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Leitfaden: Britischer symphonischer Prog der 70er Jahre
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24732 Rezensionen zu 16928 Alben von 6592 Bands.
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Camel

Mirage

(Siehe auch: Leitfaden "Britischer symphonischer Prog der 70er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (Remaster Ausgabe mit Bonustitel erschienen 2002)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Deram
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Andy Latimer Gitarre, Flöte, Gesang
Peter Bardens Keyboards, Gesang
Douglas Ferguson Bass
Andy Ward Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Freefall 5:47
2. Supertwister 3:20
3. The Wite Rider 9:12
4. Earthrise 6:42
5. Lady Fantasy 12:46
6. Supertwister   (Bonustitel, Live 1974) 3:14
7. Mystic Queen   (Bonustitel, Live 1974) 6:09
8. Arubaluba   (Bonustitel, Live 1974) 7:44
9. Lady Fantasy   (Bonustitel, Original Basing Street Studios Mix 1973) 12:59
Gesamtlaufzeit67:53


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Mit ihrem zweiten Album lieferten Camel gleich ihr Meisterstück ab. Das Album beginnt zunächst recht untypisch mit dem für Camel-Verhältnisse schon fast hardrock-mäßigen "Freefall". Mit dem darauffolgenden Instrumentalstück "Supertwister" findet das Album dann seine unvergleichliche, leicht melancholische Atmosphäre, vor allem durch Andy Latimers schwebendes Flötenspiel.

Es folgt das knapp 10-minütige "The Procession/Nimrodel/The White Rider", ein zunächst in gemächlichem Tempo mit viel Mellotron und Gitarre und wenig Gesang voranschreitendes Epos. Nach einem flotteren, keyboardbetonten instrumentalen Mittelteil endet das Stück wieder mit einem ruhigeren Teil. Andy Latimer ist vielleicht nicht gerade der beste Sänger der Prog-Szene, aber zu dieser Art von Musik paßt sein zurückhaltender Gesangsstil hervorragend.

Nach dem instrumentalen "Earthrise" folgt dann das absolute Highlight der CD und eines der besten Camel-Stücke überhaupt, das 12-minütige "Lady Fantasy". Vom Aufbau her erinnert es an Yes in ihrer klassischen Phase, bleibt aber im Ganzen etwas ruhiger und getragener. Auch hier wieder sehr lange Instrumentalpassagen und wenig Gesang.

Fazit: für mich das beste der frühen Camel-Alben (außer vielleicht "Moonmadness"), sollte in keiner Prog-Sammlung fehlen!

Anspieltipp(s): Supertwister, The White Rider, Lady Fantasy
Vergleichbar mit: Genesis, Yes
Veröffentlicht am: 28.4.2002
Letzte Änderung: 29.4.2002
Wertung: 13/15

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Von: Holger Grützner @ (Rezension 2 von 3)


"Freefall" für Camelverhältnisse Hardrock? Naja....ob nun hardrockig oder einfach nur Murks, das rätselhafteste Stück der Platte ist es. Welcher Einfall mag dahinterstecken? Hatte man Angst vor so'nem Weichspülerimage - "Bee Gees für Fortgeschrittene" - und wollte es deshalb mal so in Richtung Yes ("Roundabout") abgehen lassen? Wenn ja - ist der Versuch relativ mißglückt. Vielleicht haben sich Mr. Bardens & Co. auch Gedanken gemacht über einen Standartsatz, der unpassenderweise immer mal wieder CHICAGO angedichtet wurde? Deren Musik klinge wie ein Sturz in den Fahrstuhlschacht. "Freefall" kommt dieser Metapher wesentlich näher.

MIRAGE ist trotzdem ein phänomenale Werk - ab Track 2! Im Unterschied zu Jochen würde ich es aber eher in die Nähe von ELP rücken. Ich erwarte irgendwie nach jedem Stück der Platte, dass gleich "He -eeeee had white horses...." lucky man um die Ecke geritten kommt. MIRAGE enthält somit die schönsten ELP-Stücke, die Emerson & Co niemals eingefallen sind. Wegen "Freefall" aber zwei Punkte Abzug.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: den melodischen Bestandteilen im Schaffen von ELP
Veröffentlicht am: 15.6.2002
Letzte Änderung: 17.6.2002
Wertung: 13/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 3)


„Mirage“ heißt das zweite Studioalbum der britischen, ursprünglich „Progressive Rock Band“ Camel aus dem Jahr 1974. Und dieses Album beginnt ungewöhnlich rockig für die Band. „Freefall“ knallt ziemlich schnell los - mit einer sehr aggressiven Gitarre und sehr hartem Beat. Das Ganze klingt zu Beginn noch einigermaßen interessant, wird dann aber überaus langweilig, wenn der Gesang einsetzt, denn der will irgendwie nicht so recht zum Rest des Liedes passen. Zwar folgt noch ein ganz nettes Gitarrensolo, aber besonders viel Eindruck hinterlässt dieses Lied nicht.

Besser wird es da bei „Supertwister“. Ein schönes Instrumentalstück, welches vor allem vom Querflötenspiel des Andy Latimer lebt. Und dieses Lied klingt jetzt schon deutlich mehr nach progressivem Rock, wie er in den 70ern des letzten Jahrhunderts gespielt wurde. Noch einen Schritt weiter in diese Richtung geht die Band dann mit „Nimrodel / The Procession / The White Rider“. Aus mehreren Teilen zusammengesetzt, meist melodiös, allerdings auch mit etwas experimentelleren Abschnitten, präsentiert Camel hier wahrlich kein 08/15 Pop-Lied, sondern schon anspruchsvollere Töne. Und mit diesem Stück können sie dann auch den „Proggy“ unter den Hörern besser einfangen.

Es folgt mit „Earthrise“ eine erneute Instrumentalnummer, die allerdings nicht so recht zünden will, bis das ursprüngliche Album schließlich mit „Lady Fantasy: Encounter / Smiles For You / Lady Fantasy“ beendet wird. Nun, mit diesem Song ziehen die Mannen um Andy Latimer noch mal alle Register und zeigen, wie abwechslungsreich und packend progressive Rockmusik sein kann. Sicherlich einer der besten Songs der Band, der alle Zutaten einer spannenden Nummer bereithält, auch wenn das Ganze nicht mit den Outputs von Yes oder Genesis der damaligen Zeit zu vergleichen ist.

Auf der remasterten Fassung von 2002 finden sich dann noch drei Live-Mitschnitte sowie eine alternative Version von „Lady Fantasy“. Bei „Mystic Queen“ und „Arubaluba“ handelt es sich dabei um Stücke, die bereits auf dem Debüt-Album „Camel“ vertreten waren, hier jedoch in interessanten Versionen die Platte bereichern.

Fazit: Es ist alles nicht schlecht, was Camel da zu Beginn und Mitte der 70er abgeliefert haben. Aber irgendwie schwamm die Band so mit. Nicht schlecht, wie gesagt, aber so richtig gut? Nein, dazu ist die Musik einfach nicht packend genug und es bleibt dann doch deutlich weniger hängen, als bei anderen britischen Combos derselben Stilrichtung und derselben Zeit. Woran das liegt? Weniger Ideen? Weniger Melodiösität? Weniger Spannung? An nichts Einzelnem – aber vielleicht an jedem ein kleines bisschen.

Anspieltipp(s): Supertwister, Nimrodel, Lady Fantasy, Mystic Queen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2012
Letzte Änderung: 16.9.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Camel

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Camel 8.50 2
1975 The Snow Goose 11.67 3
1976 Moonmadness 10.75 4
1977 Rain Dances 8.50 3
1978 A Live Record 11.00 2
1978 Breathless 6.00 1
1979 I Can See Your House From Here 7.00 3
1981 Nude 8.50 2
1982 The Single Factor 5.50 2
1984 Stationary Traveller 8.00 1
1984 Pressure Points - Live in Concert 10.00 3
1991 Dust And Dreams 11.00 2
1992 On The Road 1972 12.00 1
1993 Never Let Go 11.00 1
1994 On The Road 1982 5.00 1
1996 Harbour of Tears 12.00 1
1997 On The Road 1981 9.00 1
1998 Coming Of Age 11.00 1
1999 Rajaz 9.67 3
2000 Gods of light 10.00 1
2001 The Paris Collection 12.00 1
2002 A Nod And A Wink 10.00 3
2003 Curriculum Vitae (DVD) - 1

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