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Massacre

Killing Time

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1981 (CD Reissue 2005, Fred Records)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; RIO / Avant
Label: Celluloid
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Fred Frith Guitar, Voice, Casiotone, Radio
Bill Laswell 4&6 string Basses, Pocket Trumpet
Fred Maher Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. You Said   (Bonus Track, CD Reissue) 1:47
2. Legs 2:13
3. Aging With Dignity 3:18
4. Subway Heart 2:59
5. Killing Time 3:07
6. Corridor/Lost Causes/Not The Person We Knew 9:15
7. Know   (Bonus Track, CD Reissue) 2:16
8. Bones 1:48
9. Tourism 4:43
10. Surfing 1:19
11. As Is 8:49
12. After 5:29
13. Gate 2:52
14. Conversation with White Arc   (Bonus Track, CD Reissue) 1:14
15. Carrying   (Bonus Track, CD Reissue) 1:44
16. Bait   (Bonus Track, CD Reissue) 2:00
17. Third Street   (Bonus Track, CD Reissue) 4:21
18. 3'o'clock, June 21st, Get Down There and Do It   (Bonus Track, CD Reissue) 1:34
19. F.B.I.   (Bonus Track, CD Reissue) 3:11
Gesamtlaufzeit63:59


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Um das Jahr 1980 herum bildeten Fred Frith (Henry Cow, Art Bears), Bill Laswell und Fred Maher (beide von der Band Material) die kurzlebige Formation Massacre. Man spielte im New Yorker Raum einige Konzerte, bei denen die meisten der auf der hier vorgestellten, 1981 bei Celluloid veröffentlichten Scheibe zu findenden Stücke aufgenommen wurden (der Rest stammt von Konzerten in Paris und San Francisco).

Massacre machten ihrem Namen durchaus Ehre. Die Musik ist ein ausgesprochen kompliziertes Konglomerat aus frei improvisiertem Frickel-Krach, kaputten Rock-Schemen sowie maschinenartigen Klängen und Geräuschen. Massacre spielten somit eine reduzierte (vereinfacht im Sinne der verwendeten Instrumente; hier fast ausschließlich Gitarre, Bass und Schlagzeug) Version des britischen RIO, am ehesten noch vergleichbar mit den Art Bears (ohne Gesang natürlich, dafür mit Laswells grandiosem Bass-Spiel), den späteren Platten von Tom Cora und Fred Frith (erschienen unter dem Bandnamen Skeleton Crew) oder der New Yorker No-Wave Formation Carbon (mit Elliot Sharp an Bass/Gitarre). Kurz: Das Teil ist nur schräg von vorne bis hinten! Herrlich schräg! Hier wird nämlich nicht einfach Krach gemacht, sondern das Ganze hat Methode. Die drei Musiker spielen wirklich zusammen und folgen ihren jeweiligen individuellen Ideen, ohne daß ein Klangchaos entsteht.

Das Resultat ist sicherlich nicht jedermanns Tasse Tee, aber experimentierfreudigen Proggern, die schräge Klänge und brillante Instrumentalisten schätzen, ist das Teil wärmstens empfohlen! Die LP-Version (oberer Coverscan) hatte übrigens ein anderes Cover als die ReCDec-CD (unteres Bild).

Nachtrag: "Killing Time" wurde 2005 von Fred Records/ReR Megacorp neu auf CD aufgelegt. Im Vergleich zur RecDec CD-Version von 1995 gibt es zwei weitere Bonusstücke ("Third Street" und das Shadows-Cover "F.B.I"). Zudem wurde das Material neu remastert. Dabei wurde auch die Geschwindigkeit einiger Nummern korrigiert, so dass diese Neuauflage gut 10 Minuten länger ist, als die CD-Erstauflage.

Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen! Die Musik kommt um einiges druckvoller und transparenter aus den Boxen als auf der etwas saft- und kraftlosen RecDec-Version und macht daher gleich doppelt so viel Spass. Wer dieses ausgesprochen virtuose RIO-Geschredder noch nicht sein eigen nennt, der sollte spätestens jetzt zuschlagen, so er denn mit schrägen Klängen etwas anfangen kann. Besitzer der RecDec-CD sollten sich überlegen hier noch einmal zu investieren. Der Klang ist wirklich deutlich besser und die beiden Bonsunummern sind auch ihr Geld wert! Grandiose Scheibe!

Anspieltipp(s): Legs, Bones, Gate
Vergleichbar mit: Art Bears, Skeleton Crew, Carbon (Elliot Sharp)
Veröffentlicht am: 29.4.2002
Letzte Änderung: 21.12.2011
Wertung: 14/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das übliche Bild der 80er als Jahrzehnt des Niedergangs des Prog bekommt immer mehr Risse. Klar, die bekannten Bands des klassischen Sympho-Prog hatten sich ab Ende der 70er entweder gleich aufgelöst oder waren in kommerzielle Gefilde abgedriftet, aber abseits davon blühte eine Szene schrägerer Bands, zu denen auch Massacre gehörte.

Schräg ist die Platte von vorne bis hinten, aber bei Worten wie "Krach" und "Geschredder" (siehe die obigen Rezensionen) muss ich doch etwas widersprechen. Denn eigentlich ist diese Musik - von einigen Stellen abgesehen - gar nicht besonders laut, und es wird auch nicht "gebratzt" im Sinne, dass hier ständig brettharte Metal-Riffs fabriziert würden; im Gegenteil scheinen mir die Musiker äußerst diszipliniert vorzugehen, jeder Ton klingt wohlüberlegt - wenn auch von verqueren Hirnen überlegt. Die Bandbreite reich dabei von abstrakten Klangminiaturen ohne Rhythmus oder Melodie über avantgardistischen Punk bis zu maschinenhaft stampfenden Klangkörpern, die in As is sogar an Krautrocker wie Neu! erinnern.

Von daher noch einmal eine ausdrückliche Empfehlung an alle, die sich jenseits ausgetrampelter Prog-Pfade bewegen wollen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2008
Letzte Änderung: 27.7.2008
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Massacre

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Funny Valentine 14.00 2
2001 Meltdown 12.00 1
2007 Lonely Heart 12.00 1
2013 Love Me Tender 12.00 1

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