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STATISTIK
24276 Rezensionen zu 16591 Alben von 6468 Bands.
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Rick Wakeman

The Real Lisztomania

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (Aufnahmen von 1975)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum
Label: Voiceprint
Durchschnittswertung: 7.5/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Rick Wakeman keyboards
The English Rock Ensemble
The National Philharmonic Orchestra
Roger Daltrey vocals
Linda Lewis vocals
Paul Nicholas vocals,narration

Tracklist

Disc 1
1. The Scene 0:34
2. The Metronome 0:58
3. The Country Sword Dance 4:05
4. Free Song 3:31
5. The Freudian Dream 0:41
6. Dante Period 2:31
7. Orpheus Song 4:01
8. For The Chop 2:35
9. Hell 1:57
10. Wagner's Dream 0:29
11. The Dream Of Hell 1:12
12. The Inferno Ride 0:51
13. Master Race 0:48
14. The Ride Of Thor 3:17
15. Excelsior Song 2:37
16. The Guardian Virgins 0:19
17. Rape, Pillage And Clap 3:24
18. Love's Dream 3:47
19. The Suffering 0:14
20. Peace At Last 3:52
21. Love's Dream 4:26
Gesamtlaufzeit46:09


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Als die verloren geglaubten Masterbänder mit der ursprünglich von Wakeman produzierten, von der Plattenfirma aber abgelehnten "Lisztomania"-Version unerwartet wieder auftauchten, konnte Wakeman natürlich nicht anders, als seinem Ärger Luft zu machen und diese Tapes unter dem Titel "The Real Lisztomania" zu veröffentlichen.

Also tauchen auf "The Real Lisztomania" einige Wakeman'sche, und gleichzeitig typisch britische Skurrilitäten auf, die offenbaren, wie Wakeman sich dieses Soundtrackprojekt vorstellte.

Hörte man der 1975 rausgebrachten, praktisch von den Plattenbossen gestalteten Version von "Lisztomania" noch Bemühungen an, dem Album etwas mehr Ernst und "Anstand" zu verleihen, wirken die diesbezüglichen, mit dieser CD dokumentierten Vorstellungen von Wakeman um einiges farbenfroher, humorvoller und...freizügiger.

Die konservative Ader von Wakeman verlangte noch nach einem Narrator, der allerdings nicht nur Jugendfreies aus dem Leben von Franz Liszt zu erzählen hat. Musikalisch gesehen bieten aber diese zufällig gefundenen "Lisztomania"-Aufnahmen eine geschmacklos-kurzweilige Mischung aus Klassik, "proggigen" Keyboardinstrumentals, symphonischem Pop-Rock (mit grotesken, teilweise operettenhafen Vokaleinlagen) und schmachtenden Balladen. Dazu gibt es noch in diesem Zusammenhang schräg wirkende Farbtupfer, wie das Jazz-Vaudeville-Stück "For the Chop" und "Country Sword Dance" (dieser Titel sagt schon alles).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.5.2005
Letzte Änderung: 16.5.2005
Wertung: 8/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 3)


Wieder eine CD, die ursprünglich in Wakemanns "Schatzkästchen" erschienen ist, nun aber als Einzel-CD bezogen werden kann.

War die ursprüngliche LP schon ein merkwürdiges Stück Vinyl, so ist diese CD noch merkwürdiger. Wakemanns Hang zu "Konzeptalben" wird gepaart mit seinem schrägen Humor.

Erwartete ich bei den ersten Tönen noch, Godzilla auf meiner imaginären Leinwand erscheinen zu sehen, gibt es später bayrische Bierzeltseeligkeit oder Wagners Walküren von Rick höchstselbst durch den Synthiekakao gezogen. Dazu kommen seine typischen, operettenhaften Instrumentals oder die von Daltrey gesungenen Balladen (hat der durch ein Telefon gesungen - selten habe ich seine Stimme so komprimiert dünn gehört). Das ganze Album ist britischer Humor, Wagnermusik im Vaudevillestil vom Meister der Bombastkeyboardes interpretiert - entweder man lacht oder schüttelt sich. Insofern kann ich die Manager von A & M gut verstehen.

Fazit: skuril, witzig und schräg, aber ebenso lachhaft und übertrieben pompös. Wie bewertet man so was :-))? Deshalb mal keine Punkte - mir gefällt es nämlich (ab und an, wenn ich zu viel Monty Phython gesehen habe).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.5.2005
Letzte Änderung: 9.6.2005
Wertung: keine

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


Und hier also "The Real Lisztomania": Gegenüber der 1975 veröffentlichten Fassung des Soundtracks wurden kurioserweise eine Reihe Stücke ausgespart und dafür andere hinzugefügt. Dafür gibt es noch ein paar Sprecherparts, die einige Stücke einleiten. Hierbei fällt auf, dass für die Ken-Russell-typischen Traumsequenzen meist gleich mehrere Stücke komponiert wurden, während in den "realistischeren" Passagen des Films die Musik eher spärlich eingesetzt wurde.

Und so kommen wir auch gleich zum ersten Block, eingeleitet von "The Scene": Franz Liszts Fechtduell mit dem jüngst gehörnten Comte d'Agoult wird stilecht mit einer Karikatur der Marseillaise eingeleitet, bevor burleske Countrymusik ertönt. Der folgende "Free Song" ist hier gegenüber dem Originalsoundtrack in einer längeren Version zu hören, was das Lied aber natürlich nicht spannender macht. Die zweite Traumsequenz ist der "Freudian Dream". Zusätzlich zum gelungenen "Dante Period", dem schmalzigen "Orpheus Song" und dem theatralischen "Hell" bekommt man hier mit "For The Chop" noch eine Nummer im elektronisch verfremdeten, aber grundsätzlich witzigen Cancan-Sound zu hören. Leider wiederholt sich das Stück schon nach einer Minute hörbar.

Der größte Teil des Soundtracks wird anschließend von der Unterlegung des Finales des Films eingenommen. "Wagner's Dream" und "The Guardian Virgins" geben jeweils kurze Erläuterungen zu Wagners Größenwahn ab. Die Stücke selber werden dann überproportional von Walkürenritt-Adaptionen dominiert. Ein wenig ärgerlich ist die eher seltsame Dramaturgie, hier mit "The Dream Of Hell", "The Inferno Ride" und "Master Race" die kurzen Übergangsnummern hintereinander zu stellen. Mit dem neuen (heißt: nicht im Film zu hörenden) "The Ride Of Thor" gibt es ein interessantes Stück, das man klanglich getrost unter "Progressive Rock" verorten kann. Leider wiederholt sich auch hier die Melodie jeweils in Abständen von ca. 30 Sekunden. "Excelsior Song", "Rape, Pillage And Clap" und der gesamte Rest sind dann wieder von "Lisztomania" bekannt. Den "Love's Dream" gibt es hierbei in zwei Versionen, wobei es aber weder die kürzere, orchstral unterlegte, noch die rein aus Klavier und Gesang bestehende dem Hörer so wirklich recht machen. Sowas scheint mit diesem Stück angesichts des Daltrey'schen Pathosgesangs einfach nicht möglich zu sein.

Tja, wir fassen also zusammen: Rick Wakeman hat "Lisztomania" für die nicht ganz so cineastisch veranlagten Teile seiner Hörer nochmals als Hörspiel zusammengestaucht (was durchaus gelingt). Die musical-haften Stücke mit Gesang verbuche ich mal eher unter "verzichtbar"; für die im originär Wakeman'schen Stil gehaltenen Stücke gilt wie immer "ganz nett" bis "zu repetetiv", was somit immer den Anschein von technisch gelungener Dutzendware hat.

Ich komme damit zu folgendem Fazit: Insgesamt ist "The Real Lisztomania" aufgrund des durch den Sprecher geschaffenen Zusammenhangs zwischen den Stücken auch ohne den Film im Hinterkopf leichter zu konsumieren und besser zu hören. Für Fans des Films hingegen sollte auch diese Version des Soundtracks nicht zufriedenstellend sein, weil Stücke wie "Rienzi / Chopsticks Fantasia" und "Funeraillies" unter den Tisch gefallen sind. Hinzu kommt noch, dass im Finale des Films eine groteske Adaption des "Walkürenritts" für E-Gitarre ertönte und somit wiederum nicht sämtliche Musiken des Films enthalten sind. Ganz "real" ist wohl doch nur der Film selbst.

Anspieltipp(s): The Ride Of Thor, Dante Period
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.9.2011
Letzte Änderung: 20.9.2011
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rick Wakeman

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Piano Vibrations 1.00 2
1973 The Six Wives Of Henry VIII 11.33 3
1974 Journey To The Center Of The Earth 9.50 4
1975 Lisztomania 7.00 2
1975 The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table 5.75 5
1976 No Earthly Connection 10.33 3
1977 Criminal Record 9.00 2
1977 White Rock 10.00 1
1979 Rhapsodies 7.00 1
1981 1984 7.50 4
1981 The Burning 8.00 1
1982 Rock n' Roll Prophet - 1
1983 G'ole! 9.00 1
1983 Cost of living 6.00 1
1984 Crimes of Passion 5.00 1
1985 Live at Hammersmith 9.00 1
1985 Silent Nights 8.00 1
1986 Country airs (1986) 9.00 1
1987 The Family Album 5.00 1
1987 The Gospels 1.67 3
1988 Time Machine 3.00 1
1988 Zodiaque 5.00 1
1988 A Suite of Gods 5.00 1
1989 Black Knights at the Court of Ferdinand IV 9.00 1
1989 Sea Airs 6.00 1
1990 In the beginning - 1
1990 Night Airs 5.00 1
1991 Softsword (King John and The Magna Charter) 4.00 1
1991 The Classical Connection 4.00 1
1991 2000 A.D. Into the Future 9.00 1
1991 African Bach 6.00 1
1991 Aspirant Sunrise 5.00 1
1991 Aspirant Sunset 4.00 1
1991 Aspirant Sunshadows 4.00 1
1992 Country Airs (1992) 7.00 1
1993 Classic tracks 8.00 1
1993 The Classical Connection 2 7.00 1
1993 Heritage Suite 9.00 1
1993 Prayers 5.00 1
1995 The Seven Wonders of the World 8.00 1
1995 Visions - 1
1995 The New Gospels 4.00 1
1995 In Concert 9.00 1
1996 Fields of green 8.00 1
1996 Orisons - 1
1996 The Word And Music - 1
1996 Greatest Hits 5.00 1
1997 Tribute 3.00 1
1998 Themes 6.00 1
1999 The Art In Music Trilogy 3.00 1
1999 The Natural World Trilogy 2.00 1
1999 Return To The Centre Of The Earth 6.33 3
2000 Christmas Variations - 1
2000 Preludes to a century 8.00 1
2000 Chronicles of Man 10.00 1
2001 Journey to the Centre of the Earth. Collectors Edition. (DVD) 10.00 2
2001 Classical Variations 3.00 1
2001 The legend - Live in concert 2000 (DVD) 8.00 1
2001 Rick Wakeman. Classic Rock Legends (DVD) 5.00 1
2002 Almost Classical - 1
2002 Songs of Middle Earth 3.00 1
2002 The Oscar Concert 8.00 1
2002 Medium rare 4.00 1
2002 The Missing Half 11.00 2
2003 Out There 6.50 4
2004 Out There (DVD) 7.00 1
2006 Retro 9.00 2
2007 Retro 2 9.00 1
2007 Video Vault 7.00 1
2009 The Six Wives Of Henry VIII - Live At Hampton Court Palace 12.00 1
2012 In The Nick Of Time - Live In 2003 - 1
2012 Journey To The Centre Of The Earth (Studioaufnahme) 11.00 1
2016 The Myths and Legends of King Arthur and The Knights of the Round Table 13.00 1

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