherz zu sehen ist, denn mehr als ein Musiker drückt nicht gleichzeitig in dies betrage Tastenrelikt aus der Vergangenheit. Dennoch gibt es wohl kaum ein Album, welches über eine solch erschlagende Mellotrondominanz verfügt.

Die Interpretationen sind dann auch eher schleppend, teils fast schon minimalistisch, über weite Strecken sehr ruhig angelegt, hier wird vor allem mit mächtig viel Atmosphäre und nicht mit Komplexität oder virtuosem Spiel gearbeitet. So erzeugen die Songs auf "Symphonic Holocaust" durch den sorgsamen Einbau von langsamen Spannungssteigerungen durch Mellotron und verzerrte Gitarre die gewisse Gänsehaut Atmosphäre. Einzig im Titelsong kracht es mal etwas mehr, dringt hier deutlich mehr die Verwandtschaft zu Anekdoten und King Crimson durch. Grandiose Scheibe!

Anspieltipp(s): Apoteosi del mistero, Quiet drops, Symphonic Holocaust
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.9.2004
Letzte Änderung: 9.3.2012
Wertung: 13/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 3)


Mellotron satt und düstere Atmosphäre - genau! Diese Kurzbeschreibung ist in der Tat eine passende Zusammenfassung von "Symphonic Holocaust". Da stimme ich mit Kristian durchaus überein. Na gut, düster ist die Stimmung hier eigentlich nicht. Melancholisch trifft es wohl besser. Die Scheibe ist stimmungsvoll und es wird nett musiziert. Nicht schlecht!

Dass das Ganze allerdings grandios ist, dem kann ich mich nicht ganz anschliessen. Ich würde "grandios" durch "langweilig" ersetzen. Für meinen Geschmack schleppt sich die Musik hier zu gleichförmig fast eine Stunde dahin, ist zu minimalistisch, zu eintönig, es passiert einfach zu wenig. Und dass sich dann nach 40 Minuten doch noch etwas tut und es mehr zur Sache geht, macht mir die Scheibe auch nicht sympathischer. Da bin ich dann nämlich schon längst eingeschlafen. Gänsehautstimmung stellt sich bei mir auch nicht ein. Vielleicht bin ich ja ein wenig abgestumpft oder humorlos, aber diese Platte ist fast genauso fad und unspannend wie die dazugehörigen, altbackenen Horrostreifen.

Und der erschlagende Mellotroneinsatz? Nun, um ehrlich zu sein, so langsam kann ich es nicht mehr hören (da lege ich doch lieber eine CD mit richtiger, symphonischer Orchestermusik ein). Nach dieser für einen Progger fast häretischen Äusserung kann ich nur noch empfehlen mal in "Heresie" von Univers Zero oder "Les Morts Vont Vite" von Shub Niggurath reinzuhören, wenn es denn etwas wirklich düsteres und bedrohliches sein soll!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.9.2004
Letzte Änderung: 21.9.2004
Wertung: 8/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 3 von 3)


Zuviel Mellotron? Geht das überhaupt???

Natürlich ist der Einsatz ziemlich extrem, was auch beabsichtigt war, wie man aus dem Booklet erfährt, da es am besten zu dieser Art von Musik paßt. Dabei sollte man aber nicht vergessen, daß über weite Strecken die Gitarre den Ton angibt, ganz besonders im abschließenden Titelstück (das mich stark an Paatos live erinnert, also die Improvisationen, vielleicht hatten sie sogar dieses Stück gespielt, ohne daß ich mir dessen bewußt war). Die Songauswahl ist weitestgehend gelungen, lediglich "Opening theme" ist uninteressant und "The photosession" mit seinem gedämpften Percussion- und Gitarrenspiel etwas langatmig.

Dicke Empfehlung an alle, die auch mal verträumt in den Klängen schwelgen können, selbst wenn mal nicht so viel passiert.

Anspieltipp(s): Symphonic Holocaust
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.2.2005
Letzte Änderung: 17.2.2005
Wertung: 11/15

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