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Electric Light Orchestra

Time

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Rock / Pop / Mainstream
Label: Jet Records
Durchschnittswertung: 8.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jeff Lynne Lead Vocals, Guitars, Piano, Synths, Backing Vocals
Bev Bevan Drums, Percussion
Richard Tandy Piano, E-Piano, Synths, Guitar
Kelly Groucutt Bass, Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Prologue 1:16
2. Twilight 3:42
3. Yours Truly, 2095 3:11
4. Ticket to the Moon 4:07
5. The Way Life's meant to be 4:38
6. Another Heart breaks   ((Ende Seite 1)) 3:48
7. Rain is falling 3:55
8. From the End of the World 3:16
9. The Lights go down 3:33
10. Here is the News 3:50
11. 21st Century Man 4:03
12. Hold on tight 3:06
13. Epilogue 1:31
Gesamtlaufzeit43:56


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 3)


Nach den Totalausfällen "Discovery" (viel Disco und wenig Gehalt) und dem grottenschlechten Filmsoundtrack "Xanadu", fand mit "Time" immerhin eine teilweise Rückbesinnung auf die Stärken des Electric Light Orchestras statt. Nicht mehr nur der aktuelle musikalische Zeitgeist steht im Vordergrund, sondern Mastermind Jeff Lynne setzt vermehrt auf eingängige Hooks und interessante Details in den Arrangements, wie geschmackvoller Vocodereinsatz ("Twilight") oder mehrstimmige Gesangsharmonien. Zwar sind die klassischen Streicher zu Gunsten der Keyboards komplett verschwunden, jedoch werden mit einigen Sounds aus der elektronischen Wundertüte die Streicher bestens imitiert.

Zwar fand auch mit diesem Konzeptalbum keineswegs eine Rückkehr zu den sinfonischen Momenten und auch der kompositorischen Klasse der Vergangenheit statt, dennoch bietet "Time" über weite Strecken beste Popmusik im 80er Jahre Gewand und im typischen Jeff Lynne Sound, denn er nachfolgend als Produzent z.B. von Tom Petty, Joe Cocker oder den Travelling Wilburys weiterführen sollte.

Anspieltipp(s): Twilight, Yours truly, 2095
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.2.2005
Letzte Änderung: 29.5.2012
Wertung: 8/15
Als Pop/Rockalbum sicherlich 12-13 Punkte

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Time ist das letzte ELO-Album, das den Prog-Fan interessieren könnte. Dies liegt daran, dass es sich 1. um die musikalisch gelungene Umsetzung des Themas Zeitreise in die Zukunft in Form eines Konzeptalbums handelt, dass 2. die Qualität der Songs insgesamt wieder an Format gewinnt, dass es 3. (meistens) gelingt, die Produktion nicht ganz so seicht klingen zu lassen wie auf Discovery und 4. liegt es natürlich an den noch folgenden Alben... Das Peinlichste was auf Time zu hören ist, ist The Way Life's meant to be, das in der Melodie stark an Heroes and Villains der Beach Boys erinnert und als erste Single seit Jahren zurecht kein Hit wurde. Aber Songs wie Yours truly, 2095 oder Ticket to the Moon oder Here is the News bringen den Sci-Fi-Plot mit einfachen futuristischen Effekten und Synthie-Sounds schon ganz ansprechend rüber.

Die CD-Ausgabe aus dem Jahr 2001 enthält noch drei Bonus-Tracks, nämlich die Single-B-Seiten The Bouncer (B-Seite von Four little Diamonds!), When Time stood still (Hold on tight) und Julie don't live here (Twilight). Eine nette Ergänzung, aber nicht gerade essentiell.

Time ist wiederum ein reines Pop-Album geworden, ohne das solide Rockfundament, das die besten ELO-Alben der 70er auszeichnete. Auch Sinfonisches bleibt randständig. Proggies mit einer gewissen Pop-Affinität dürften Time mit seinen intelligenten und abwechslungsreichen Songs aber dennoch zu goutieren wissen.

Anspieltipp(s): Yours truly, 2095, Ticket to the Moon, Here is the News
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2012
Letzte Änderung: 27.5.2012
Wertung: 10/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


Von ELOs "Time" geht für mich eine gewisse Faszination aus, die diese Platte mit einigen anderen zeitgenössischen Alben und Songs teilt. Unter diesen "zeitgenössischen" Früh-80er-Produktionen finden sich beispielsweise "Kilroy Was Here" von Styx, "Silent Knight" von Saga, die Buggles-Alben, "1984" von Rick Wakeman oder meinetwegen auch "Flash Gordon" von Queen, und die gemeinsame Eigenschaft ist: Der unbedingte Futurismus, der der Musik auf diesen Alben zu fast jeder Sekunde ihrer Spielzeit angehört werden kann. Dominate Keyboardsounds zwischen Zirpen und Elektronikorchester, Roboterstimmen, maschinelle Rhythmen und zugleich ein Faible für theatralischen Bombast. Und das gibt es auf diesen Alben jeweils nicht graduell, sondern in absolut übertriebener, heute trashig anmutender Form, was wiederum substanziell zum Unterhaltungswert solcher Musik beiträgt.

Auf "Time" manifestierten sich diese Merkmale konkret in einem Gutteil der Songs. "Twilight" bringt dabei Weltraum-Keyboards, klassische ELO-Melodien (die wiederum wie immer auch klassische Beatles-Melodien sein könnten), das Sequencer-Motiv aus The Whos "Baba O'Riley" und popkulturell vorbelastete Orchestereffekte (Richard Strauß' "Also sprach Zarathustra" ist gegen Ende zu erahnen) unter einen Hut und "Yours Truly, 2095" geht als verschmitztes Buggles-Plagiat durch (vergleiche "Kid Dynamo" und "Living In The Plastic Age"), lässt sich aber ebenso auch an zeitgenössischen Blue Öyster Cult ("Burnin' For You") festmachen und bemüht obendrein noch das urtypische Hawkwind-Thema "Roboterliebe" (vgl. "Spirit Of The Age", "Angela Android", "To Love A Machine" etc.). Blue Öyster Cult, gemeinhin als SciFi-Intellektuelle bekannt, wären auch im düster stampfenden "Another Heart Breaks" eine geeignete Referenz, erinnert diese Nummer doch von Thema, Stimmung und Arrangement her an "Veteran Of The Psychic Wars", alternativ auch an Eloy zu "Planets"-Zeiten ("Sphinx"), sowie später in "Here Is The News", das einmal mehr das selige "Fire Of Unknown Origin"-Album (und dort konkret den Song "Sole Survivor") heraufbeschwört.

Gänzlich unterkühlt kommt dagegen "From The End Of The World" daher, das vor allem anfangs am Elektropop kratzt, sich von diesem aber durch eine melancholische Stimmung und geisterhafte Keyboards (vergleiche Genesis - "Entangled") und später eben durch die rockige Instrumentierung ab der Bridge einen Schlenker in Richtung der "Charleston"-Passage aus Mike Oldfields "Platinum" macht. Nicht ganz so konsequent futuristisch ist dagegen die verhältnismäßig normale Rockballade "Ticket To The Moon", die dafür aber anfangs natürlich Beethovens "Mondscheinsonate" anklingen lässt und später im Hintergrund noch Samples vom Apollo-Funkverkehr verwendet.

"Verhältnismäßig normal" ist dann auch der Vorwurf, der sich an den Rest des Songmaterials auf "Time" richtet: "The Way Life's Meant To Be" ist süßlichster Kastagnetten-Poprock à la "Free Me" von Uriah Heep, oder schlimmer noch, "Mexican Girl" von Smokie. Beim Beatles-lastigen "Rain Is Falling" wirkt hingegen das modernistische Keyboardarrangement lediglich wie Beiwerk, und das fröhliche "The Lights Go Down" nervt mit seinem aufdringlichen Bass (vergleiche Led Zeppelin - "The Crunge"). Für "21st Century Man" gilt wiederum ähnliches wie bereits für "Rain Is Falling", erwähnt werden sollten allerdings noch die Queen-artigen Gesangsarrangements, und "Hold On Tight" geht einmal mehr in die Simpel-Rock-Ecke - vergleiche, um mal den Bogen zu den Referenzen am Anfang dieses Textes zu spannen, das punkige "The Proles" von Rick Wakemans "1984"-Album.

Insgesamt finde ich "Time" als Ganzes gar nicht mal so überzeugend, eher geht die eingangs geschilderte Faszination eben von der ungefähren Hälfte der Songs aus, wohingegen ein weiteres Viertel noch akzeptabel, der Rest dagegen schwer nur noch schwer erträglich ist. Dennoch bleibt damit zumindest eine Handvoll Lieder übrig, die in und mit den auseinandergesetzten Eigenschaften regelrecht glänzen können, und folglich überstrahlen diese Stücke - wie beim genannten Schlag an Alben eben auch verbreitet - ihre schwächeren Genossen um einiges, sodass "Time" alles in allem noch mehr als hörbar bleibt.

Anspieltipp(s): Twilight, Here Is The News, From The End Of The World
Vergleichbar mit: Wahrscheinlich hat man sich damals die Zukunft der Popmusik tatsächlich genau so vorgestellt
Veröffentlicht am: 16.2.2016
Letzte Änderung: 8.5.2017
Wertung: 8/15
Man kann sich ja denken, dass die Stücke auf diesem Album so zwischen 5 und 12 Punkten streuen.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Electric Light Orchestra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 No Answer (a.k.a The Electric Light Orchestra) 10.00 2
1973 E.L.O. 2 10.67 3
1973 On the Third Day 10.00 2
1974 The Night the Light Went on in Long Beach 9.50 2
1974 Eldorado 9.67 3
1975 Face the Music 8.50 2
1976 A New World Record 9.00 3
1977 Out Of The Blue 8.67 3
1979 Discovery 3.50 2
1980 Xanadu 1.00 2
1983 Secret messages 7.00 2
1986 Balance of power 2.00 2
1998 Live at Winterland '76 9.00 1
1998 Live at Wembley '78 4.00 2
1999 The BBC Sessions - 1
1999 Live at the BBC 11.00 1
2001 Zoom 7.00 1
2006 Out of the Blue • Live at Wembley (DVD) 8.00 1
2010 Live: The Early Years 9.00 1

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