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Alec K. Redfearn and The Eyesores

The Quiet Room

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Folk; RIO / Avant
Label: Cuneiform
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alec K. Redfearn Akkordeon, Gesang, Orgel, Maultrommel, Klavier
Margie Wink Streichbass, Gesang
Alec Thibodeau Gitarre
Ann Schattle Horn
Olivia Geiger Violine
Matt McLaren Schlagzeug
Chris Saraullo Percussion
Jason McGill Altsaxofon, Percussion
Frank Difficult Elektronik

Gastmusiker

Matt Everett Viola ("Walking Sticks")
Sara Stalnaker Cello ("Walking Sticks", "Somnambulance")

Tracklist

Disc 1
1. Simian Fanfare 0:15
2. The Night It Rained Glass On Union Street 4:04
3. The Bible Lite 2:25
4. Walking Sticks 0:16
5. Punjabi / Watery Grave 7:48
6. Morphine Drip 1:10
7. Bonaparte Crossing The Blood-Brain Barrier 0:34
8. The Smoking Shoes ('04) 6:19
9. Slo-mo 3:14
10. Coke Bugs 2:57
11. That Which Connects Your Flesh To The Floor 0:08
12. Portuguese Man O'War 3:11
13. The Quiet Room 4:26
14. Bulgarian Skin Mechanic 5:57
15. Somnambulance 1:49
Gesamtlaufzeit44:33


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


"The Quiet Room" ist die vierte CD der 1997 gegründeten Band um den Komponisten und Akkordeonspieler Alec K. Redfearn. Ja, genau, es handelt sich hier um eine Band, die von einem Akkordeonspieler geleitet wird, und demzufolge steht dieses prog-untypische (und auch rock-untypische) Instrument im Mittelpunkt der Musik.

Auch sonst sind nicht gerade alltägliche Instrumente im Einsatz: neben Horn, Violine und einem umfangreichen Arsenal von Schlaginstrumenten werden noch so kuriose Dinge wie "paper cutter" oder "alarm clock" verwendet.

Gesungen wird insgesamt nur wenig, bis auf drei sind alle Stücke instrumental. Die Musik auf "The Quiet Room" weist fast durchgehend einen starken Einfluss osteuropäischer Folklore auf, dazu kommt eine gehörige Portion Avantgarde. Für letztere sorgen vor allem Gitarrist Alec Thibodeau und Saxofonist Jason McGill mit wilden Ausbrüchen.

Manches, wie "The Night it Rained Glass on Union Street" oder "Bulgarian Skin Mechanic", klingt, als würde eine schräge Kapelle zum Tanz aufspielen, nachdem die Musiker sich bereits ordentlich Sliwowitz hinter die Binde gekippt haben. Auch Einflüsse der Zigeunermusik sind vereinzelt hörbar, so im wilden "Punjabi/Watery Grave".

Während die genannten Stücke alle von flotter, ausgelassener Natur sind, wirkt das im Rhythmus eines langsamen Walzers gehaltene "The Smoking Shoes", eines der drei Stücke mit Gesang, eher wie ein Trauermarsch.

Daneben gibt es freie Klangexperimente, die manchmal nur wenige Sekunden dauern und nahtlos ins nächste Stück übergehen: "Walking Sticks" mit Gekratze von Viola und Cello, "Bonaparte Crossing..." ist praktisch ein langgezogener elektronischer Ton, "Coke Bugs" besteht aus seltsam flirrenden Geräuschen über einem scheppernden Rhythmus. Auch das Titelstück gehört in diese Kategorie, Redfearn entlockt seinem Akkordeon hier die eigenartigsten Töne, von dröhnend bis brummend, und erzeugt damit eine Art abstrakte Klangstruktur. Bizarres Stück!

Insgesamt ist diese ein schönes, mitreißendes Album. Wer eine Vorliebe für osteuropäische Klänge mit einer Prise Schrägheit hat, sollte zugreifen. Ein guter Auftakt für das Progjahr 2005!

Anspieltipp(s): The Smoking Shoes, Bulgarian Skin Mechanic
Vergleichbar mit: Samla Mammas Manna
Veröffentlicht am: 30.1.2005
Letzte Änderung: 1.1.2006
Wertung: 11/15
Tendenz zu 12

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Alec K. Redfearn and The Eyesores

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 May You Dine On Weeds Made Bitter By The Piss Of Drunkards 9.00 1
2002 Bent At The Waist 10.00 1
2003 Every Man For Himself & God Against All 11.00 1
2006 The Smother Party 12.00 1
2007 The Blind Spot 11.00 1

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