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Brian Eno

Here Come The Warm Jets

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Independent / Alternative
Label: EG Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Brian Eno sings all other vocals,plays simplistic keyboards,snake guitar,electric larynx and synthesizer,and treats the other instruments

Gastmusiker

Nick Kool and the Koolaids keyboards on track 7
Nick Judd keyboards on track 4 & 8
Andy Mackay keyboards on track 6 & 9
Robert Fripp guitar on track 3,5 & 7
Phil Manzanera guitar on track 1,2 & 4
Paul Rudolph guitar on track 3 & 10
Chris Spedding guitar on track 1 & 2
Busta Cherry Jones bass guitar on track 2,4,6 & 8
Bill MacCornick bass guitar on track 1 & 7
Paul Rudolph bass guitar on track 3,5 & 10
John Wetton bass guitar on track 3 & 5
Simon King percussion on track 1,3,5,6,7 & 10
Marty Simon percussion on track 2,3 & 4
Paul Thompson percussion on track 8

Tracklist

Disc 1
1. Needles In The Camel's Eye   (Eno/Manzanera) 3.10
2. The Paw Paw Negro Blowtorch   (Eno) 3.05
3. Baby's On Fire   (Eno) 5.18
4. Cindy Tell Me   (Eno/Manzanera) 3.25
5. Driving Me Backwards   (Eno) 5.11
6. On Some Faraway Beach   (Eno) 4.36
7. Blank Frank   (Eno/Fripp) 3.55
8. Dead Finks Don't Talk   (Eno arr.Thompson/Jones/Judd/Eno) 4.20
9. Some Of Them Are Old   (Eno) 5.11
10. Here Come The Warm Jets   (Eno) 4.02
Gesamtlaufzeit42:13


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Die erste Solo-Scheibe von Brian Eno war 1973, als sie rauskam, ihrer Zeit um einige Jahre voraus. Die Platte stellt eine Kollektion schräger Songs dar, die die später aufzukommende New-Wave-Bewegung um einige Jahre vorwegnimmt. Mit eigenen stylistischen Elementen und Einflüssen von Roxy Music, Lou Reed und Velvet Underground braut Eno eine einmalige, intelligente Pop-Mischung zusammen, die oft genug auch von seiner Gabe als begnadeter Arrangeur profitiert. Oberflächlich gesehen, erscheinen hier die Songs oft genug etwas bieder, gleichzeitig werden diese durch Geräuschkulisse, Gitarrensolos, oder kurze Synthie-Einwürfe, in ein bizarres, schräges Licht gerückt.

Brian Eno präsentiert sich hier als charismatischer Sänger, dessen Einfluss auf David Byrne nicht zu unterschätzen ist, würde doch "The Paw Paw Negro Blowtorch" problemlos als Talking Heads-Song durchgehen. "Needles in the Camel's Eye" wirkt stark an Roxy Music angelehnt, während "Cindy tells me" ein etwas banaler, psychedelisch angehauchter Pop-Song ist. Ähnlich zwiespältig, scheinbar unspektakulär kommt auch die Ballade "On Some Faraway Beach" rüber. Beim Hören von "Driving me backwards" genießt man eventuell die atonale Gesangsmelodie, die wie rückwarts abgespielt anmutet, diesmal erinnert Enos Gesang sehr stark an Adrian Belew. "Blank Frank" klingt wie die Sachen, die einige Jahre später als sehr innovativ galten, wie zum Beispiel David Bowie-Platten Ende der 70er. Die musikalischen Beiträge auf dem Song reichen von seltsamen Orgelsounds bis zur Gitarre, die einer Maschinenpistole ähnelt. Ein relativ langes Gitarrensolo von Fripp gibt es auf "Baby's on Fire" zu hören, einem Song der auch ein gutes Gesangsthema beinhaltet. "Dead Finks don't talk" vereinigt Elemente von Roxy Music, Lou Reed und Bowie zu einer neuen Mixtur, ganz besonders wäre das Outro zu diesem Song zu beachten, wo Eno einige Sekunden lang eine Musik erzeugt, die man als außerirdisch bezeichnen darf. "Some of them are old" ist wieder so ein fieses Ding, bei dem die Grenzen zwischen Kitsch, Witz und Kunst zu verschwimmen scheinen. Am ehesten vielleicht als "Giles, Giles & Fripp meets Folklore-Truppe aus Hawaii" zu beschreiben. Zum Abschluß kommt der Titeltrack, ein Instrumental mit summenden Gitarren, die gewollt leicht asynchron wirken.

"Here comes the warm jets" bleibt erstes der vier wegweisenden Art-Pop-Werke, die Eno herausbrachte, bevor er sich als Solo-Künstler gänzlich der Instrumental-Musik zuwandte. Kitsch oder Kunst, Scharlatan oder Genie und "Was war das denn?" wird sich mancher Hörer nach dieser Platte fragen. Die späteren Werke von Brian Eno sollten diese Fragen eindeutig beantworten.

Anspieltipp(s): Blank Frank,Baby's on fire,The Paw Paw Negro Blowtorch
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.4.2002
Letzte Änderung: 29.4.2002
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Brian Eno ist heutzutage hauptsächlich als Instrumentalmusiker bekannt, aber auf seinen frühesten Soloalben betätigte er sich auch als Sänger - und gerade als Sänger finde ich ihn sträflich unterbewertet! Enos Stimme ist vielleicht nicht besonders wandlungsfähig, hat aber stets so eine Art ironische Distanziertheit, eine Unterkühltheit, wie sie für mich typisch britisch klingt.

Damit bildet Enos Gesang einen wunderbaren Kontrast zu der schrägen, bizarren und doch gleichzeitig eingängigen Musik, die stark vom Glam-Rock der frühen 70er beeinflusst ist, bisweilen aber auch spätere musikalische Entwicklungen wie New Wave vorwegnimmt.

Schade, dass Eno seine Stimme auf seinen späteren Alben nur noch selten einsetzte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: frühe Roxy Music
Veröffentlicht am: 11.3.2007
Letzte Änderung: 15.3.2007
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Brian Eno

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Taking Tiger Mountain (By Strategy) 10.00 2
1975 Discreet Music - 1
1975 Another Green World 11.00 1
1977 Before And After Science 12.25 4
1978 Music For Films 13.00 1
1978 Ambient 1-Music for airports - 1
1982 Ambient 4-On land - 1
1983 apollo: atmospheres and soundtracks - 1
1985 Thursday Afternoon - 1
1992 Nerve Net 13.00 1
1992 The Shutov Assembly - 2
1993 Neroli - 1
1997 The Drop 12.00 1
2005 Another Day On Earth 10.00 1
2010 Small Craft on a Milk Sea 11.00 1
2011 Drums Between the Bells 10.00 1
2011 Panic of Looking 10.00 1
2012 Lux - 1
2016 The Ship 11.00 1
2017 Reflection - 1

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